Rezension – Was du liebst, das halte fest

Als der Vater ihrer Tochter Mia sie sitzen lässt, braucht Laura dringend ein günstiges WG-Zimmer. Das kommt dem sympathischen Pianisten Anton gerade recht: er wurde von seiner Freundin verlassen und sucht nun Untermieter für das leer gewordene Zimmer in seiner Wohnung, daher nimmt er die beiden auf. Doch dann kommt es für Laura noch dicker: an ihrem Arbeitsplatz wird ein kompromittierendes Foto mit dem Fußball-Star Christian Bergmann geschossen, zudem runiniert sie das Hochzeitskleid ihrer Chefin und nun ist ihr Job in Gefahr. Kann Anton ihr noch einmal aus der Patsche helfen?

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Buchiger Rundumschlag I

Hallihallo ihr Lieben!

In den vergangenen zwei Monaten sind herzlich wenig Blogbeiträge hier erschienen. Das hatte ganz unterschiedliche Gründe, kann im Grunde aber auf drei Worte heruntergebrochen werden: Weihnachten, Krankheit, Klausuren. In der Zeit habe ich aber trotzdem Bücher gelesen und sogar einige neue Bücher. Hier, im ersten buchigen Rundumschlag, will ich euch kurz und knapp meine Meinung zu einigen dieser Bücher darstellen.

Leise rieselt das Glück
Wie man am Titel schon erkennen kann, handelt es sich bei diesem Buch von Debbie Macomber um einen Weihnachtsliebesroman.
Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Das größte Problem war für mich definitiv, dass Merry (seht ihr, was die Autorin hier gemacht hat?!) als eine Art Heilige dargestellt wird. In jedem Menschen sieht sie immer nur das Gute, sie opfert sich für ihre Familie auf. Selbst die Krankheiten von Mutter und Bruder scheinen nur dafür gemacht sein, Merry noch geplagter erscheinen zu lassen.
Hinzu kamen steife Dialoge und ein Protagonist der sich viel zu schnell wandelt.
Bewertung: 2 Sterne
Bildquelle: Randomhouse

Winterzauber in Nottinghill
Umso besser hat mir dieser Weihnachtsroman von Mandy Baggot gefallen. Das Buch hat in meinen Augen alles richtig gemacht. Trotz der potenziell sehr kitschigen Situation eines weihnachtlichen Londons ist das Buch nicht übermäßig kitschig, was mir gut gefällt. Es zeigt auch, dass Liebe nicht alles besser macht und Wunder oft selbstgemacht sind. Die Konflikte sind sehr lebensnah, oft Konflikte zwischen Verpflichtungen und Überzeugungen. Auch der Umgang mit behinderten Familienmitgliedern ist hier besser umgesetzt (zumindest aus meiner seeehr laienhaften Sicht bei diesem Thema).
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: Randomhouse

Leotas Garten
Fangen wir mit dem Positiven an: Francine Rivers Schreibstil ist toll. Ich habe gegen Ende geheult wie ein Schlosshund und auch ansonsten lies sich das Buch gut lesen.
Ich hatte das Buch aus der örtlichen Bücherei ausgeliehen, weil mich das Thema ansprach. Letztendlich wurde ich schwer enttäuscht. Denn dieses Buch ist sehr christlich – was mich zunächst nicht stören würde. Aber es ist christlich auf die eklig missionarische Art. Das Christentum ist natürlich die beste Religion und die Gesellschaft ist oft ganz furchtbar (A B T R E I B U N G E N!!!11! – nur als kleines Beispiel). Auch der tolle Schreibstil reißt da nicht mehr viel raus.
Bewertung: 2 Sterne
Bildquelle: Gerth Medien

Feminists Don’t Wear Pink And Other Lies
Die Essays in diesem Buch, herausgegeben von Scarlett Curtis, sind ganz perönliche Berichte über die Erfahrungen der Autorinnen mit Feminismus. Wie kamen sie zum Feminismus und warum brauchen wir auch heute Feminismus? Gibt es DEN Feminismus überhaupt? Beantwortet werden daneben noch viele andere Fragen, zudem bietet das Buch viele Denkanstöße. Daneben hat mir auch gut gefallen, dass die Beiträge von Frauen all around the globe kommen. Viele sind eher witzig geschrieben, einige mit sehr ernstem Hintergrund. Alles in allem ein toller Start ins Jahr 2019, zumindest in buchiger Hinsicht.
Bewertung: 5 goldene Sterne
deutscher Titel: The future is female! Was Frauen über Feminismus denken
Bildquelle: Penguin

