Vom Einhalten guter Vorsätze

Dear fellow bookworms and teadrinkers,

ab jetzt wird es dann auch wieder deutsch (zumindest nahezu). Ganz offensichtlich bin ich in letzter Zeit nicht so recht zum Bloggen gekommen – das Leben abseits des Laptops hat wieder zugeschlagen und beansprucht viel Zeit.

Daher werde ich einen kurzen Rundumschlag machen und alle meine Bücher aus dem Januar einmal kurz vorstellen und meine Meinung dazu abgeben.
Besonders freut mich, dass ich tatsächlich meinen Vorsatz umsetzen konnte. In meinem Rückblick auf 2017 habe ich einen von nur zwei Vorsätzen für 2018 vorgestellt: mehr Bücher von Autorinnen zu lesen. Im Januar habe ich insgesamt sieben Bücher gelesen, alle geschrieben von Autorinnen. So let’s dive into those (mostly great) books!

Versprechen der Sehnsucht – Nalini Singh

Das Jahr fing direkt mit einer kleinen Enttäuschung an. Singhs Bücher sind für mich eine der ersten Anlaufstellen, wenn ich locker leichte Lektüre mit Happy End brauche. Mit Versprechen der Sehnsucht hat sie mich zum ersten Mal richtiggehend enttäuscht. Die vier Kurzgeschichten, die jeweils von einem anderen Paar handeln, konnten mich in keiner Hinsicht so richtig überzeugen.

Den kitschigen Schreibstil kennt man von ihr schon, aber besonders in zwei der Geschichten hebt sie diesen auf ein ganz neues Level – da hab ich mich innerlich sehr gewunden.
Ich hatte das Gefühl, dass Nalini Singh sich mit diesen vier Kurzgeschichten ein Stück weit aus der Fantasy-Ecke entfernen. Das hat in meinen Augen nicht funktioniert.

Übersetzerin: Claudia Biggen | ISBN 978-3-955767-2-73 | 8.99€ | Verlag: mtb | 368 Seiten

Feuer der Versuchung – Kresley Cole

Auch Kresley Cole ist eine dieser Autorinnen, die ich gerne lese, wenn ich etwas weniger anspruchsvolles brauche. Habe ich mich vorher an ihre Romantasy-Bücher gehalten, gab es mit Feuer der Versuchung zum ersten Mal einen ihrer historischen Romane für mich – die Liebesgeschichte zwischen einem schottischen Söldner und einer heißblütigen Katalanin. Und auch bei ihr wurde ich mit dem neuen Genre enttäuscht.

Ich bin keine Historikerin, aber viele der Vorgänge im Buch erschienen mir für die damalige Zeit (es spielt 1865) doch eher unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass ich die gesamte Handlung als unglaubwürdig empfand und, im Vergleich zu früheren Büchern von ihr, als zu kitschig. Mir war bis zum Ende nicht klar, warum sich da etwas zwischen den beiden entwickelt.

Übersetzerin: Jutta Nickel | ISBN 978-3-7363-0547-2 | 10.-€ | Verlag: LYX | 395 Seiten

Their Finest – Lissa Evans

Im Gegensatz zu Kresley Cole konnte mich der historische Roman von Lissa Evans definitiv überzeugen. Their Finest erzählt von der Entstehung eines britischen Propagandafilms während des Zweiten Weltkriegs. Teilweise sehr witzig, oftmals tragisch und ein bisschen nervenaufreibend.

Nervenaufreibend war vor allem, wie Catrin von ihren männlichen Kollegen behandelt wird. Seximus lässt grüßen! Das tut dem Buch allerdings keinen Abbruch, da Catrins Kampf dagegen authentisch wirkt. Lissa Evans vermittelt das Gefühl der damaligen Zeit – sei es nun die Behandlung von Frauen, die Bombenangriffe auf London, Vergnügungen oder, ja, auch die Liebe.

ISBN 978-1-78416-2-610 | £7.99 | Verlag: Black Swan | 414 Seiten

Mein Leben, mal eben – Nikola Huppertz

Dazu habe ich es tatsächlich geschafft, eine Rezension zu verfassen. Das Buch fand ich ziemlich genial, daher gab es von mir 5 von 5 Sternen.

