Titelbild zum Beitrag: Englisch Lesen für Anfänger - eine Ergänzung

Englisch für Anfänger – Kleine Ergänzung

Anna von Ink of Books hat vor kurzem einen interessanten und, in meinen Augen, sehr wichtigen Beitrag geschrieben: Englisch Lesen für Anfänger.
Eine Fremdsprache zu können ist aus mehreren Gründen wichtig. Ich denke, das ist euch klar, wenn ihr fremdsprachige Bücher lest oder lesen wollt. Dabei spielt es ja zunächst einmal keine Rolle, ob das nun Englisch, Russisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch oder eine andere Sprache ist.
Neben den von Anna bereits dargestellten Gründen, ist für mich auf Englisch lesen ein Weg, „in der Sprache zu bleiben“ und mich regelmäßig mit ihr zu umgeben.

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Hallo ihr Lieben!

Nachdem es in diesem Monat auf meinem Blog sehr ruhig war, möchte ich mich kurz zurückmelden.

Ich habe die zweite Klausurenphase dieses Studienjahres hinter mich gebracht. Das Lernen auf die Klausuren hat aber einen ganzen Haufen Zeit und mich praktisch mein Sozialleben in den vergangenen drei Wochen gekostet. Gelesen habe ich zwar immer noch (mein allabendliches Zu-Bett-geh-Ritual), aber zum Bloggen bin ich offensichtlich nicht gekommen.

Gestern konnte ich dann aber endlich auch die letzte Klausur abhaken und nun arbeite ich fleißig daran, einen ganzen Haufen gelesene Bücher in Rezensionen umzusetzen. In den nächsten Wochen werdet ihr also definitiv regelmäßig von mir hören!

Bis dahin wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende – genießt die Sonne und habt Spaß 🙂

Love,
Celina xxx

Challenges 2017

Ihr Lieben,

wie letztes Jahr habe ich mir vorgenommen „auf jeden Fall und unbedingt“ nur an einer Challenge teilzunehmen. Und wie letztes Jahr wird das wieder nichts. Also werden es 2017 erneut zwei Challenges an denen ich teilnehme, aber ich denke, die beiden lassen sich ganz gut unter einen Hut bringen.

challenge2017Zum einen gibt es da Daggis Buch-Challenge 2017, die mir sehr zusagt und auf die ich mich schon freue. Sie bietet zwar einerseits sehr genaue Vorgaben, was für Bücher gelesen werden sollen, zum anderen ist sie aber im Großen und Ganzen sehr genre-unabhängig gefasst, was mir gut zupass kommt. Denn ich les auch immer ein bisschen querbeet durch alle Genres.

frauen_lesechallengeZum anderen gibt es eine Challenge, über die ich erst heute gestolpert bin und an der ich auch unbedingt teilnehmen möchte: Die Frauen Lesechallenge. Initiatorin ist Anja vom Blog Wortlichter. Diese Challenge ist noch weiter gefasst; sie hat ein großes Thema, nämlich die Literatur – anspruchsvolle – von Frauen zu stärken. Unter diesem großen Thema widmet man sich dann für jeweils ein Quartal einem besonderen Teil davon. Genauere Infos gibt es HIER.

Auf diese beiden Challenges freue ich mich schon sehr und ich habe die leise Hoffnung, in diesem Jahr länger durchzuhalten als im Letzten – da hat nach ungefähr sechs Monaten die Motivation ziemlich nachgelassen.

Liebe Grüße und vielleicht interessiert euch eine dieser Challenges ebenfalls – das würde mich freuen!

