Talking Dirty – Zusammengefasst

Talking Dirty von Jackie Ashenden

#1: Talking Dirty with the CEO (Christie & Joseph)
#2: Talking Dirty with the Player (Judith & Caleb)
#3: Talking Dirty with the Boss (Marisa & Luke)

Nachdem ich bereits ein anderes Buch aus dem Entangeld-Verlag gelesen habe, wurde ich auf diese Reihe aufmerksam und besonders der Klappentext zum ersten Buch hat mir richtig gut gefallen (dafür HIER klicken). Ich hatte anhand des Titels ein Buch erwartet, das sich vornehmlich um Sex dreht. In der Hinsicht wurde ich enttäuscht (oder auch nicht?). Stattdessen hält man eine Liebesgeschichte in der Hand, die ein wenig aus der Rolle fällt. Kennt man es von anderen Liebesgeschichten doch so, dass die Frauen eine traumatische Vergangenheit haben und von den Männern gerettet werden müssen (die natürlich auch „Alpha“-Männer sind, wie es immer so schön heißt), sind es in diesen Büchern doch eher die Männer, die eine größere Last mit sich herumschleppen. Zwar müssen (und können) sie nicht gerettet werden, aber ich hab es doch einmal als nette Abwechslung empfunden.
Ich habe bewusst „eine Last“ gesagt, denn auch das gefällt mir an diesen Büchern gut: Keine der Protagonisten hat eine übermäßig traumatische Vergangenheit, die Vergewaltigungen, Entführungen, Ermordungen und was man sonst noch so kennt, beinhaltet. Auch damit fällt dieses Buch aus der Rolle, denn mittlerweile erscheint es mir oft so, dass die Mädels in den Büchern alle mal vergewaltigt wurden, um sich dann ihr Happy Ending zu verdienen. Das ist klar ein bisschen überspitzt dargestellt, aber warum kann ich keine Bücher finden, in denen zwei ganz normale Menschen, die ein ganz normales Leben führen und geführt haben, zueinander finden?
Eine kleine Sache hat mir doch widerfallen: diese Problemchen, welche die Männer haben, wurden in meinen Augen teilweise zu sehr hochgeschaukelt. Ich bin keine Expertin für diese Dinge (ich will hier ja nicht spoilern), aber manchmal fand ich die Darstellung durch die Autorin übertrieben.
Gut hat mir an diesen Büchern dafür gefallen, wie (und dass) sich die Gefühle zwischen den Pärchen jeweils entwickeln und man das als Leser bemerkt. Sie lassen sich nicht einfach Hals über Kopf in eine Beziehung ein, sondern lernen sich kennen. Und dieses Kennenlernen wird von der Autorin auf so schöne Weise dargelegt, dass ich die Bücher kaum aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durchgelesen habe.

Für mehr Infos: Jackie Ashendens Website
Bildquelle: Entangeld

PS: Irgendwelche Tipps, was Liebesromane mit zwei ganz normalen Personen ohne traumatischen Hintergrund angeht?

The Sons of Templar MC – Zusammengefasst

The Sons of Templar MC von Anne Malcom

#1: Making the Cut (Gwen & Cade)
#2: Firestorm (Amy & Brock)
#2.5: Outside the Lines (Macy & Hansen)
#3: Out of the Ashes (Mia & Bull)
#4: Beyond the Horizon (Lily & Asher)