Mit anderen Worten: ich – Tamara Ireland Stone

Ich habe schon länger keine Jugendbücher mehr gelesen, aber mit den beiden im Januar habe ich echte Glücksgriffe gemacht. Mit anderen Worten: ich handelt von der Macht der Worte und dem Wert wahrer Freundschaften.

Besonders gefallen hat mir zum einen, dass die eben erwähnte Macht der Worte nicht als etwas unbedingt Positives dargestellt wird. Samantha kämpft mit den Worten in ihrem Kopf; ihr ganzes Leben ist von diesem Kampf bestimmt. Aber durch Worte lernt sie auch neue Freunde kennen – und erkennt was wahre Freundschaft ist.
Am Besten hat mir gefallen, dass Samanthas Probleme sich im Laufe der Handlung nicht einfach in Luft auflösen. Sie lernt, besser damit umzugehen und macht dadurch eine große persönliche Veränderung durch.

Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke, Jessika Komina | ISBN 978-3-7348-5021-9 | 16.95€ | Verlag: Magellan | 336 Seiten

Cat Among The Pigeons – Agatha Christie

Zum Ende des Monats habe ich erneut ein Buch von Agatha Christie gelesen. Mittlerweile nehmen ihre Bücher fast ein ganzes Regalbrett in meinem Billy ein – und ich bin jedes Mal wieder von ihrem Einfallsreichtum überrascht.

In Cat Among The Pigeons wird die Sportlehrerin einer der renommiertesten Mädchenschulen Großbritanniens ermordet. Eine der Schülerinnen holt Hercule Poirot ins Bord – sie ist der Überzeugung, dass sie das nächste Opfer sein wird.
Christie spielt wieder mit Anspielungen und Fakten, die doch vollkommen in die Irre führen. Ich habe mit gerätselt und war der festen Überzeugung, genau zu wissen, wer der Mörder ist. Und wie jedes Mal hat Christie mit einem Paukenschlag all meine Vermutungen über den Haufen geworfen.

ISBN 978-0-00752-7-564 | 8.49€ | Verlag: HarperCollins | 308 Seiten

Archangel’s Viper & Engelskrieger – Nalini Singh

Dazwischen haben sich noch zwei reReads geschlichen. Beide sind aus der Gilde der Jäger-Reihe von Nalini Singh. Beide habe ich mit drei Sternen bewertet, da ich mittlerweile oft das Gefühl bekomme, das alles schon in einem anderen Singh-Buch gelesen zu haben. Der Unterscheidungsfaktor ist einfach nicht groß genug.
Dennoch lese ich die Bücher sehr gern, wenn ich einfach keinen Kopf für anspruchsvolle Themen habe.

Archangel’s Viper:
ISBN 978-0-45148-8-244 | 6.99€ | Verlag: Berkley | 367 Seiten

Engelskrieger:
Übersetzerin: Cornelia Röser | ISBN 978-3-80258-5-968 | 9.99€ | Verlag: LYX | 432 Seiten


WERBUNG

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Bildquellen der Cover:

Versprechen der Sehnsucht: HarperCollins
Feuer der Versuchung: LYX
Their Finest: Penguin
Mit anderen Worten: ich: Magellan Verlag
Cat Among The Pigeons: buecher.de
Archangels‘ Viper: Website von Nalini Singh
Engelskrieger: Amazon

Rezension – Mein Leben, mal eben

Anouk Vogelsang hat das Unnormal-Gen in sich und passt nirgends so recht hinein. Eines Tages beschließt sie daher, ganz normal zu werden. Sie wird sich für Popmusik interessieren, schminken lernen und ein ganz normales Computerspiel spielen, in dem sie eine ganz normale Familie erschafft.
Doch das Spiel lädt nicht und so fängt sie an ihre Memoiren aufzuschreiben. Diese drehen sich um ihre beiden Mütter MaMi und Matrix, ihren Samenspenderrockervater Philipp, die Neue in der Klasse und den ganz normalen Wahnsinn. Nebenbei soll sie auch noch einen Songtext für Moritz schreiben. Der hat allerdings auch dieses Unnormal-Gen – und das macht das Normal-Sein ganz schön knifflig. „Rezension – Mein Leben, mal eben“ weiterlesen

Best of 2017

Hello my friends!

Im Vergleich zu 2016 war das Jahr 2017 für mich zwar von viel Routine und wenig Überraschungen geprägt, dennoch ist es recht schnell vergangen – und ich bin froh darum. Denn auf die Überraschungen, die es mit sich gebracht hat, hätte ich gut und gerne verzichten können.