Celina xxx

Gutes Neues! 🎆🎆🎆

Ihr Lieben,

ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr 2017, mit vielen wunderbaren Erlebnissen, guter Gesellschaft und natürlich einer Menge guter Bücher! 📚
Rutscht gut in das neue Jahr und ich hoffe, ihr habt noch ein paar schöne Tage mit euren Lieben 💖

Unter dem Stress der letzten Wochen hat mein Blog ziemlich gelitten, aber ich habe mich sehr darüber gefreut, dass mein Blog seit dem letzten Monat 100 Follower hat! 🎉🎉🎉 Zudem habe ich bei Twitter die 400 Follower-Marke geknackt. Daher wird es ein kleines Gewinnspiel geben, dazu aber in den nächsten Tagen mehr. Auf jeden Fall möchte ich mich schon jetzt bei euch allen bedanken – DANKE, DANKE, DANKE!!

Liebe Grüße
Celina xxx


Bildquelle: FTI.de

Best of … 2016

Ein schönen letzten Tag in 2016 euch allen!

Ich mache mich heute auf den Weg zu meinen Eltern – mit denen und Freunden wird Silvester gefeiert – und möchte euch vorher meine Highlights aus dem Jahr vorstellen.

Die vergangenen 366 Tage waren bei mir ganz schön aufregend – viele Erfahrungen, viele neue Menschen, viele schöne Momente, aber eben auch viele anstrengende, traurige oder nervige Augenblicke. Der größte Umbruch war für mich in diesem Jahr das Ende des AuPair-Jahres und der Beginn meines Studiums. Unter diesem hatte mein Blog zu leiden, aber das Studium steht an erster Stelle und auch in Zukunft wird der Blog während der Klausurphasen an der Uni wohl eher darniederliegen. Aber es geht doch immer weiter, schon allein weil es so viele tolle Bücher und – mindestens genauso wichtig – so viele tolle Büchermenschen (hier besonders ein Shout-out an Denise aka Löle, die mir so viele Tage versüßt hat und die ich nicht mehr missen möchte!) gibt.

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Ich habe in diesem Jahr viele tolle Bücher gelesen, für diesen Rückblick habe ich mich auf die zehn besten eingeschränkt. Das sind keineswegs nur Neuerscheinungen, es sind einfach jene, welche mir die Liebsten sind. Die Reihenfolge ist auch keine Rangfolge, denn vergleichen will ich sie nicht, sie haben mir alle richtig gut gefallen.


Ein Buchladen zum Verlieben – Katarina Bivald

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Als Bücherwurm ist es, glaube ich, ziemlich schwer, dieses Buch nicht zu lieben! Sara ist ständig am Lesen und die Arbeit, die sie in den Buchladen steckt, haben dafür gesorgt, dass sie mir sehr sympathisch wurde. Überhaupt fand ich es toll, zu lesen, wie sie den Buchladen aufbaut. Außerdem gibt es noch allerlei ebenso liebenswürdige wie merkwürdige Nebencharaktere, die zum Genuss dieses Buches beitragen – also unbedingt lesen!


The Little Paris Bookshop – Nina George

dsc_0655Ein deutsches Original einmal auf Englisch zu lesen (da ich es in good ol‘ England gefunden habe) hat auch einmal etwas. Das ist aber bestimmt nicht der Grund, warum es in dieser Liste auftaucht. Es geht um das Leben, die Liebe und ja, auch um Bücher. Die spielen eine große Rolle, aber überzeugen konnte mich das Buch vor allem durch seinen Schreibstil, die wunderbaren Unterhaltungen, die spürbare Liebe zu Büchern und Frankreich.


28 Tage lang – David Safier

dsc_0667So gut wie in diesem Buch hat es bisher nur zwei andere geschafft, mir die Gedanken und Gefühle eines jüdischen Mädchens zur Zeit des Dritten Reiches näher zu bringen – und es ist das einzig fiktive. Es steht nicht auf einer Stufe mit den zwei anderen; das Tagebuch der Anne Frank sowie Rutkas Tagebuch von Rutka Laskier, das man auf dem Bild im Hintergrund sieht; da diese noch einmal ganz anderes Gewicht haben – allein aufgrund der Tatsache, dass sie nun einmal von ganz realen Personen handeln. Dennoch ist es eine beeindruckende Lektüre, die man lesen sollte, wenn man einen Einblick in den Aufstand im Warschauer Ghetto bekommen will.


