Rezension – Rockin‘ Midnight #3

Rockin_Midnight3Rockin‘ Midnight – Flaming Heat | Stefanie D. Murphy | Selbstverlag | erschienen 2016
Taschenbuch: ISBN 978-1536890440 | 9.90€
Leseprobe

Die Reporterin Sabrina kann ihr Glück kaum fassen, dass sie die Band Cursed Tears für ein Jahr begleiten darf. Schnell stellt sie fest, dass es doch ein Problem geben könnte, denn zwischen ihr und Drummer Derek fliegen die Funken. Dennoch traut sich keiner der beiden, ihre Gefühle zuzugeben. Sabrina hat immer noch nicht wirklich mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen und Derek kann seine Schüchternheit nicht überwinden. Doch wofür hat man schon Freunde …?

In einem kleinen Anfall von Liebesgeschichten-Hunger habe ich mir dieses Buch zugelegt. Obwohl es Band 3 der Reihe ist, kann man es problemlos lesen, ohne die vorherigen Teile zu kennen.
So ganz überzeugen konnte es mich aber nicht. Das wohl größte Problem war, dass mir die Charaktere nicht gefallen haben. Dereks und Sabrinas Verhalten fand ich im besten Falle irritierend, größtenteils aber eher unverständlich. Bei Derek hat mich auch sehr gestört, dass es im Buch – und Klappentext – ständig heißt, er wäre furchtbar schüchtern – aber mir kam er so gar nicht schüchtern vor.
Auch die Probleme, die ihrer Beziehung im Wege stehen – oder Dinge, aus denen sie ein Problem machen – erschienen mir sehr aus den Fingern gezogen. Das man sich Gedanken über die Beziehung macht, ist selbstverständlich. Aber wie diese Gedanken aufgeblasen werden und plötzlich zum Problem werden ohne guten Grund, das war nicht mehr lustig.
Auch wurde meiner Meinung nach zu wenig auf die Umwelt eingegangen. Obwohl Cursed Tears anscheinend eine international erfolgreiche Band sind, scheinen Paparazzi überhaupt kein Problem zu sein und von Fans werden die Jungs auch nicht belagert. Sabrina macht sich ebenfalls keinerlei Gedanken über die Tatsache, dass sie von nun an im Rampenlicht stehen wird.
Toll fand ich aber zwei Dinge. Zum einen waren die Nebenpersonen richtig gut, besonders Tommy und Tess haben es mir angetan. Es hat Spaß gemacht über sie zu lesen und sie haben mir besser gefallen als Sabrina und Derek. Zum anderen gab es insbesondere im Zusammenspiel mit den Nebenpersonen immer wieder lustige Szenen und Wortgefechte.

Dieses Buch hätte eine wirklich schöne Lektüre für zwischendurch sein können, aber die Protagonisten waren leider so gar nicht mein Fall. Dafür haben die Dialoge immer mal wieder für Lacher gesorgt haben.

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell man mit seiner Vergangenheit abschließen kann, wenn man nur die richtige Person an seiner Seite hat?
– Sabrina (47% Kindle Edition)

3Sterne

Über Stefanie D. Murphy:
Murphy ist eine deutsche Autorin von New Adult-Romanen, in denen aber auch gerne mal Fantasy, Mystery und andere Genres vorkommen dürfen.
Quelle: Twitter

Kaufen kann man das Buch auf Amazon

Rezension – Trommelfeuer

TrommelfeuerTrommelfeuer | Sabine Fischer | LYX | erschienen 2016
E-Book: ISBN 978-3-7363-0374-4 | 6.99€

Als die Schlagzeugerin Tessa erfährt, dass die bekannteste deutsche Band Four Lives vorübergehend einen Drummer benötigt, erkennt sie dies sofort als einmalige Chancen. Zum einen kann sie mehr Erfahrung für die eigene aufsteigende Band sammeln, zum anderen wäre sie ihre finanziellen Sorgen schlagartig los. Nur einer scheint ein Problem mit der Neubesetzung am Schlagzeug zu haben: Bassist Richie und sie geraten ständig aneinander. Als sie das Problem aus der Welt schaffen will, findet sie sich plötzlich in seinen Armen wieder und diese eine Nacht wird ihr Leben verändern.