Bats in the Belfry
Wieder ein Buch aus der Reihe British Library Crime Classics und wieder eines, das mir super gefallen hat. Die British Library legt in der Reihe Crime Classics Bücher aus dem goldenen Zeitalter des britischen Krimi (hauptsächlich aus den 20er- und 30er-Jahren) neu auf. Wie die anderen Bücher, die ich bereits gelesen habe, kommt auch dieses ganz ohne die blutigen Szenen aus, die man aus modernen Krimis oft kennt. Stattdessen auch hier wieder ein „Denker“-Krimi, mit Versteckspielen und einer überraschenden Lösung.
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: British Library

Tod im Herbst
Dieses Buch hat meine Mama mir geschenkt. Ich hatte vorher weder von der Autorin noch von ihrem Ermittler, Wachtmeister Guarnaccia, gehört. Da ich aber Donna Leons Brunetti liebe und dieses Buch von der Art her ähnlich wirkte, freute ich mich auf die Lektüre. Ich fand es super zu lesen. Auch Guarnaccia, der zurückhaltende, schweigsame Ermittler, war mir sympathisch. Alles in allem also ein schönes Buch, wenn es für mich auch nicht ganz an Commissario Brunetti heranreicht.
Bewertung: 4 Sterne
Bildquelle: Diogenes

Rezension – Applepie Stories

Lola Applepie ist beschwipst und fühlt sich am Tiefpunkt ihres Lebens, als sie im Rezeptbuch ihrer Großmutter ein Rezept für Fairy Cupcakes findet. Diese erfüllen einem jeden Wunsch. Lola hat nur einen Wunsch: sie will endlich ihren Traumprinzen treffen! Doch die Magie der Cupcakes hat auch ihre Tücken und so trifft Lola plötzlich auf gleich zwei Traumprinzen. Welcher meint es wirklich ernst mit ihr?

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Rezension – Das Weihnachtscafé in Manhattan

Das Candied Apple Café von Iona und ihren beiden Freundinnen erstrahlt in weihnachtlichem Glanz, als Iona den Geschäftsmann Mads Eriksson und dessen Tochter Sofia kennenlernt. Die beiden müssen das erste Weihnachtsfest ohne Gill, Mads Frau und Sofias Mutter verbringen, die im vorigen Jahr an Weihnachten verstarb. Doch vielleicht gelingt es Iona, ein bisschen Weihnachtszauber in das Leben der beiden zu bringen und Sofia auch den Glauben an Santa Claus zurückzugeben.

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Rezension – Irish Players #4

Der Rugbyspieler William Moore hatte bis vor kurzem ein wohlgehütetes Geheimnis, das aber nun an die Öffentlichkeit gelangt ist und in der Presse ausgeschlachtet wird. Um sich von dieser Angewohnheit abzuhalten und dadurch sein Image nicht weiter zu gefährden, benötigt er einen Mitbewohner. Die Studentin Josey Kavanagh kommt da gerade recht: sie ist nämlich dringend auf der Suche nach einer Wohnung. Er bietet ihr ein Zimmer an und bezahlt ihre Studiengebühren. Im Gegenzug achtet sie darauf, dass er nicht wieder alten Mustern verfällt. Doch von Anfang zeigt sich, dass die guten Vorsätze von beiden zum Scheitern verurteilt sind.

Vielen Dank an NetGalley.de und LYX für dieses Rezensionsexemplar!

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Rezension – Der neue Antisemitismus

Die Historikerin Deborah Lipstadt geht in Der neue Antisemitismus der Frage nach, wie Antisemitismus heute aussieht, wie und wo man ihm im Alltag begegnet und was man dagegen tun kann. Dabei beleuchtet sie die unterschiedlichsten Aspekte des „modernen“ Antisemitismus und erörtert auch, wie man mit Antisemiten und ihren Aussagen umgehen sollte.