Charlie and the Chocolate Factory – Roald Dahl

dsc_0651Es ist für mich kaum zu glauben, dass ich über 19 Jahre gebraucht, um Roald Dahl für mich zu entdecken. Ich habe den Film Matilda mit Danny DeVito geliebt, aber in England bin ich erst darauf gekommen, was für großartige Bücher von Roald Dahl geschrieben wurden. Charlie and the Chocolate Factory durfte als erstes einziehen, ich habe fest vor, noch viele weitere Dahl-Bücher folgen zu lassen.


Ein ganz besonderes Jahr – Thomas Montasser

Quelle: Piper
Quelle: Piper

Auch dieses Buch ist eines jener, das mich Bücherwurm nur ansprechen kann. Es ist eine wunderbar geschriebene Geschichte über Buchhandlungen, das Lesen, das Versinken in Bücher und ich habe mich oft darin wiedererkennen können. Zudem ist es wirklich wunderbar geschrieben und ebenso wie Valerie in ihren Büchern bin ich in diesem Buch versunken.


Harry Potter and the Philosopher’s Stone – J. K. Rowling & Jim Kay

dsc_0668Selbstverständlich habe ich die Bücher um Harry Potter bereits gelesen – auf deutsch. In England habe ich dann den Beschluss gefasst, sie auch auf Englisch zu lesen, allerdings die illustrierten Ausgaben. So steht die selbe Geschichte, aber doch noch einmal ganz anders im Regal. In meinen Augen wurde eine richtiger guter Job bei der Illustration gemacht: nicht zu viele Bilder (sodass man die Fantasie noch schweifen lassen kann), aber auch nicht zu wenige (sodass man sich wunderbar in die Welt der Zauberer und Muggel einfühlen kann).


One Hundred Days of Happiness – Fausto Brizzi

imageIm März gelesen, hielt ich es damals schon für ein Highlight des Jahres – und das ist es auch! Es ist so inspirierend über Lucio zu lesen. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, gegen den Krebs anzukämpfen. Lucio weiß, dass er kaum eine Chance hat. Stattdessen versucht er, mit seiner Familie – und sich selbst – ins Reine zu kommen. Ich denke, am Schluss will er vor allem auf sein Leben zurückblicken und das Gefühl haben, ein gutes Leben geführt zu haben. Und das ist das Inspirierende an diesem Buch, denn ich denke, dass ich dieses Gefühl auch gerne hätte.


The Red Notebook – Antoine Laurain

dsc_0653Ich habe in diesem Jahr Frankreich und seine Autoren für mich entdeckt und dieses Buch hat ganz entschieden dazu beigetragen. Es ist eine wunderbare Geschichte darüber, wie das Leben spielen kann. Es hat mich zu Tränen gerührt und zum Lachen gebracht – das gelingt nicht jedem Buch auf knapp 160 Seiten. Man kann sich so einfach mit Laurent und Laure identifizieren, denn sie sind einfach nur Menschen mit Fehlern, Problemen, Hoffnungen und Sehnsüchten, wie sie jedem von uns bekannt sein dürften.


The Letter – Kathryn Hughes

dsc_0654Im Rückblick ist es eines der aufwühlendsten Bücher dieses Jahres. Ich hatte immer wieder Tränen in den Augen. Es vereint so viele traurige Themen, ohne dass es dadurch überladen wirkt und ohne dass es hoffnungslos wird. Im Grunde ist es ein sehr lebensbejahendes Buch, das zeigt, dass man die Hoffnung niemals verlieren sollte. Und es liest sich so schön, dass ich es quasi inhaliert habe.


Roman eines Schicksallosen – Imre Kertész

dsc_0666Es fällt mir unglaublich schwer zu beschreiben, warum mich dieses Buch so sehr bewegt hat. Es spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, ist teils autobiographisch gefärbt. Vielleicht ist es die Tatsache, dass er durchgehend im Buch sehr naiv bleibt. Es ist, als würde man über ein Kind lesen – und das ist unendlich viel schwieriger, als über einen Erwachsenen zu lesen.