Hier also nun mein kleiner Rückblick auf das Jahr 2017 – verbunden mit der Hoffnung, dass es so nicht nochmal laufen wird.

Die schönste Zeit hatte ich immer während meines Urlaubs – wenn ich aus Stuttgart herausgekommen bin und Neues gesehen habe. Überraschend ist das eigentlich nicht. Wenn ich längere Zeit keinen Urlaub/Ausflug unternehme, um Neues zu sehen, werde ich unruhig. Ich habe nach über einem Jahr zurück in Deutschland noch immer furchtbares Fernweh nach Großbritannien.

The good …

Kein Wunder also, dass ganz oben auf der Liste der schönen Erinnerungen das Wiedersehen mit meinen AuPair-Kindern aus England steht. Wir haben uns zwar nur für eine kurze Stunde gesehen, von der werde ich aber noch ein ganzes Weilchen zehren (müssen). Da beide Kids sehr jung waren, als ich gegangen bin (4 bzw. 2 Jahre alt), hatte ich nicht damit gerechnet, dass mich beide erkennen würden. Ich wurde aber von dicken Küssen, festen Umarmungen und viel Aufregung beider Kids begrüßt und das war das schönste Geschenk des Jahres.

Eng mit dem Besuch bei den Kids hing mein dritter Besuch des Busfests in Malvern, GB, zusammen. Wieder bin ich mit meinem Papa dorthin gefahren und wir hatten wieder eine Menge Spaß.

Hinzu kamen zwei schöne Wochen mit meiner Familie in Berlin, viele kleine (Tages-)Ausflüge (beispielsweise nach Lauffen a.N.) und massenweise wunderbare Treffen mit Freunden.

Definitiv zu den guten Sachen diesen Jahres gehört auch der Blogumzug zum selbstgehosteten WordPress und der damit einhergehende Header, den mir die liebe Sandra gestaltet hat.

… and the bad …

Besonders traurig wurde das Jahr 2017, als es bereits dem Ende zuging. Innerhalb von drei Wochen verstarben sowohl mein Großonkel als auch die Lebensgefährtin meines Opas.
Insbesondere bei meinem Großonkel kam das Ende überraschend und hat uns dementsprechend stark mitgenommen.

Anfang September hatten mein Papa und ich einen Autounfall, bei dem wir beide mit viel Glück sehr glimpflich davon gekommen sind. Das Auto ist ein Totalschaden und laut einem guten Freund wären wir aus einem weniger stabilen Auto (es handelte sich um einen VW T4 wie im Bild oben dreimal zu sehen) vermutlich nicht wieder ausgestiegen.
Von uns beiden wurde ich „schwerer“ verletzt, letztendlich war ich aber nach einer Woche wieder auf den Beinen – rein körperlich war es also nichts Tragisches.

… and a New Year

Ich bin kein Fan von Vorsätzen für’s neue Jahr. Insbesondere, da ich sie meist doch nicht einhalte.
Eine Sache habe ich mir aber doch vorgenommen und ich denke nicht, dass es bei dieser ein Problem mit dem „Durchhalten“ gibt. Dieses Jahr möchte ich so viele Bücher von Frauen lesen wie nur irgend möglich. Über das Thema hatte ich mir schon länger Gedanken gemacht, als Stefan Mesch diesen Tweet schrieb:

Damit wurde meine Entscheidung gefestigt.
Zudem möchte ich auch versuchen, möglichst viele Bücher, die nicht in der westlichen Welt spielen, zu lesen. 2017 habe ich nämlich einige tolle Bücher und Autorinnen für mich entdeckt, die eben in einem anderen Kulturkreis spielen.

Wir werden sehen, was 2018 uns bringt. Und ob ich mich an meine Vorsätze halten werde.

Ich freue mich auf jeden Fall auf das kommende Jahr mit euch allen und wünsche euch einen guten Start in das erste Wochenende 2018!

Mit viel Liebe
Celina xxx

Happy New Year!

Meine Lieben,

euch allen wünsche ich ein geniales neues Jahr 2018, in dem ihr euch ein paar Träume erfüllen könnt!
Ich freue mich jeden Tag über die 144 wunderbaren Menschen, die meine Ergüsse lesen, ich freue mich auch über jeden Kommentar, jeden Like und jede Unterhaltung mit euch
Auch auf Twitter habe ich viele tolle Menschen kennengelernt – und von ihnen gelernt. Dank ihnen schaue ich beim Lesen mehr über den Tellerrand, insbesondere was unterschiedliche Kulturen angeht.