Vielen Dank an NetGalley.de und den Berlin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

5 Gründe, warum man dieses Buch lesen sollte

Es beschreibt die Arten von Antisemiten – und warum sie alle gefährlich sind
Lipstadt zufolge kommt nur ein kleiner Teil antisemitischer Aussagen von Extremisten. Häufiger sind Stereotype so in der Gesellschaft verankert, dass Menschen sich entweder gar keine Gedanken darüber machen, was sie in ihren Aussagen reproduzieren oder sich keine Gedanken darüber machen, wie sich ihre Worte auswirken.
Das Problem an Extremisten ist, dass sich ihre Worte allzu oft in antisemitische Taten wandeln; das Problem mit allen anderen (im Buch z. B. „Salon-Antisemit“ genannt) ist, dass sie den Extremisten Futter liefern und es schwerer ist, gegen sie anzugehen.

Es macht die Aktualität und Relevanz des Themas deutlich
In jedem Kapitel des Buches nennt Lipstadt Beispiele, die ihre Meinung und Thesen unterstreichen. Es sind teilweise antisemitische Gewalttaten, teilweise Aussagen von Politikern, sie geht aber auch auf die Terroranschläge in Paris Anfang 2015 ein.
Was mich verblüfft und erschreckt hat, war, wie viel es tatsächlich zu nennen gibt. Lipstadt scheint einen unerschöpflichen Vorrat an Beispielen für antisemitische Taten und Worte.

Es macht deutlich, wie schwer es ist, dagegen anzukommen
Im Buch beschreibt Lipstadt, wie oft Kritik an Israels Politik in Antisemitismus umschlägt. Und wie schwer unter anderem genau diese Tatsache es macht, gegen antisemitische Aussagen vorzugehen. Denn wenn in diesem Zusammenhang Kritik am Antisemitismus geäußert wird, wird dies den Kritikern negativ als eine Verteidigung von Israels Politik ausgelegt. Ohnehin spielt wohl oft eine Täter-Opfer-Umkehr eine Rolle, was mich ehrlich gesagt einfach nur krank macht.

Es zeigt, dass Antisemitismus noch immer auf staatlicher und/oder politischer Ebene eine Rolle spielt
Vielleicht eines der erschreckendsten Erkenntnisse aus den vergangenen paar Jahren ebenso wie diesem Buch: es gibt noch immer (oder schon wieder?) Staaten, bei denen antisemitische Ansichten auf Staatsebene üblich und kein Problem sind. Das ist deshalb so erschreckend, weil im vergangenen Jahrhundert staatlicher Antisemitismus zu der Ermordung von sechs Millionen Menschen geführt hat.

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Martin Niemöller 1976

Es macht deutlich, dass niemand von uns wegschauen kann und darf
Immer wieder musste ich an dieses Zitat von Martin Niemöller denken. Denn auch das betont Lipstadt immer wieder: Wer kein Problem damit hat, Juden anzugreifen (zunächst einmal unabhängig davon, ob in Wort oder Tat), wird vor anderen Bevölkerungsgruppen nicht halt machen. Und derjenige wird auch vor der Demokratie nicht haltmachen. Daher muss sich jeder gegen Antisemitismus stark machen – und ebenso gegen jede andere Form von Diskriminierung.

Viele andere Punkte sorgen zusätzlich dafür, dass meiner Meinung nach jeder dieses Buch lesen sollte. Dazu trägt bei, dass es fundiert und logisch ist, sich durch den Aufbau als E-Mail-Austausch auch sehr gut lesen lässt.
Am Ende gibt es zudem eine Mail, die sich speziell an Juden, und eine Mail, die sich an Nicht-Juden richtet. Richtet sich der Rest des Buches an alle Leser, werden in diesen beiden letzten Mails Fragen beantwortet, die sich speziell jeweils die beiden Gruppen stellen.

Weitere interessante Filme und Artikel zum Thema Antisemitismus:
DW-Dokumentation (englisch): Antisemitism in Europe
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein Dossier zum Antisemitismus zusammengestellt. Neben  geschichtlichem Hintergrund und heutiger Situation, geht es auch darum, wie man ihm begegnet.
ZDF-Dokumentation: Wie antisemitisch ist Deutschland?
„New York Times“-Kommentar zum Antisemitismus als Mainstream-Meinung.
Beitrag im ARD-Panorama über Holocaust-Leugner in Deutschland.