Auch sonst war einiges los in diesem buchigen Jahr. Ich habe an ein paar Challenges teilgenommen; die Goodreads-Challenge mit dem Ziel von 100 Büchern habe ich beendet, bei Märchenhaft durch 2016 bin ich immerhin über die Punktzahl gekommen, die man zu der Teilnahme an der Gewinnverlosung benötigt, allerdings hat auch die Challenge unter dem Beginn des Studiums gelitten. Bei der History und Englisch Lese-Challenge konnte ich sogar den Gewinn abstauben – und habe mich sehr darüber gefreut.

Für das nächste Jahr nehme ich auf jeden Fall an Daggis Buch-Challenge teil und ich werde mir vermutlich auch bei Goodreads wieder ein Ziel stecken. Aber das war’s dann auch mit buchigen Vorsätzen für das nächste Jahr!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir lesen uns dann in 2017 😄 (gut, ich hätte gerade fast 2016 getippt, aber das kommt wohl noch öfter vor 🙈

Gruß und Kuss,
eure Celina xxx

Die Sache mit dem Internet … 💻

Ihr Lieben,

ich will mich kurz aus der Versenkung melden. Der ein oder andere hat vermutlich gemerkt, dass bei mir in den letzten Wochen nichts los war. Selbstgewählt ist diese Funkstille nicht wirklich.

Zu Beginn des Monats bin ich umgezogen – in meine erste eigene Wohnung 🎉❤ Dementsprechend gab es davor in viel zu kurzer Zeit viel zu viel zu tun. Und seit dem Umzug habe ich kein WLAN mehr.

Mittlerweile juckt es mich schon in den Fingern, weil ich mich endlich wieder meinem Blog widmen will. Das wird aber wohl noch ein Weilchen auf sich warten lassen. 

Zugegebener Maßen bin ich nicht wirklich zum Lesen gekommen, aber es stehen noch ein, zwei Rezensionen aus. Was ich wohl nicht nachholen werde, ist der Lesemonat September. Zum einen finde ich es ziemlich doof, erst in der Mitte oder zum Ende des Monats den Rückblick des vorherigen Monats online gehen zu lassen. Ausschlaggebend ist aber auch, dass ich es in den letzten paar Wochen einfach nicht geschafft habe, mein Lesetagebuch zu führen und ich dementsprechend gar nicht genau weiß, was und wie viel ich gelesen habe. 

Ich habe aber die Hoffnung, in der nächsten Woche oder vielleicht an diesem Wochenende eine Rezension zu veröffentlichen. Außerdem will ich unbedingt noch von meiner Teilnahme an der Aktion #Wanderbuch berichten!

Liebe Grüße und bis hoffentlich bald,

Celina xx

Die etwas andere Rezension – Schwesternmord

Hallihallo ihr Lieben!

Heute habe ich eine etwas andere Rezension für euch. Da ich in den letzten Tagen wenig Zeit hatte und oft zu müde war, meinen Laptop auch nur aufzuschlagen, habe ich meine Rezension zu Schwesternmord von Tess Gerritsen handschriftlich verfasst und nun abfotografiert.
Ich hoffe, ihr könnt ihn gut lesen und Rechtschreibfehler, solltet ihr denn welche finden, dürft ihr behalten – zum ändern gehen die jetzt auch nicht mehr 😀

Liebe Grüße,
Celina xx

Eine Leseprobe (pdf) gibt es HIER

Website von Tess Gerritsen

Das Taschenbuch könnt ihr beispielsweise bei buecher.de kaufen.

Großbritannien

Alright everybody?

Dieser Beitrag hat nur so halb etwas mit Büchern zu tun, aber ich wollte es unbedingt mal loswerden.