Bei Kaddesschmöker habe ich eine wunderbare Rezension zu einem anderen Motorclub-Buch gelesen (HIER) und damit hatte mich ein Motorclub-Fieber gepackt. Auf Amazon bin ich auf diese Reihe aufmerksam geworden und Making the Cut hat mir so gut gefallen, dass ich im Laufe der letzten Wochen alle Bücher gekauft habe.
In meinen Augen gelingt es Anne Malcom herausragend, die Entwicklung der Gefühle darzustellen. So merkt man, wie sich nach und nach das Vertrauen zwischen den Protagonisten aufbaut und sie sich aufeinander einlassen. Dabei wandelt sich nie der Charakter von Grund auf. Die Biker bleiben nun mal Biker – aber sie lassen ihre Frauen hinter die harte Schale sehen.
Überhaupt sind die Charaktere toll: starke Frauen und Männer, die gerne zoffen, sich durchzusetzen wissen, aber doch auch mal nachgeben. An den Männern hat mir besonders der ausgeprägte Beschützerinstinkt gefallen. Der sorgt zwar immer wieder zu wütenden Partnerinnen, aber der hatte nun mal was 😉 Durchgehend ist der Autorin auch gelungen, wirklich einzigartige Personen zu schaffen. Zwar ähneln sich Männer und Frauen der Bücher in manchen Dingen, aber alles in allem sind sie doch einzigartig. Absoluter Pluspunkt: das merkt man oft sogar am Schreibstil der Autorin, der sich meiner Meinung nach in manchen Dingen in den einzelnen Büchern unterscheidet.
Hinzu kommt ein Sarkasmus und Witz, der mir teilweise die Tränen in die Augen getrieben hat vor Lachen. Die Schlagabtausche, welche sich die Paare liefern sind einfach zum darniederknien – besonders gelungen meiner Meinung nach bei Amy und Brock.
Ich beanspruche nicht für mich, Expertin für Motorclubs zu sein. Ehrlich gesagt bin ich vor den zwei Biker-Serien noch gar nie in Kontakt damit gekommen. Aber für mich war alles verständlich (nicht nur auf die Sprache bezogen) und in meinen Augen war es auch sehr realistisch. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in irgendeinem Städtle in Amerika solche Biker ihre Runden drehen.

Mit dieser Reihe hält man ein Juwel unter den Indie-Büchern in den Händen. Toll geschrieben, glaubwürdige Handlung und durch eine gehörige Portion Waffen, Blut und Witz auch nie langweilig!

Zu Beyond the Horizon gibt es auf LovelyBooks eine Rezension von mir: HIER klicken.

Mehr Informationen (auch wo man die Bücher erhalten kann) auf der Website der Autorin: Anne Malcom

PS: Gerade habe ich festgestellt, dass Kaddesschmöker auch zu Making the Cut eine Rezension hat – sehr lesenswert. Dafür HIER klicken.

Die kleinen Momente – Kurz gefasst

Quelle: Forever
Quelle: Forever

Die kleinen Momente | Miriam Steyer | Forever | erschienen 2015
ISBN 978-3-95818-046-8 | 2.99€
Leseprobe

Über Miriam Steyer:
Miriam Steyer wurde im Jahr 2000 geboren und lebt in Heppenheim, wo sie das Gymnasium besucht. Die kleinen Momente ist ihr erster Roman. Solange sie mehr Ideen hat, möchte sie weiterschreiben, da es ihr so viel Freude bereitet.
Quelle: Die kleinen Momente

Eines Tages fällt Henri Dupont in dem kleinen Pariser Fotogeschäft “Les petits moments” – “Die kleinen Momente” ein Foto in die Hände, das im Automaten vergessen wurde. Er verliebt sich sofort in die hübsche Frau mit den dunklen Haaren und dem bezaubernden Lächeln. Henri behält das Foto und macht sich mithilfe von Freunden, Nachbarn und Fremden quer durch Paris auf die Suche nach der schönen Unbekannten. Und wie durch ein Wunder findet er sie – doch ist da vielleicht schon alles zu spät?