Nachdem ich vor kurzem das neue Rockstar-Buch von Nalini Singh verschlungen – und geliebt – habe, hat mich Trommelfeuer sehr angesprochen. Zum einen hat mir gefallen, dass es sich um eine deutsche Band dreht, denn man bekommt nahezu das Gefühl, englischsprachig sein zu müssen, um das gr0ße Glück zu finden. Zumindest scheint es mir, dass die meisten Liebesgeschichten im englischsprachigen Raum spielen. Zum anderen fand ich es toll, dass diesmal beiden aus dem gleichen „Fach“ kommen. Ich kann keinen konkreten Grund nennen, aber dies hat mir zugesagt. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.
Ein großes Problem stellt die Tatsache dar, dass ich weder mit Tessa noch Richie warm wurde. Ich empfand beide als ziemlich irrational und auch mit ihrer Beziehung ging es mir zu schnell voran. Während sie sich im einen Moment noch anzicken und gar nicht ausstehen können, knutschen sie im nächsten Moment rum und sind gleich darauf zusammen – wo kam das her? Auch viele andere ihrer Handlungen und Reaktionen schienen mir übertrieben. Das war insbesondere bei Tessa der Fall, welche ich als sehr ichbezogen wahrgenommen habe. Gestört hat mich hierbei auch, dass ihr Umfeld ständig sagt, dass sie so unglaublich stark wäre, ich es so aber nicht empfunden habe.
Zudem wurde ein, in meinen Augen, sehr wichtiger Teil ihrer Gefühlswelt gegen Ende des Buches herausgelassen. Dabei dachte ich, dass man diesen Punkt wohl schlecht ignorieren kann – aber in diesem Buch konnte man das.
Dafür gibt es einige Nebenpersonen, welche ich im Laufe des Buches liebgewonnen habe. Besonders Tessas beste Freundin hat es mir echt angetan. Sie war mir unglaublich sympathisch, nicht nur, wie sie mit Tessa umgeht, sondern auch ihre ganzen Lebensumstände.
Was bei mir auf jeden Fall Pluspunkte gesammelt hat, war die Danksagung. In dieser Form habe ich die „Dankesrede“ noch nie gelesen, eine wirklich lustige Idee.
An und für sich muss man sagen, dass sich das Buch gut lesen lässt. Die Irrationalität hat sich in erster Linie auf die Beziehung zwischen Tessa und Richie beschränkt, den Rest der Geschichte habe ich als glaubwürdig und realistisch empfunden. Solange sich die Handlung auf andere Dinge als besagte Beziehung beschränkte, habe ich das Buch gerne gelesen.

„Als Musikerin brauchst du dich nicht zu verstecken.“
– Cleo (11% Kindle Edition)

3SterneÜber Sabine Fischer:
Fischer war Zeit ihres Lebens begeisterte Seglerin und hatte im Ijsselmeer die Idee zu ihrem Debütroman, Sommerblues. Obwohl sie von Kindesbeinen an auch Bücher verschlang, kam der Wunsch, eines selber zu schreiben, erst recht spät, im Jahre 2010. Neben den beiden ersten Bänder der Four Lives-Trilogie, der dritte ist auch schon mehr als eine bloße Idee, hat sich auch mehrere Kurzgeschichten geschrieben.
Die Autorin lebt in Mönchengladbach.
Quelle: Website von Sabine Fischer

Four Lives-Trilogie:
1. Sommerblues
2. Trommelfeuer

Kaufen kann man das Buch bei buecher.de


Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Rezension – Seit ich dich gefunden habe

Quelle: MIRA
Quelle: MIRA

Seit ich dich gefunden habe | Kat French | MIRA Taschenbuch | erschienen 2016
aus dem Englischen: The Piano Man Project | Übersetzerin: Andrea Härtel
Taschenbuch: ISBN 9783956495755 | 9.99€
E-Book: ISBN 9783956495601 | 9.99€
Leseprobe