Der ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, dass ich seit fast einem Jahr in Großbritannien als AuPair tätig bin. Und obwohl ich Gasteltern habe, die sich schon recht früh für einen Brexit ausgesprochen haben (ja, wir sind wieder bei dem leidigen Thema 😉 ), auch ihre Freunde sehr dafür waren und sind (bester Spruch in dem Zusammenhang: „Es sollten drei Dinge passieren: Großbritannien verlässt die EU, Boris Johnson wird britischer Premierminister und Trumpf amerikanischer Präsident“, O-Ton ein Freund meiner Gasteltern – ich sag da nur: „Kopfschuss“) und ich mich gerade bei solchen Sprüchen oft frage, in welch rassistischer und minderbemittelter Gruppe ich hier gelandet bin, hat mich das Ergebnis doch geschockt. Wenn man dann noch mitbekommt, welche Statements sich seitdem angehäuft haben, ob nun von UKIP-Leader Farage oder Wählern, die wohl wirklich erst nach dem Referendum gegooglet haben, um was es eigentlich geht, zweifele ich doch an diesem Land, mit dem mich spätestens seit dem Referendum eine Hassliebe verbindet – obwohl die Liebe bei mir überwiegt.

Die Sache ist nämlich die: ich liebe sehr viele Dinge an diesem Land. Ich liebe beispielsweise wunderschöne Landschaften, wunderbare Burgen, leckeren Tee, schöne (und kostenlose!) Museen, tolle Buchläden (hier haben sogar die großen Buchketten etwas richtig heimeliges) und teilweise sogar das Essen. Ich liebe auch den britischen Humor, habe einen neuen Lieblingscomedian für mich entdeckt, ebenso wie Terry Pratchett, viele nette Menschen kennengelernt und Erfahrungen gemacht, die ich um nichts in der Welt missen möchte. Ich bin in diesem Land über mich hinausgewachsen und werde Selbstständigkeit immer auch ein Stück weit mit Großbritannien verbinden. Außerdem kommen Autoren wie J. K. Rowling, Arthur Conan Doyle oder Agatha Christie und Musiker wie Adele oder Ellie Golding von hier. Es gibt also genügend Gründe, dieses Land zu lieben.

Aber ich habe auch ein ganz großes Problem mit Großbritannien, oder eher: den Briten – wobei die Engländer da echt die schlimmsten sind. Mein Problem sind die unglaubliche Arroganz und Selbstgefälligkeit der Briten. Meiner Meinung nach hat man die vor allem wieder in den Argumenten bemerkt, mit denen hier für den Brexit Werbung gemacht wurde – und mit denen auch meine Gastfamilie und deren Umkreis um sich geschmissen haben (obwohl ich deutlich machen möchte, dass diese ganz bestimmt nicht zur Elite des Landes gehören, weder finanziell noch wenn es um Intelligenz geht). Und obwohl mich dies nicht erst seit heute stört, gibt es doch einen Trigger für diesen Blogbeitrag: ein Buch.

Seit ein paar Tagen lese ich A Short History of England. Auf Twitter habe ich dazu schon einmal ein kleines Statement gepostet:

Mittlerweile habe ich weitergelesen und bin beim Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gelandet. Als der Autor, Simon Jenkins, die Hintergründe beschreibt und wie es dazu kam, gibt er auch diesen Satz von sich: „America was far better treated than Ireland.“ (S. 180). Vorher heißt es noch: „The protested Stamp Acts were imposed throughout the empire, as were other trade restrictions, while the colonists enjoyed their own assemblies and were for the most part autonomous“ (S. 180). Bin ich die Einzige, der da gewisse Parallelen auffallen?
Großbritannien genießt im Vergleich zu anderen EU-Staaten einige Vorteile, dennoch wollen die Briten diese verlassen – und nicht beispielsweise Frankreich oder Italien, die den „Briten-Rabatt“ zum größten Teil ausgleichen müssen. Hätten diese nicht viel mehr Grund, sich über ihre Mitgliedschaft in der EU aufzuregen? (Wen es interessiert: diesen SPIEGEL-Artikel zum Thema Ausgaben des UK für die EU finde ich sehr gut.)