Bei NetGalley bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden – insbesondere auf den Klappentext, der mich sehr angesprochen hat. Daher habe ich ehrlich gesagt wenig auf den Bravo Girl!-Aufdruck geachtet, der auf dem Cover zu sehen ist. Allerdings kann man sich anhand dessen fast schon denken, was einen erwartet und bekommt, in diesem Fall, auch ganz genau, was man erwartet.
Die Idee finde ich super. Allerdings merkt man während des Lesens eigentlich immer, dass dieses Buch ein Debüt ist und zudem von einem recht jungen Menschen stammt. Rechtschreibfehler gab es zwar keine, aber die Sprache war recht einfach gehalten. Außerdem ging es mir teilweise zu schnell und wurde auch ein wenig zu kitschig. Dieses kleine Büchlein ist einfach sehr vorhersehbar und wird, meiner Meinung nach, zu stark von Zufällen bestimmt.
Man hätte aus der ursprünglichen Idee so viel mehr machen können und ich hatte auch einiges mehr erwartet – selbst dann noch, als ich endlich auf den Bravo Girl!-Aufdruck geachtet habe. So wurden meine Erwartungen enttäuscht. Zugute halten muss man dem Buch allerdings, dass es mich dennoch für ein paar Stunden unterhalten hat und mit kleinen Schätzen aufwarten konnte, wenn es um Paris in der Weihnachtszeit ging.

3Sterne


Vielen Dank an NetGalley.de und Forever für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars!

Rockstars küsst man nicht – Kurz gefasst

Quelle: Egmont LYX
Quelle: Egmont LYX

Rockstars küsst man nicht | Kylie Scott | Egmont LYX | erschienen 2016
ISBN 978-3-7363-0150-4 | 9.99€ (Taschenbuch)
Leseprobe

 

Klappentext:
Schwanger! Und das ausgerechnet von Ben Nicholson, dem Bassisten der erfolgreichsten Rockband der Welt! Lizzy Rollins kann es nicht fassen. Schon lange hegt sie tiefe Gefühle für den attraktiven Rockstar, aber sie weiß, dass Ben keine feste Beziehung sucht. Ihre gemeinsame Nacht in Las Vegas war für ihn nur ein One-Night-Stand, nichts weiter. Nur gibt es da nun eine neue, viel tiefere Verbindung zwischen ihnen. Doch ist diese stark genug, Bens Mauern zu durchbrechen?
Quelle: Egmont LYX

Auf den vierten Teil der Rockstars-Reihe von Kylie Scott habe ich sehnsüchtig gewartet. Die vorherigen Teile um die Band Stage Dive waren alle lustig und lesenswert. Dieser Teil konnte meine Erwartungen aber – leider – nicht erfüllen.
Zum einen hatte ich oft das Gefühl, als wäre die Geschichte noch „unfertig“. Als hätte einfach unbedingt noch dieser vierte Teil um Ben und Lizzy geschrieben werden müssen – und als hätte es die Autorin eilig damit gehabt. Das hat dafür gesorgt, dass mir auch die Charaktere teilweise noch ein wenig unausgereift wirkten. Da es aus der Ich-Perspektive von Lizzy geschrieben ist, kann natürlich kein genauer Einblick in Bens Gefühlleben gegeben werden. Aber in den vorherigen Bänden ist es der Autorin dennoch immer gelungen ein schlüssiges und interessantes Bild der männlichen Hauptperson zu zeichnen. Ben allerdings wirkt, auch im Nachhineinn oft einfach nur platt.
Und so humorvoll die vorherigen Bände waren, wirkte dieses oft gezwungen lustig. Als hätte Scott versucht, an die ersten drei Geschichten anzuknüpfen und es wäre ihr nicht so recht gelungen.
Außerdem gab es zwischen Ben und Lizzy ein ständiges Hin und Her, das mir irgendwann einfach nur noch auf die Nerven ging.
Allerdings ist es auch in diesem Buch wieder wunderbar gelungen, die Entwicklung der Gefühle darzustellen. Das war richtig gut und hat mir nicht das Gefühl vermittelt, dass die Zwei sich einfach Hals über Kopf ineinander verlieben und die Schwangerschaft dann den Rest erledigt – salopp ausgedrückt.