Ich freue mich auf jeden Fall auf das Jahr mit euch und bin gespannt, auf das was kommt!

Liebe Grüße
Celina

Titelbild mit Teetasse und einem Text: "Fantastic Blogposts and Where to Find Them"

Fantastic Blogposts – Challenges

Hallöchen meine Lieben!

So langsam ist das Ende des Jahres in Sicht (surprise, surprise!) und mit dem neuen Jahr beginnen auch wieder einige Lesechallenges.
Ich weiß noch gar nicht so recht, ob ich überhaupt an einer Challenge teilnehmen möchte/werde. Umgeguckt habe ich mich dennoch ein wenig und bin auf die Zusammenstellung von Reading Challenges auf Girlxoxo.com gestoßen.

Diese hat mich mir ihrer schieren Länge fast erschlagen, aber ich habe mich hindurchgearbeitet und stelle euch ein paar der, in meinen Augen, interessantesten Challenges hier einmal vor.
„Fantastic Blogposts – Challenges“ weiterlesen

Rezension – The Forty Rules of Love

Ella ist dreifache Mutter und hat gerade wieder angefangen zu arbeiten. Sie soll den Roman eines noch unbekannten Autors über den Poeten Rumi beurteilen. Darin trifft Rumi auf Shams von Tibriz, der ihm vieles beibringt – unter anderem die vierzig Regeln der Liebe. Fasziniert von der Geschichte und ihrem Autoren macht sich Ella auf die Suche nach diesem. Dafür riskiert sie, ihre Familie, Freunde und ihr bisheriges Leben zu verlieren. „Rezension – The Forty Rules of Love“ weiterlesen

Rezension – The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society

London 1946: Die Autorin Juliet Ashton grübelt über ein Thema für ihr nächstes Buch. Da erhält sie einen Brief von der Kanalinsel Guernsey. Was als eine Unterhaltung über Bücher beginnt, führt bald zu Freundschaften mit zahlreichen Menschen auf der Insel. Sie haben während der deutschen Besatzung die Literary and Potato Peel Pie Society gegründet. Und Juliet findet endlich Inspiration für ein neues Buch – beflügelt auch durch einen Besuch bei ihren neuen Freunden. „Rezension – The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ weiterlesen

Cover und Informationen zum Buch

Rezension – Die Krebsmafia

Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache1. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Medikamenten dagegen. Durch einige gesetzliche Schlupflöcher machen skrupellose Händler, Apotheker und Ärzte damit Millionen – und spielen teilweise mit dem Leben ihrer Patienten.
Schröm und Schenck sind den Konstrukten, die solche Machenschaften ermöglichen, auf den Grund gegangen. Und zeigen Lösungsansätze auf, um sie in Zukunft zu verhindern. „Rezension – Die Krebsmafia“ weiterlesen

Rezension – Wir werden glücklich sein

Am 13. November 2015 nehmen drei Terroristen im Bataclan in Paris hunderte Konzertbesucher als Geiseln und töten insgesamt 90 von ihnen. Unter den Getöteten ist auch Matthieu, der Freund von Aurélie Silvestre. Sie ist gerade schwanger mit dem zweiten gemeinsamen Kind – und muss nun ein Leben ohne ihre große Liebe aufbauen. In Wir werden glücklich sein berichtet sie von dem Tag, der alles veränderte. Und von den Monaten, die darauf folgen, bis zur Geburt ihrer Tochter. „Rezension – Wir werden glücklich sein“ weiterlesen

Cover und Infos zum diesem Buch um Flavia de Luce

Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d

Als Flavia de Luce aus dem Mädcheninternat in Kanada nach Großbritannien zurückkehrt, liegt ihr Vater krank darnieder. Um sich von der angespannten Situation zuhause fernzuhalten, erklärt sie sich bereit, einen Brief an einen eigenbrötlerischen Holzschnitzer zu liefern. Diesen allerdings findet sie tot auf: an seinen Füßen aufgehängt baumelt er an seiner Schlafzimmertür. Für Flavia erweist sich das als Glücksfall: endlich kann sie wieder ermitteln! „Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d“ weiterlesen