Fantastic Blogposts #2

Hallihallo ihr Lieben!

Nach zweiwöchiger, unfreiwilliger Internetpause bin ich wieder zurück hinter dem Laptop und habe mich durch jede Menge Beiträge der letzten zwei bis drei Wochen gelesen. Hier möchte ich euch eine kleine Auswahl der für mich ansprechendsten vorstellen.
Einen weiteren Beiträge dieser Beiträge wird es vermutlich in sehr naher Zukunft geben, da sich in zwei Wochen doch so einiges interessantes ansammelt!

Let’s get this started!

Ein sehr interessanter Beitrag ist am vergangenen Wochenende auf dem Blog von Sternenbrise erschienen. Ich lese bei ihr sehr gerne rein – einer der wenigen Blogs, die ich schon seit zwei Jahren kenne und liebe. Regelmäßig postet sie witzige oder interessante Beiträge, die keine Rezensionen sind. Dazu gehört auch Blogs und deren Übersichtlichkeit (und mehr), in dem sie beschreibt, was dazu beiträgt, dass ein Blog gut zu lesen und durchstöbern ist. Einfach mal reinlesen und den ein oder anderen Tipp abschauen!

Erst vor kurzem bin ich über einen Beitrag von Bücherschmöker gestolpert, der bereits Mitte Mai erschienen ist: Rechtliches Know-how. Das Dinge wie ein vollständiges Impressum oder Bildnutzungsrechte beachtet werden sollten, hat mittlerweile hoffentlich jeder verstanden. Bei Michi sind sie übersichtlich zusammengestellt, sodass ihr euch nicht durch juristische Texte arbeiten müsst.
(PS: Auch die anderen Beiträge in ihrer „Buchblogger 1×1“-Reihe sind sehr lesenswert!)

Ich lese selten die aktuellen Bestseller, da ich meistens lange um ein Buch herumschleiche, bevor ich es kaufe. Zudem ziehen bei mir viele der Werbeaktionen nicht, sondern bringen mich eher in „Abwehrhaltung“, sodass ich dem Buch negativ gegenüberstehe.
Dennoch fand ich den Bericht von Fräulein Julia sehr interessant, warum sie in Zukunft ihr Lesen ändert und nicht mehr auf jeden Bestseller-Zug aufspringen will.

Hoffentlich war hier auch der ein oder andere interessante Beitrag für euch dabei. Lasst mir doch gerne einen Kommentar da – ich freue mich immer!

Man liest sich!
Celina xxx

Rezension – Mord am Waterberg

Als ihre kleine Schwester Anna ermordet wird, reist Katrin nach Afrika, um deren Körper in die deutsche Heimat zu überführen. Anna arbeitete als Entwicklungshelferin in Namibia, inmitten der Herero, die unter der deutschen Kolonialherrschaft unaussprechliches Leid erfahren haben. Doch kaum in Namibia angekommen, wächst in Katrin die Überzeugung, dass die Polizei den Falschen für den Mord an Anna verhaftet hat. Sie macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter und kommt dabei zahlreichen Geheimnissen der Dorfgemeinschaft auf die Spur. Schließlich muss sie sich die Frage stellen, ob die deutsch-namibische Geschichte bis in die Gegenwart Auswirkungen hat, denen ihre Schwester zum Opfer fiel.

Ansicht des Waterberg

Jedes Mal, wenn ich mir den Klappentext zu diesem Buch durchlese, denke ich: „Was für eine super Idee für ein Buch!“ Die Umsetzung dieser Idee hat in meinen Augen aber zu wünschen übrig gelassen.

Recht profan fängt es schon mit Katrin an. Während der ganzen 250 Seiten wurde ich mir ihr nicht wirklich warm. Sie war oft eine furchtbare Zicke, deren Handlungen ich selten nachvollziehen konnte. Viel schlimmer war aber das dauernde Selbstmitleid, in dem sie sich gesuhlt hat. Alles wird zu einer mittleren Katastrophe aufgebauscht, insbesondere ihr Familienleben. Darüber konnte ich nur den Kopf schütteln, da ich in einer ähnlichen Situation aufgewachsen bin und dies immer als Zugewinn für mich gesehen habe. Katrins pessimistische Einstellung und auch ihr Unwillen, sich auf Neues einzulassen oder die Lebensentwürfe anderer Menschen zu akzeptieren, konnten bei mir nicht wirklich Sympathie für sie wecken und so war ich zum Ende des Buches vor allem froh, diesen Charakter nicht weiter begleiten zu müssen.

Überlebende Herero, ca. 1907

Hinzu kommt, dass in meinen Augen zu viele Klischees bedient wurden, vor allem in der Erschaffung der Charaktere. Das Dorf scheint angefüllt damit zu sein: der betrügende Ehemann mit dazugehöriger eifersüchtiger Ehefrau, die Voodoo-Zauber ausübt; der gütige Chief, der natürlich immer eine Antwort hat; die nette Nachbarin, die Katrin aufnimmt, als wäre sie schon immer in dem namibischen Dorf und so weiter und so fort. Das ganze Dorf ist ein Klischee und daher habe ich mir oft gefragt, was nun tatsächlich der afrikanischen Realität entspricht und was nicht.

Auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen. So erschienen mir viele Entwicklungen unglaubwürdig. Es fängt schon damit an, dass sich mir bis jetzt noch nicht ganz erschlossen hat, warum sie überhaupt mit dem „Ermitteln“ anfängt. Viel zu viel wurde mir einfach vom Zufall bestimmt. Katrin lässt sich so dahin treiben und am Ende kommt genau das gewünschte Ergebnis heraus.
Wenig geholfen hat zudem die Tatsache, dass ich regelmäßig Absätze übersprungen habe, weil es einfach nur langweilig war.

Wenn die Beschreibungen im Buch der Wahrheit entsprechen, muss man ihm allerdings zugutehalten, dass es einen interessanten Einblick in die Auswirkungen der deutschen Kolonialpolitik bietet. Es zeigt auf, wie auch Generationen später der Schrecken des Völkermords an den Herero und, ganz allgemein, der Ausbeutung durch die Kolonialherren in den Köpfen der Einheimischen verankert ist. Etwas, das seit mehr als einem Jahrhundert vergangen ist, spielt auch im Denken der jüngeren Generation oft noch eine Rolle. Gleichzeitig leiten sich einige ihrer traditionellen Kleidung aus dem Stil der deutschen ab. Eine Seite schreibt dazu beispielsweise: „[They] wear their [the Germans] uniform as a badge of honour, and to ‚take‘ or appropriate their power.“ (Wired).

Eine sehr interessante Thematik, deren Umsetzung ich leider wenig abgewinnen konnte. Charaktere nervten mich und auch die Handlung konnte nicht überzeugen. Dennoch ein wichtiges Thema, das nicht in Vergessenheit geraten sollte – daher gibt es von mir zwei Sterne.

Die Landschaft zieht an ihr vorüber […]. Gestochen scharfe Fotos in Blau, Grün und verschiedenen Brauntönen. Sie sind wie eine Kulisse, in die sie nicht eintauchen kann. Meine Schwester ist tot. Ich bin zu spät gekommen.
– S. 9

Bild von Almut HielscherÜber Almut Hielscher:
Hielscher, 1943 geboren, machte zunächst eine Ausbildung an der Münchner Journalisten-Schule und arbeitete danach bei zahlreichen Zeitschriften und Tageszeitungen, darunter namhafte wie der SPIEGEL und STERN. Unter anderem war sie als Afrika-Korrespondentin tätig und arbeitete für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED), der auch im Buch erwähnt wird.
Sie lebt in München.
Quelle: Hey! Publishing

Über Uta König:
König wurde 1947 geboren und machte ihr Studium so wie die Ausbildung in Paris. Sie war lange Zeit für den STERN tätig und schrieb beispielsweise das STERN-Buch Gewalt über Frauen. Seit 1995 ist sie für das Fernsehen tätig und hat seitdem über 50 Dokumentationen und Reportagen für den NDR gedreht. 1998 wurde sie für eine davon mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Quelle: ProTalk Verlag


Bildquelle Cover: KongKing
Bildquelle Herero-Frauen: Wired (Photo: Jim Naughten)
Bildquelle Waterberg: Waterberg Wilderness
Bildquelle historisches Foto: Wikipedia
Bildquelle Mann in Uniform: Wired (Photo: Jim Naughten)
Bildquelle Almut Hielscher: Hey! Publishing
Bildquelle Uta König: Hey! Publishing

Let’s talk about tea, baby

Während die erste Amtshandlung meiner Kollegen morgens im Büro der Gang zur Kaffeemaschine und das anschließend genüssliche Schlürfen des braunen Getränks ist, führt mich der Weg erst einmal zum Wasserkocher. So, wie andere morgens eine Tasse Kaffee brauchen, brauche ich erst mal eine „cuppa tea“ (Tasse Tee). Meine erste Wahl hierfür ist immer ein schwarzer Tee. Weiterlesen „Let’s talk about tea, baby“

Englisch für Anfänger – Kleine Ergänzung

Anna von Ink of Books hat vor kurzem einen interessanten und, in meinen Augen, sehr wichtigen Beitrag geschrieben: Englisch Lesen für Anfänger.
Eine Fremdsprache zu können ist aus mehreren Gründen wichtig. Ich denke, das ist euch klar, wenn ihr fremdsprachige Bücher lest oder lesen wollt. Dabei spielt es ja zunächst einmal keine Rolle, ob das nun Englisch, Russisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch oder eine andere Sprache ist.
Neben den von Anna bereits dargestellten Gründen, ist für mich auf Englisch lesen ein Weg, „in der Sprache zu bleiben“ und mich regelmäßig mit ihr zu umgeben.