3Sterne

Engelsmacht – Kurz gefasst

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Quelle: Egmont LYX

Engelsmacht | Nalini Singh | Egmont LYX | erschienen 2016
ISBN 978-3802596407 | 9.99€ (Taschenbuch)/8.99€ (Kindle-Edition)
Leseprobe

Klappentext:
Naasir sehnt sich nach einer Gefährtin, einer Frau, die ihn so liebt, wie er ist: wild und ungezähmt. Von Raphael, dem Erzengel von New York, erhält er einen Auftrag: Naasir soll die Gelehrte Andromeda bei ihrer Suche nach Alexander, einem der Uralten, unterstützen und sie beschützen. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist Naasir hingerissen von dem Engel, doch Andromeda hat ein Keuschheitsgelübde abgelegt, das sie nur unter einer Bedingung brechen wird. Bevor Naasir ihr Geheimnis ergründen kann, wird die Gelehrte entführt …
Quelle: Egmont LYX

In diesem Buch ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Gefühlswelt eines Wesen, das selbst in einer Welt voller Engel und Vampire einem Mythos gleichkommt, zu beschreiben. Sie hat Naasirs Vielschichtigkeit so dargestellt, dass man sich wirklich in ihn hineinfühlen konnte und – vielleicht die größere Herausforderung – dass seine verschiedenen Seiten sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen, ohne dabei widersprüchlich zu wirken und das, obwohl diese Seiten teilweise doch sehr widersprüchlich sind.
Andromeda ist eine Frau ganz nach meinem Geschmack: intelligent, gebildet, wissensdurstig und dennoch auch kämpferisch und willensstark. Ich konnte mich sehr schnell in sie einfühlen und habe mit ihr gelitten.
Weniger gefallen hat mir, dass das Buch stellenweise sehr vorhersehbar war. Dass das Ende klar ist, kann man sich ja fast schon denken, aber auch manche der Entwicklungen während der Handlung waren absehbar.

4Sterne

Rettung der Highlanderin

Rettung_der_HighlanderinRettung der Highlanderin | Laurin Wittig | AmazonCrossing | erschienen 2013
ISBN 978-1477805251 | 0,99€ (Kindle-Edition)/9.99€ (Taschenbuch)
Leseprobe

Über Laurin Wittig:
Wittig war im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal bei einer schottischen Clan-Zusammenkunft dabei, wenn auch in den USA. Seitdem ist sie fasziniert von Schottland. Sie studierte allerdings zunächst Anthropologie und später International Health, danach arbeitete sie einige Jahre in der Computerindustrie. Ihr erstes Buch schrieb sie nachdem sie ihre Karriere aufgegeben hatte, um für ihre Kinder zu sorgen, der sofort ein großer Erfolg in Amerika wurde.
Sie lebt mit ihrem Mann, den beiden Kindern und einem Hund im US-Bundesstaat Virginia.
Quelle: Website der Autorin

Der Schotte Tayg Munro kehrt als Held aus dem Kampf gegen die Engländer heim. Doch bevor er die Nachfolge seines Vaters als Chief antreten kann, soll er heiraten. Um den Heiratsplänen seiner Mutter zu entgehen, meldet er sich freiwillig für eine Mission für den König. Doch durch diese wird er nicht nur in Intrigen gegen den König verstrickt, sondern auch in eine ungewollte Leidenschaft, als er eine fast bewusstlose Schönheit in der schottischen Kälte findet.

