Rezension – Mine

Isabell lebt auf der Straße, aber sie will unbedingt studieren und ist gewillt, dafür ihren Körper zu verkaufen. Für Jonathan ist Sex eine Methode, um Stress abzubauen und die jeweilige Partnerin ist ihm egal. Doch Isabell ändert etwas in ihm und er bietet ihr einen Vertrag an: er übernimmt die Kosten für ihr Studium, dafür steht sie nur ihm als Sexpartnerin zur Verfügung.

Wäre Mine nicht im Rahmen der NetGalley-Challenge als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt worden, hätte ich es vermutlich nie gelesen. Denn die Idee, sich eine Frau auf Dauer als Sexsklavin zu erkaufen und mit einem Buch daran Geld zu verdienen, finde ich abstoßend. Im Klappentext des Buches wird zudem angedeutet, dass Jonathan Isabell gegenüber gewalttätig wird.

Ich habe knapp über die Hälfte des Buchs gelesen, bevor ich es nicht mehr ertragen konnte. Es fängt bereits ganz zu Beginn damit an, dass mich die ständigen Perspektivwechsel verwirrten. Es wird abwechselnd aus ihrer und seiner Sicht geschrieben, aber nicht kapitelweise. Nein, die Sichtwechsel finden absatzweise statt, teilweise wird nach einzelnen Sätzen wieder in die andere Sicht gewechselt. Teilweise wird die Geschichte unmittelbar nach einem solchen Wechsel fortgeführt, teilweise wird das schon beschriebene aus der anderen Sicht nochmal erzählt. Das hat zur Verwirrung weiter beigetragen.

Mal abgesehen vom Schreibstil ist auch die Geschichte selbst oft verwirrend, meist aber vor allem abstoßend. Meiner Ansicht wird die Ausbeutung eines verzweifelten, jungen Mädchens durch einen reichen, skrupellosen, älteren Mann beschrieben. Auch die beschriebenen Sexszenen sind ebendas nicht: einvernehmlicher Sex. Stattdessen werden meiner Meinung nach definitiv Vergewaltigungen beschrieben.

Mine war ungelogen das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. Schon die Grundidee ist mehr als fraglich und die Umsetzung kann das nicht ausbügeln. Was es mit Erotik zu tun haben soll, kann ich mir nicht erklären. Ich kann nur empfehlen, einen großen Bogen um dieses Buch zu machen. Wenn ich könnte, würde ich 0 Sterne vergeben.

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ISBN 978-3-86277-4-050 | 9,99€
erschienen 2019 | 336 Seiten

Verlagswebseite zum Buch

Bildquellen
Cover: blue panther books

Rezension – Suddenly Forbidden

Als Daisy und Quinn Jugendliche waren, hatten sie sich geschworen, dass sie zusammen aufs College gehen und später heiraten würden. Doch dann zieht Daisys Familie um – und die Beziehung der beiden zerbricht. Zwei Jahre später

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Rezension – The Curious Heart of Ailsa Rae

Ailsa Rae hat vor einigen Monaten ein neues Herz transplantiert bekommen. Eigentlich sollte sich ihr Leben also zum Besseren gewendet haben. Doch die Beziehung zu ihrer Mutter ist so schlecht wie noch nie, die Suche nach ihrem Vater gestaltet sich schwierig und ihr bester Freund starb, weil er kein Organ erhielt. Sie weiß nicht, was sie mit ihrem neuen Leben anfangen soll. Und so lässt sie fremde Menschen durch Umfragen auf ihrem Blog Entscheidungen für sie treffen. Doch manchmal muss man auf sein Herz hören – und Ailsa muss lernen, ihrem neuen zu vertrauen.

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Rezension – River of Violence

Harleys Vater Duke McKenna ist der mächtige Kopf eines Drogenclans. Als sein einziges Kind wird Harley von Kindesbeinen an zu seiner Nachfolgerin erzogen. Als junge Erwachsene arbeitet sie für ihn und treibt Schulden ein. Doch Dukes größter Konkurrent, die Springfield-Familie, wird immer mächtiger und so muss sich Harley entscheiden, ob sie den Kreislauf aus Mord, Drogen und Rache durchbrechen will – oder ob sie vollständig in die Fußstapfen ihres Vaters tritt.

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Rezension – Das kleine Theater am Meer

Faye hat gerade ihren Abschluss in Innenarchitektur gemacht, aber keinen Job. Da kommt ihr die Bitte ihrer Freundin Charlotte gerade recht: sie soll ein Auge auf deren Haus auf Sardinien haben, während sie und ihr Mann durch Italien reisen. Auf Sardinien erfährt Faye, dass Charlotte außerdem hofft, dass sie einem Geschwisterpaar helfen würde, das örtliche Theater wieder in Stand zu setzen. Überzeugt, eine tolle berufliche Chance zu haben, lässt Faye sich darauf ein – ohne zu wissen, was dabei auf sie zukommt.

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Rezension – Madame Piaf und das Lied der Liebe

Nachdem die deutschen Besatzer aus Paris abgezogen sind, wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt. Während sie versucht, die Anschuldigungen zu entkräften, verliebt sie sich in den aufstrebenden Sänger Yves Montand. Um sich von einem drohenden Auftrittsverbot abzulenken, beginnt sie, mit ihm zu arbeiten und bald wird aus den beiden ein Liebespaar. Die Beziehung inspiriert Édith Piaf zu einem ihrer berühmtesten Lieder: La vie en rose.

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Rezension – Die Schokoladenvilla

Stuttgart im Jahr 1903: Eigentlich hat Judith Rothmann ein sehr komfortables Leben. Sie ist die Tochter eines wohlhabenden Schokoladenfabrikanten und lebt im Nobelstadtteil Degerloch, wo sich Bedienstete um jeden ihrer Wünsche kümmern. Doch ihr Vater hat eine Ehe für sie eingefädelt, die sie niemals glücklich machen könnte. Zudem stößt auch ihr Wunsch, an der Kreation neuer Schokoköstlichkeiten beteiligt zu sein bei ihrem Vater auf Ablehnung. Doch da begegnet ihr Victor Rheinberger. Der will sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen – und ist so gar nicht der Richtige für eine Frau wie Judith.

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Rezension – The Paris Secret

In Paris wird ein Apartement gefunden, das über 70 Jahre verschlossen und in Vergessenheit geraten war. Darin befindet sich ein wahrer Schatz an Kunstwerken. Die Kunstagentin Flora Sykes wird gebeten, sich die Schätze anzuschauen und zu katagolisieren. Sie macht die Bekanntschaft des ebenso unfreundlichen wie gut aussehenden Xavier, Erbe der Vermeil-Familie, der das Apartement gehört. Verwirrt von der Anziehung zwischen den beiden, konzentriert sich Flora darauf, die Herkunft der Gemälde zu bestimmen – und wirft dabei mehr Fragen auf, als sie Antworten findet.

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Rezension – Der Duft der weißen Kamelie

Als Elisa die Wohnung ihrer Tante ausräumt, findet sie eine Teedose mit dem verbotenen Tee ihrer verstorbenen Mutter, die an sie die Liebe zu Tee weitergegeben. Auf dem Etikett des Tees, den sie bisher nur einmal probieren durfte, steht der Name eines kleinen Dorfs in Umbrien. In der Hoffnung, dort etwas über ihren Vater zu erfahren, den sie nie kennen lernte, macht sich Elisa auf zu einer spontanen Reise nach Umbrien.

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