Jetzt geht es mir hier nicht darum, mich über den Brexit aufzuregen. Er macht in meinen Augen nur etwas deutlich, das ich regelmäßig in Büchern von Briten über ihre eigene Geschichte merke: sie scheinen noch nicht wirklich darüber hinweggekommen zu sein, kein Empire mehr zu haben und nicht die gleiche Stellung als Weltmacht wie vor noch hundert Jahren innezuhaben.
Wo Simon Jenkins sich in dem Bücher sich darüber aufgeregt, dass Amerika es sich herausnimmt, sich vom Mutterland abzuspalten, machen die Briten nun das gleiche in der EU – obwohl man stark davon ausgehen darf, dass es hier eher nicht zu einem Krieg kommt und man auch erst sehen muss, wie das UK außerhalb der EU zurecht kommt.
Es ist ein Thema, das regelmäßig in historischen Büchern aufkommt, die von einem britischen Autor geschrieben wurde: diese (zumindest meistens) unterschwellige Verachtung gegenüber anderen Ländern. In gewisser Form bekomme ich das bei meiner Gastfamilie (ihr wisst schon: nicht besonders intelligent usw.) regelmäßig zu spüren. Sei es nun, dass man sich über meinen Akzent lustig macht, obwohl man es nicht einmal schafft, einen kompletten Satz in auch nur EINER Fremdsprache von sich zu geben (ich komme immerhin auf zwei Fremdsprachen), oder dass regelmäßig klar gestellt wird, dass Menschen in Kenia komplett eins an der Waffel haben, Beschneidung sowieso das Letzte ist was die Welt braucht und ein u in biscuit einzubauen auch zum wegschmeißen ist: mich nervt das mittlerweile nur noch. Ich bekomme oft das Gefühl, dass viele Briten dazu tendieren, rassistisch zu sein, wenn auch oft nur unterschwellig. Sie halten sich immer für etwas besseres und zeigen mir damit doch nur, dass sie die Vergangenheit nicht so wirklich ruhen lassen können.

Apropos Vergangenheit: darin, sich mit ihrer Vergangenheit zu rühmen, kommen den Briten wohl nur die Amerikaner gleich. Vielleicht stößt mich das so ab, weil ich aus einem Land komme, in dem zumindest die letzten hundert Jahre nicht unbedingt etwas sind, auf das man stolz sein kann und, wenn es um das Dritte Reich geht, auch auf keinen Fall stolz sein sollte. Die Briten scheinen einfach gerne zu vergessen, dass ihre Geschichte auch sehr unrühmliche Seiten bietet, Stichwort Sklavenhandel oder Imperialismus, und suhlen sich stattdessen im Glanz ihres vergangenen Empires und eines Churchills, der sich gegen die Nazis gestellt hat. Nicht falsch verstehen: ich finde Churchill toll und lese mit Freude Texte und Bücher sowohl über ihn als auch von ihm.

Aber dass Großbritannien sich weigert, auch auf die weniger schönen Seiten ihres Empires zu schauen und sich besonders in historischen Büchern gerne als allen anderen überlegen darstellen, stößt mir regelmäßig auf. Dieses Buch hat quasi nur das Fass zum Überlaufen gebracht und ich musste mir das mal von der Seele schreiben.

Um mit einem Zitat aus dem Buch zu enden:

England’s history […] must be the most consistently eventful of any nation on earth.
– Simon Jenkins, A Short History of England, S. 7

Ähm … ich bin mir da ja nicht so ganz sicher!

Liebe Grüße
Celina xx (der jetzt schon weniger Dampf aus den Ohren kommt)

Entschleunigung

Hallo ihr Lieben!

In den Zeitungen gibt es manchmal diese Artikel, die mit „In eigener Sache“ betitelt sind. Das hier wird so ein „Artikel in eigener Sache“.