Um mit meiner Challenge Märchenhaft durch 2016 voranzukommen, habe ich mir dieses Buch ausgeliehen (außerdem muss man ja sein Kindle Unlimited ausnutzen 😉 ) Allerdings muss ich sagen, dass dies eines der Kindle Unlimited Bücher ist, die mir weniger gefallen. Dafür gibt es einige Gründe.
Zum einen wurde ich mit der weiblichen Hauptperson Catriona überhaupt nicht warm. Von Anfang an fand ich ihre Handlungen unschlüssig (davon weicht nur die Tatsache ab, dass sie keine arrangierte Ehe eingehen will) und oft einfach nur nervig. Ihre Einstellung gegenüber dem Leben im Allgemeinen und Männern im Besonderen war oft unerträglich und das hat sich im Laufe der Geschichte nicht gebessert. Auch ihr Verhalten gegenüber Tayg war merkwürdig. In der einen Minute hasst sie ihn und in der nächsten wirft sie sich ihm an den Hals.
Tayg hat mir da schon besser gefallen. Bei ihm entwickeln sich die Gefühle im Laufe der Geschichte und besonders sympathisch war er mir darin, dass er seine Reisegefährtin zu Beginn mindestens genauso wenig leiden kann wie der Leser.
Auch an der Handlung haben mir zwei Punkte nicht gefallen. Zum einen fand ich es oft historisch recht ungenau. Ich habe gegenüber historischen Liebesromanen niedrige Erwartungen was die historische Authentizität angeht; aber hier war es schon nahezu lachhaft, wie unglaubwürdig ich es fand. In meinen Augen ist es fast unangemessen „historisch“ zu diesem Buch zu sagen. Weniger sachlich ist die Tatsache, dass die Handlung unglaublich kitschig war. Bücher sollten in meinen Augen nicht zum Fremdschämen kitschig sein – doch das ist der Autorin hier gut gelungen.

Zwei Sterne dafür, dass Tayg die ganze Geschichte doch gerettet hat und mir außerdem die Darstellung der raubeinigen Schotten gut gefallen hat. Auch die zotigen Witze, die hin und wieder unter den Männern gerissen wurden, haben mich zum Lachen gebracht.

2Sterne

Eine Frage der Entscheidung

Eine_Frage_der_EntscheidungEine Frage der Entscheidung | Laura Landon | AmazonCrossing | erschienen 2015
ISBN 978-1-503-95472-4 | 9.99€ (Taschenbuch)/4.99€ (Kindle-Edition)
Leseprobe

Über Laura Landon:
Landon arbeitete zehn Jahre lang als Lehrerin an einer Highschool, bevor sie ihr eigenes Eiscafé betrieb. Dieses gab sie jedoch auf, nachdem ihr erster Roman fertig war, und widmet sich seitdem ausschließlich dem Schreiben. Mittlerweile hat sie einige historische Romane veröffentlicht; vier davon sind auf deutsch erschienen.
Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im mittleren Westen der USA.

Lady Allinson Townsend will um jeden Preis verhindern, in einer Ehe wie die ihrer Schwestern zu stecken – deren Ehemänner sind untreu und machen ihre Frauen zum Gespött der feinen Londoner Gesellschaft. Als sie dennoch gezwungen ist zu heiraten, stellt sie ihrem Bräutigam, dem Marquess of Montfort, der als Schürzenjäger bekannt ist, eine Bedingung: wenn Joshua sie betrügt, erhält sie sein ganzes Vermögen. Verzweifelt willigt er ein. Keiner von beiden ist allerdings auf den Widerstand vorbereitet, der ihrer Verbindung entgegen schlägt – oder darauf, sich zu verlieben …

Nach Intimer Betrug ist dies mein zweites Buch von Laura Landon, ebenfalls ein historischer Liebesroman aus viktorianischer Zeit; dieser hat mir allerdings weniger gut gefallen.
Zum einen war er mir eindeutig zu kitschig. Ständig schmilzt irgendwer dahin und die Sprache kann man wirklich nur als schnulzig bezeichnen. Das hat mich ja teilweise schon bei Intimer Betrug gestört, aber hier ist es noch weiter ausgeartet.
Außerdem haben mir auch die Charaktere weniger gefallen. Mit Allison bin ich nicht richtig warm geworden, da sie mir zu sehr Moralapostel-mäßig unterwegs war und zudem ein wenig zu fehlerlos, auch was die Vergangenheit angeht. Außerdem finde ich es oft scheinheilig, dass sie dem unverheirateten Joshua vorwirft, Spaß zu haben. Ob er es damit übertreibt, bleibt die Frage, aber allein die Tatsache, dass sie es nur ihm vorwirft und nicht seinen weiblichen Gespielinnen, fand ich übertrieben.
Joshua an sich gefiel mir recht gut, allerdings fand ich bei ihm diesen Umschwung vom größten Schürzenjäger Londons hin zum unsterblich verliebten Ehegatten ein wenig zu schnell.
Dieses Buch ist früher erschienen; gut möglich also, dass Laura Landon sich einfach verbessert hat, was die Charakterentwicklung angeht.
Davon einmal abgesehen ist auch dieses Buch wieder gut zu lesen, ohne dass man Hintergrundwissen über die damalige Zeit benötigt.