Weiterlesen „Englisch für Anfänger – Kleine Ergänzung“

Rezension – Der englische Botaniker

Kurz nach dem Ersten Opiumkrieg wird der Botaniker Robert Fortune von der britischen Horticultural Society nach China entsendet, um dort mehr über die chinesische Pflanzenwelt und insbesondere Tee herauszufinden.
Während er Ehefrau und zwei kleine Kinder in Großbritannien zurücklässt, lernt er in China die kampferprobte Rebellin Lian kennen. Plötzlich ist die ohnehin gefährliche China-Expedition um einiges komplizierter, als sie zunächst schien. Und er steht, in botanischer und persönlicher Sicht, vor den schwierigsten Entscheidungen seines Lebens. Weiterlesen „Rezension – Der englische Botaniker“

Fantastic Blogposts #1

Hallo ihr Lieben!

Bei anderen Bloggern lese ich immer wieder gern Beiträge, in denen sie interessante und inspirierende Blogposts anderer Blogger zusammentragen. Besonders gut gefallen mir beispielsweise die Schmuckfedern von Kielfeder (schon allein das Beitragsbild ist einen Besuch wert, die Beiträge selbst sind dann aber natürlich auch super!) oder auch Geschmökert und Gefunden von Bücherschmöker.

Weiterlesen „Fantastic Blogposts #1“

Rezension – Der Duft von Kaffee und Kardamom

Im Rahmen der Frauen Lesechallenge von Wortlichter war das Themengebiet für das zweite Quartal 2017 „Bücher von Frauen aus Asien, Afrika & Südamerika“. Daher habe ich mich an Der Duft von Kaffee und Kardamom von Badreya El-Beshr aus Saudi-Arabien gewagt. Erschienen ist das Buch im Alawi Verlag. Weiterlesen „Rezension – Der Duft von Kaffee und Kardamom“

5 gute Gründe, „Wenn die Wahrheit Kopf steht“ zu lesen

Regelmäßig gibt es Berichte über die zunehmende Islamfeindlichkeit in Deutschland und nennt mich dazu ein wenig intolerant: aber zu 98% verstehe ich Gruppierungen wie AfD oder Pegida nicht. Vielleicht bin ich dafür grundsätzlich zu logisch denkend, vielleicht wurde mein Vertrauen in den Staat noch nicht enttäuscht, vielleicht bin ich naiv, wenn ich an Statistiken glaube, die ich nicht selbst gefälscht habe, solange sie aus seriöser Quelle kommen: Mir sind Argumente von Islamkritikern normalerweise ein Rätsel.
Schon allein die scheinbar grundlegende Annahme, dass alle Muslime Islamisten sind und/oder uns etwas Böses wollen, ist in meinen Augen ganz offensichtlich falsch – es waren ja auch nicht alle Christen des 11. bis 13. Jahrhunderts Kreuzritter. Dass Christen (und christliche Staaten) nicht immer ganz einwandfrei gehandelt haben (und es auch heute nicht immer tun), scheint aber einige wenig zu bekümmern, wenn sie sich nun gegen eine komplette Religion stellen.
Dennoch bin ich nicht zu verbohrt, um die Gegenseite wenigstens verstehen zu wollen. Dabei soll dieses Buch helfen. Daher kommen hier fünf Gründe, warum ihr es unbedingt lesen solltet: Weiterlesen „5 gute Gründe, „Wenn die Wahrheit Kopf steht“ zu lesen“

Not so new blog in town

Hello everybody!

Schon länger war ich mit meinem Blog Celinas Bücherregal nicht mehr so ganz happy.
Das lag zum einen am Namen, der nun nicht zu den kreativsten gehört, aber auch daran, dass ich selbstsicherer wurde und daher mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben wollte.

Daher nun der Umzug zum selbstgehosteten WordPress (mit einer ganzen Portion Nervosität) und zum neuen Namen Books and a Cuppa Tea. Damit sind schon mal zwei meiner absoluten Lieblingsdinge im Titel wiedergegeben.

In Zukunft wird sich immer noch sehr viel um Bücher drehen, zwischendurch wird es aber auch Beiträge zu anderen Themen geben. Beispielsweise habe ich vor, meine Reisen mit euch zu teilen, da spielen dann auch Beiträge zu VW-Bus-Treffen hinein, auch ansonsten eben alles, was mir so einfällt.

Im Augenblick hapert’s noch an ein paar Ecken, aber ich hoffe doch sehr, das in den nächsten Tagen in den Griff zu bekommen.
Über Anregung und Kritik in diesem Zusammenhang, auch, was vielleicht noch fehlt, freue ich mich immer sehr!

Ich freue mich, wenn ihr mir auch weiterhin folgt und außerdem auf viele weitere Beiträge, nun mit dem neuen Blog!

Eure Celina

Rezension – Isarsilber

Vielen Dank an Isaak Rosenblatt für dieses Rezensionsexemplar!

Am Ufer eines bayerischen Sees wird ein Mann erschlagen aufgefunden. Am Ufer des gleichen Sees steht ein Museum, das nachts ein Zweitleben als Edelbordell führt. Doch wie hängen diese beiden Dinge mit einem Großbauprojekt in Berlin zusammen, dessen Finanzierung ins Stocken geraten ist und bei dem ein Bauunternehmer spurlos verschwunden ist?

Weiterlesen „Rezension – Isarsilber“