#Buchshit Blogtour – New Species von Laurann Dohner

Von Bücherdrache kam die Idee, nicht immer nur unsere liebsten Bücher oder Autorinnen (wie HIER) zu bejubeln, sondern uns einmal den schlechten Büchern zu widmen – in der #Buchshit Blogtour.
Zuletzt hat Janna von KeJas-BlogBuch einen Beitrag dazu veröffentlicht.

Bei mir soll es heute um eine ganze Reihe von Büchern gehen; und zwar die New Species-Reihe von Laurann Dohner. Knapp zusammengefasst, geht es darin um eine Gruppe, die sich New Species nennen. Von einem Pharmazie-Unternehmen wurde deren menschliche DNA mit tierischer vermischt. Nach Jahren des Missbrauchs durch Mitarbeiter dieses Pharmazie-Unternehmens, wurden sie befreit und führen nun ein selbstbestimmtes Leben in zwei Gebieten, die ihnen gehören. Jedes Buch der Reihe widmet sich einem New Species-Mann, der darin seine (vollkommen menschliche) Gefährtin findet. Bis zum Happy End haben diese natürlich einige Schwierigkeiten zu überstehen.

  1. Fury (Ellie & Fury)
  2. Slade (Trisha & Slade)
  3. Valiant (Tammy & Valiant)
  4. Justice (Jessie & Justice)
  5. Brawn (Becca & Brawn)
  6. Wrath (Lauren & Wrath)
  7. Tiger (Zandy & Tiger)
  8. Obsidian (Allison & Obsidian)
  9. Shadow (Beauty & Shadow)
  10. Moon (Joyce & Moon)
  11. True (Jeanie & True)
  12. Darkness (Kat & Darkness)
  13. Smiley (Vanni & Smiley)
  14. Numbers (Dana & Mourn / Candi & Hero) – Novellen

Nun aber die große Frage: was genau ist das Problem an diesen Büchern?

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Rein vom Schreibstil her, fängt es schon damit an, dass ich in den englischen Büchern (als Nicht-Muttersprachlerin) Fehler entdecken konnte. Zudem war ich regelmäßig von dem Schreibstil angeödet, da mich Wortwahl und Satzbau eher an das Schreiben eines Kindes erinnerten. Dazu passen dann aber weder Genre noch Thema. In der Art einer 10-jährigen über Sex zu lesen, ist ganz viel, aber nicht sexy.

Hinzu kommt, dass die Hauptpersonen fast immer austauschbar sind. Namen ändern sich, physische Erscheinungsmerkmale ändern sich, aber die Persönlichkeiten (und zwar sowohl vom männlichen als auch vom weiblichen Teil des relevanten Paares) sind gleich. Ganz selten kam es vor, dass ich dachte: „Wow, das ist mal was Neues!“ Ungleich öfter kommt mir eher der Satz „Kennst du eines, kennst du alle“ in den Sinn. Denn bei jedem neuen Buch habe ich die gleiche Litanei wie bei den vorherigen gelesen, was die Hauptpersonen anbelangte.

Das Schlimmste an diesen Büchern ist allerdings die Art der Beziehung, die dargestellt wird – und das gilt ausnahmslos für jedes einzelne Buch und auch für die beiden Kurzgeschichten. Es gibt zwei Gründe, warum mir die dargestellten Beziehungen nicht gefallen.
Erstens ist die Frau ein zartes Pflänzchen, dass vom Mann (bzw. einer Gruppe von Männern) gerettet werden muss, wenn Schwierigkeiten auftauchen. Dieses Verhalten wird in den Büchern von anderen Personen in den Himmel gelobt und dass Frauen genau tun, was ihre Männer von ihnen verlangen, ist sowieso das Non plus Ultra einer guten Beziehung. (An dieser Stelle mal ein leises *würg*.)
Zweitens, und das ist noch viel Schlimmer, wird von einigen der Männer an der ein oder anderen Stelle ignoriert, wenn die Frau „nein“ sagt. Bei einem der Bücher (Valiant) geschieht dies ganz am Anfang, beim Kennenlernen. Dennoch ist er für seine spätere Partnerin Tammy offenbar eine Zuckerschnute, die sie gern näher kennenlernen will. Für mich ist diese Haltung, und das Verharmlosen des Verhaltens der Männer, überhaupt nicht nachvollziehbar und gilt es auch keinesfalls zu bejubeln. An dieser Stelle ein sehr lautes und langanhaltendes *wüüüüürg* einfügen.

Warum also habe ich trotzdem nahezu die gesamte Reihe gelesen?

Ich weiß es nicht so genau (und habe es mich bei jedem einzelnen Buch gefragt), aber es hat vermutlich ganz viel mit morbider Faszination zu tun. Man weiß ganz genau, dass etwas Furchtbares (oder furchtbar Peinliches) geschieht, aber man kann einfach nicht wegsehen. Das ist mir bei diesen Büchern passiert – vielleicht auch ein bisschen gepaart mit der Hoffnung, dass es doch noch besser wird.
Ein weiterer Grund war, und das hört sich jetzt arg entschuldigend an: gelesen habe ich die Bücher in der schlimmsten Leseflaute, die ich je hatte. Fast einen Monat lang habe ich fast nichts gelesen und das, was ich gelesen habe, war viel, aber nicht qualitativ hochwertig – eben wie diese Reihe.

Schlussendlich wünsche ich euch allen, dass ihr niemals in eine solche Leseflaute geratet. Aber falls doch: greift bitte nicht zu diesen Büchern!

Hier nun noch alle Teilnehmer der #Buchshit Blogtour:

3 Antworten auf „#Buchshit Blogtour – New Species von Laurann Dohner“

  1. Erstmal lieben Dank fürs Verlinken (=

    Und ja, Hut ab das du dennoch die fast alle Bücher der Reihe gelesen hast! „Morbide Faszination“ 😀 Herrlich! Zunächst dachte ich, hui, klingt nach etwas für mich. Dann aber kam die Suche nach dem Weibchen, da war schon vorbei und deine dann genannten Kritikpunkte reichen dann endgültig! Kann verstehen das es Buchshit für dich ist!

    Hab einen mukkeligen Sonntag!

    1. Sehr gerne 🙂
      Das Gefühl hatte ich zu Beginn auch, aber danach ist es rapide bergab gegangen. Ich versteh auch wirklich bis heute nicht so ganz, warum ich mir das alles angetan habe; aber freut mich, dass du wohl nicht so schnell Leserin der Reihe werden wirst 😀
      Dir auch noch einen schönen Restsonntag!
      LG Celina

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