Auch dieses Buch also wieder eine nette Lektüre für zwischendurch, allerdings weniger zu empfehlen als Intimer Betrug.

„Besser ein lebendiger Feigling als ein toter Narr.“
– Lady Allinson Townsend

3Sterne

Bound by Honor

Bound_by_HonorBound by Honor | Cora Reilly | Selbstverlag | erschienen 2014
£0,- (Kindle-Edition)/£7.86 (Paperback)
Leseprobe

Über Cora Reilly:
Reilly schreibt erotische Romanzen und New Adult-Roman. Neben Büchern liebt sie Wein und gutes vegetarisches Essen. Sie lebt mit ihrem Mann und einigen Haustieren zusammen.
Bound by Honor ist das erste Buch ihrer Born in Blood Mafia Chronicles-Reihe.

Aria wird in die führende Mafia-Familie Chicagos geboren und erfährt im Alter von fünfzehn Jahren, dass sie Luca Vitiello heiraten soll, den ältesten Sohn des Kopfes des New Yorker Kartells. Sie fürchtet sich davor, einen Mann zu heiraten, den sie kaum kennt – und noch mehr davor, genau DIESEN Mann zu heiraten. Aber die Alternative zu der Ehe mit Luca ist, wegzurennen und ihre Familie, insbesondere ihre Geschwister, zurückzulassen. So entschließt sie sich, die Hochzeit und Ehe durchzuziehen.

Von dem Buch habe ich zum ersten Mal bei Kaddesschmöker gehört und ihre Rezension hat mich neugierig macht. Da man zu kostenlosen Büchern nie nein sagt, habe ich es mir gekauft und direkt gelesen. Sie hat auf jeden Fall recht, dass man eher selten Mafia-Liebesgeschichten liest.
Mir hat das Buch insgesamt recht gut gefallen. Aria hat mir gut gefallen,aber sie hat es ein bisschen übertrieben damit, sich vor ihrem Ehemann zu ängstigen. Er hat ihr in der ganzen Geschichte nichts getan (mal abgesehen von der Hochzeitssache 😉 ) und dennoch ängstigt sie sich vor ihm zu Tode. Das hätte man in meinen Augen abkürzen können.
Und Luca schwankt mir ein bisschen zu schnell um zwischen „Mafioso ohne Skrupel“ und „I love you ever after“.
Davon einmal abgesehen war das Buch schnell und gut zu lesen. Ich hatte keine Probleme mit dem englisch, besonders da gefühlt in jedem Satz von Luca das Wort „Fucking“ auftaucht. Allzu schwierig ist es also wirklich nicht 😉
Die Handlung war in meinen Augen nachvollziehbar und gut geschrieben. Auch wenn mir Arias Verhalten stellenweise auf die Nerven ging, konnte man sich gut in sie einfühlen. Und die Liebesszenen (egal ob mit oder ohne Sex), waren schön geschrieben und nicht kitschig, was mir immer gut gefällt.

Insgesamt empfehlenswert als Lektüre für zwischendurch. Allerdings erfährt man nicht wirklich etwas über die Vorgänge in der Mafia und sollte auch nicht mit dieser Erwartung an das Buch gehen.