Über Deborah Lipstadt:
Lipstadt wurde 1947 als mittleres von drei Kindern einer Kanadierin und eines Deutschen in New York City geboren. Sie machte ihren Abschluss in Amerikanischer Geschichte in New York, hatte aber auch einige Zeit in Jerusalem verbracht und erlebte dort den Sechstagekrieg. Sie machte ihren Master und promovierte in Jüdischer Geschichte. Sie widmet sich der Forschung zum Antisemitismus und Holocaust, dabei insbesondere auch der Holocaustleugnung.
Sie hat mehrere Bücher geschrieben; eines davon wurde 2016 als Verleugnung (Originaltitel Denial) verfilmt.
Quelle: Wikipedia

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Originaltitel: Antisemistism Here and Now | Übersetzer: Stephan Pauli
Hardcover: ISBN 978-3-8270-1340-8 | 24,00€
E-Book: ISBN 978-3-8270-7941-1 | 19,99€
304 Seiten | erschienen 2018

Verlagswebseite zum Buch

Bildquellen
Cover: Piper
Autorin: Wikipedia; Von International Committee of the Red Cross (ICRC) – Remembering the Shoah. 2/4 Presentations by Deborah Lipstadt and James Orbinski at 02:20, cropped, CC BY 3.0

Rezension – Sieben Tage und ein Jahr

Lucie hat sich geschworen, nie wieder in ihr Heimatdorf Strande zurückzukehren. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen daran. Doch als ihre Mutter einen Unfall hat und ihr Bruder sie um Hilfe bittet, macht sie sich schweren Herzens wieder auf den Weg dorthin.
Doch als die Probleme des familieneigenen Campingplatzes offenbar werden, wird aus dem geplanten Kurztrip ein monatelanger Aufenthalt. Und so muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und dem Mann, der verantwortlich für ihren Schmerz ist. Unerwartete Hilfe erhält sie dabei vom Dorfarzt Sven, der sie auf vielen Ebenen heilt.

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Rezension – Café Honeybee

Greta ist mit ihrem Leben nicht glücklich. Nachdem ihre Mutter starb, schmiss sie ihr Studium hin, um im Café ihrer Großmutter Pru auszuhelfen. Außerdem unterstützt sie ihre Schwester, die Depressionen hat, und muss sich mit ihrem Freund herumschlagen, der die bröckelnde Beziehung retten will. Als sie nach einem Autounfall im Krankenhaus aufwacht und sich an nichts mehr erinnern kann, ist das ihre Chance, einen Ausweg aus ihrer verzwickten Situation zu finden. Und sie fasst einen Plan, das angeschlagene Familiencafé Honeybee zu retten.

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Rezension – Der kleine Laden in Bloomsbury

Das Glück scheint endlich einmal auf Posy herabzuscheinen, als sie einen kleinen Buchladen in Bloomsbury erbt. Mit Feuereifer macht sich daran, diesen wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu soll auch beitragen, künftig nur noch Liebesromane mit Happy End zu verkaufen – schlechte Nachrichten gibt es ihrer Meinung nach genug.
Nur Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hält davon wenig. Und so muss sich Posy mit dem unverschämtesten Kerl Londons rumschlagen, der leider aber auch sehr attraktiv ist. Um ihren Frust über ihn loszuwerden, schreibt sie selbst einen Liebesroman – mit Sebastian als Held.

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Rezension – Das Glück der handgemachten Dinge

Die Weltenbummlerin Jule ist rastlos. Sie hat keinen Job und auch keinen Plan, was sie nun tun soll. Also ergreift sie die Chance, in das Schwarzwälder Heimatdorf ihrer Großmutter zurückzukehren. Dort übernimmt sie eine ehemalige Schankwirtschaft und will diese in ein Kreativ-Café umwandeln. Denn sie liebt es, selber Dinge herzustellen und möchte den Kreativen im Dorf einen Ort geben, um zusammenzukommen und sich zu entspannen. Doch nicht alle im Dorf sind von dieser Idee begeistert und so sieht sie sich einigen Widersachern gegenüber.

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