Seit ein paar Monaten bin ich mittlerweile auch bei Twitter vertreten und bekomme mit, wie immer mal wieder ein(e) Buchblogger(in) eine Pause macht vom Bloggen. Da sind die unterschiedlichsten Gründe für diese Entscheidung mit dabei und bei vielen hört man heraus, dass Lesen und Bloggen zu einem „Muss“ wird. Bei mir ist das nicht der Fall und ich will mit diesem Beitrag auch keine Blogpause einläuten.
Nur haben mich die Diskussionen auf Twitter sowie Beiträge der „Betroffenen“ über mein Blog nachdenken lassen. Für mich wurde auf keinen Fall das Lesen zum Muss. Ich liebe es, zu lesen, ich trage auch immer noch ständig ein Buch mit mir herum und finde doch immer mal wieder eine Möglichkeit, ein paar Seiten zu lesen. Mir wurden aber im Lauf der letzten Woche die Aktionen zur Last. Ich habe mir selber den Druck gemacht, dass ich daran jetzt teilnehmen muss/sollte. Gleichzeitig hat es mich an meinem eigenen Blog genervt, dass es Wochen gab, in denen es sich teilweise nur mit Aktionen gefüllt hat und kein richtig Inhalt (aka Rezensionen) hinzukam.

Und dann bin ich auf die Leseprojekte von Kaffehaussitzer gestoßen. Damit hat er einer Idee, die schon länger in meinem Kopf herumgeistert, einen Namen gegeben. Uwe vom Blog Kaffeehaussitzer (dieses Blog ist übrigens richtig toll und wer es noch nicht kennt, sollte unbedingt mal vorbeischauen!) hat die Idee „Leseprojekt“ so erklärt:

Die Leseprojekte […] sind thematisch zusammengestellte Titellisten. Oft ergibt sich spontan oder durch aktuelle Zusammenhänge ein Thema, mit dem ich mich näher befassen möchte, und dann suche ich mir Literatur zusammen – die Anregungen stammen aus dem heimischen Buchregal, aus den Buchhandlungen meines Vertrauens, es sind Tipps befreundeter Literaturblogger und vieles mehr, egal ob Belletristik oder Sachbücher. Ein solches Leseprojekt dauert lange; viele Monate oder länger, es geht dabei vor allem um die inhaltliche Klammer, mit der die zusammengestellten Bücher in einen Kontext gestellt werden, um sich intensiver mit einem Thema auseinanderzusetzen.
Kaffeehaussitzer

Das hat in meinem Kopf den letzten Anstoß gegeben, um ein bisschen was an meinem Blog zu ändern. So wird die Seite Aktionen in den nächsten Tagen verschwinden und ich werde stattdessen eine Seite zu meinen Leseprojekten einrichten. In Zukunft werde ich Aktionen Aktionen sein lassen und mich mehr auf das konzentrieren, was mir wichtig ist: Rezensionen. Es wird zwei- bis dreimal pro Woche einen neuen Beitrag geben. Dieser Plan steht jetzt zumindest bis Ende September. Denn ab Oktober beginne ich mit meinem dualen Studium und dieses Blog wird dann erst einmal zurückstehen müssen. Denn letztendlich ist und bleibt es ein Hobby und hat auf keinen Fall Vorrang vor meinem Studium und Beruf.

Insgesamt wird es hier also um einiges entschleunigter zugehen – ehrlich gesagt freue ich mich darauf.

Liebe Grüße,
Celina xx

Das neue Jahr 🎆🎆

Hallo ihr Lieben!

Hoffentlich seit ihr gut im neuen Jahr angekommen, hattet schöne Weihnachtsfeiertage und habt ein paar tolle (Buch-)Geschenke bekommen.
Ich freue mich jedenfalls darauf, hier noch weitere gute und vielleicht auch nicht so gute Bücher zu rezensieren. Außerdem möchte ich den 35 supertollen Menschen danken, die diesem Blog folgen! Ich weiß, dass es Blogs mit tausenden von Followern gibt, aber ich hätte nie erwartet, dass es so viele Personen gibt, die sich für das interessieren, was ich hier von mir gebe 😉 – DANKE!

Liebe Grüße,
Celina xx