„Being born into our world means being born with blood on your hands. With every breath we take sin is engraved deeper into our skin.“
– Aria Vitiello

4Sterne

Das Herz des Herzogs

Das_Herz_des_HerzogsDas Herz des Herzogs | Christi Caldwell | AmazonCrossing | erschienen 2015
ISBN 9-781-477-84976-7 | 9.99€ (Taschenbuch)/4.99€ (Kindle-Edition)
Leseprobe

Über Christi Caldwell:
Caldwell entdeckte ihre Liebe zu historischen Liebesromanen während ihrer Zeit an der Universität von Conneticut. Dort beschloss sie, selbst Geschichten zu schreiben und ihren Helden und Heldinnen nach ein wenig Leiden ein Happy End zu gönnen.
Sie lebt in Conneticut und verbringt ihre Zeit entweder mit Schreiben, oder damit sich um ihre drei Kinder zu kümmern.
Quelle: Amazon

Jasper, Duke of Bainbridge, hat sich nach dem Tod seiner Frau im Kindbett aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen. Dennoch lässt er sich von seinem Freund überreden, den Frostjahrmarkt in London zu besuchen. Dort rettet er Lady Katherine Adamson das Leben, die durch das Eis auf der Themse gebrochen ist und unterzugehen droht.
Katherine hat von ihrer Schwester ein Amulett geschenkt bekommen: es soll ihr helfen, das Herz eines Herzogs zu erobern. Kurze Zeit nach der ersten Begegnung macht Katherine dem Duke of Bainbridge einen Antrag, um so einer arrangierten Ehe zu entgehen. Doch schlägt dieses rein geschäftliche Angebot schnell in mehr um, als Katherine sich in ihren Ehemann verliebt – und er sich zwischen seiner ersten und seiner zweiten Ehefrau entscheiden muss.

Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch mit einem solch grimmigen Charakter gelesen! Jasper gibt sich wirklich alle Mühe, sich unbeliebt zu machen und vor allem nie wieder einen anderen Menschen in sein Leben zu lassen. Vielleicht das größte Wunder im ganzen Buch ist die Tatsache, dass er tatsächlich auf den Frostjahrmarkt geht! Und, dass er einem mit der Zeit doch ans Herz wächst; mit seiner Brummigkeit und seinem immer mal wieder aufblitzenden Humor.
Um einiges zugänglicher ist da schon Lady Katherine, die eine Freundlichkeit ausstrahlt, die in krassem Gegensatz zu Jaspers Ablehnung steht. Und wenn ich ehrlich bin: sie wurde mir schon dadurch sympathisch, dass sie zum einkaufen in die Stadt fährt – und dann doch nur in den Buchladen geht (irgendwoher kennen wir das doch …).
Wie die beiden zusammenfinden hat etwas für sich. Und obwohl es in gewissem Sinne natürlich genau die historical romance war, die ich erwartet hatte und auch schon einige Male gelesen habe, ist es doch irgendwie anders. Zum einen ist es meinen Augen gelungen, mit Katherine einen starken weiblichen Charakter zu schreiben, der genau weiß, was er will und sein Schicksal selbst in die Hand nimmt – aber dennoch nicht aus der Rolle (oder in diesem Fall: der Zeit) fällt.
Caldwell ist es außerdem gelungen, nicht ins Kitschige abzurutschen. Oft schleicht sich ein Funken Humor in die Unterhaltungen, der einen zum Lachen bringt. So wurde es mir nicht zu schnulzig.

Insgesamt ist es eine leichte Lektüre für zwischendurch und besser als erwartet!

Wie er so auf dem gefrorenen Weg […] stand, inmitten dem immer stärker werdenden Schneefall, während der beißende Wind ihn umtoste, kam Jasper zu einer höchst unerwünschten, unwillkommenen, schwindelerregenden Erkenntnis.
Er wollte Lady Katherine küssen.
– Jasper, Duke of Bainbridge

4Sterne

Ein Surfer zum Verlieben

Ein_Surfer_zum_VerliebenEin Surfer zum Verlieben | Violet Truelove | Selbstverlag | erschienen 2014
ISBN 9781505386523 | 10.99€
Leseprobe

Über Violet Truelove:
Violte Truelove ist ein Pseudonym der Autorin Viola Plötz. Sie wurde 1979 geboren, studierte Kommunikationsdesign und wurde danach selbständige Hochzeitsfotografin und Designerin. 2014 erfüllte sie sich mit Ein Surfer zum Verlieben ihren Traum vom eigenen Roman, dem noch vier Bücher unter dem Pseudonym Violet Truelove folgten. Als Ava Innings schrieb sie zudem die Waves of Love-Reihe.
Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern im Taunus.

Die Bestsellerautorin Lindsay Lovejoy hat sich gerade ihren Traum vom eigenen Haus auf Hawaii erfüllt – nach dem Erfolg ihres vierten Romans kann sie sich das auch leisten! In ihrer neuen Heimat läuft sie ausgerecht in Warden Palmer, attraktiver Surfstar und Lindsays Schwarm aus Jugendzeit. Dieser ist wenig amused, als er erfährt, dass er Vorbild für eine ihrer berühmten Romanfiguren ist (die sie auch noch Palmer Warden genannt hat – Zweifel an der Patenschaft gibt es also keine). Lindsays größtes Problem: Wie soll sie ihm die expliziten Sexszenen in ihrem Buch erklären? Und so wenig Palmer von eben diesen begeistert ist, muss er sich notgedrungen damit abgeben, insbesondere, da eine angebliche Affäre zwischen den beiden für gute Publicity sorgt. Genau die kann er gerade dringend brauchen, denn seine Freundin hat ihn verlassen und auch sein Hauptsponsor ist abgesprungen.

Über dieses Buch habe ich eine Rezension auf einem anderen Blog gelesen (und ich weiß einfach nicht mehr, wo :/ ) und das hat sich echt gut angehört. Ich finde auch die Idee toll: Ich hätte keine Ahnung, wie ich solche Sexszenen erklären sollte 😀
Und im Großen und Ganzen muss man sagen, dass ich keinen Fehlgriff gelandet habe. Die Charaktere sind glaubwürdig und sympathisch, wenn auch manchmal ein wenig rüpelhaft, und auch das ganze Drumherum hat mir gut gefallen. Ich stecke nicht in einem Autoren-Leben, aber ich hatte das Gefühl, dass die Arbeit, die hinter einem Roman-Projekt steckt, sehr wahrheitsgetreu wiedergegeben wurde. Man hat gemerkt, dass es wirklich viel Arbeit ist, vom Schreiben zu Leben, und eben nicht „nur so Geschreibsel nebenher“. Auch das Surf(er)-Vokabular wurde immer mal wieder eingebaut – mehr hätte es allerdings nicht sein dürfen, da es sonst für einen Laien wie mich eher genervt hätte.
Auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm und in meinen Augen absolut angemessen. Nichts „hochliterarisches“, aber das hatte ich auch nicht erwartet und in diesem Fall auch nur als unpassend empfunden. Dennoch ist die Sprache auch nicht zu einfach, um mich zu nerven.
Es gab allerdings zwei Punkte, die mich beim Schreiben ein wenig gestört haben. Zum einen entwickelt sich die Beziehung zwischen Lindsay und Warden nach meinem Befinden ab einem gewissen Punkt zu schnell. Im einen Moment ist er noch wütend auf sie wegen des Romans, sie findet ihn viel zu unhöflich und rüpelhaft und im nächsten Moment flirten sie miteinander. Das ging mir ein wenig zu schnell.
Zum anderen fand ich es irritierend, dass mir die Geschichte von Lindsays Vergangenheit hingeklatscht wurde, ohne dass diese irgendeine Rolle für die Beziehung der beiden gespielt hätte. Meiner Meinung nach hätte man sie entweder mehr einbauen müssen, wenn man sie schon erwähnt, oder ganz rauslassen sollen.

Ansonsten hat dieses Buch aber genau erfüllt, was ich erwartet habe und war schön zu lesen. Eben diese „Nicht-Nachdenken“-Lektüre, die man manchmal braucht.

Eine Veränderung kam von einem selbst, sie kam von innen heraus – ebenso wie Glück.
– Lindsay Lovejoy

4Sterne