Als ihr Katerfrühstück verbrennt und dabei den Feueralarm auslöst, lernt Honey ihren neuen Nachbarn Hal kennen. Doch dieser zeigt ihr schnell, dass gutes Aussehen (über welches er verfügt) nicht unbedingt etwas mit guten Manieren zu tun hat, denn von diesen scheint er noch nie gehört zu haben. Dennoch beschließt Honey, mit ihrem mürrischen Nachbarn Freundschaft zu schließen. Als begnadeter Koch kann er ihr, die sie in der Küche komplett untalentiert ist, bestimmt einiges beibringen. Doch dann findet sie heraus, dass er blind ist. Vielleicht braucht doch er Hilfe?

Als ich dieses Cover gesehen habe, habe ich mich verliebt. Und dann habe ich den Klappentext gelesen und konnte wirklich nicht mehr widerstehen. Schon länger wollte ich wieder einmal eine „Liebesgeschichte mit Handicap“ lesen, da in diesen meist ernste Töne mitschwingen und mir das gut gefällt.
Über dieses Buch gibt es viel Gutes zu sagen. Zum einen hat die Autorin einen wirklich wunderbaren Schreibstil. Bemerkenswert fand ich dabei vor allem, dass dieser auch ein Stück weit der jeweiligen Situation angepasst wurde. Er erschien mir leichter und lockerer in lustigen Situationen, beispielsweise wenn Honey mit ihren Freundinnen im Sexshop ist, und wird ruhiger, ernster, sobald sie sich mit eben jenen über Hal unterhält.
Mühelos kann man sich in die Personen einfühlen, mit ihnen leiden und lachen. Zum Lachen gibt es hier auch einiges, denn neben der Romantik kommt auch die Komik nicht zu kurz. Hinzu kommt, dass die Entwicklung der Personen, insbesondere von Honey, sehr schön beschrieben ist. Man kann miterleben, wie sie sich von einer Frau, die nicht so recht weiß, wo sie im Leben steht, zu einer selbstbewussten Frau entwickelt, die für sich und ihre Lieben kämpft.
Und die Nebenpersonen – ich weiß gar nicht, wo ich anfangen sollen! Liebens- und lesenswert! Allein für diese lohnt es sich, das Buch zu lesen.
Weniger gut gefallen hat mir in erster Linie, dass die Gefühle zwischen Hal und Honey sich in meinen Augen zu schnell und zu einfach entwickeln. Im einen Augenblick werfen sie sich über den Hausflur Beleidigungen an den Kopf, im nächsten liegen sie sich in den Armen und knutschen. Außerdem hat man in meinen Augen die Blindheit zu oft unter den Tisch fallen lassen. Vielleicht ist Honey nur ein besserer Mensch, als ich es bin, aber sie macht sich nicht einmal Gedanken darüber was diese Blindheit bedeutet – für Hal und für ein gemeinsames Leben.

Liebesfilme und Romane hatten sie nicht darauf vorbereitet, dass der Held das Happy End bisweilen richtig vermasseln konnte.
– Honeysuckle Jones (94%)

4Sterne

Über Kat French:
Kat French wurde im Ballungsgebiet um Birmingham geboren und ist dort aufgewachsen. Dort lebt sie noch immer mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Söhnen. Sie liebt es, über Romantik zu lesen und zu schreiben. Auf deutsch ist bisher nur ihr Roman Seit ich dich gefunden habe erschienen.

Kaufen kann man das Buch bei HarperCollins oder buchhandel.de


Vielen Dank an NetGalley und HarperCollins für dieses Rezensionsexemplar!

Rezension – Paris ist immer eine gute Idee

Paris_ist_immer_eine_gute_Idee
Quelle: Piper

Paris ist immer eine gute Idee | Nicolas Barreau | Piper | erschienen 2015
aus dem Französischen: La Vie en Rosalie | Übersetzerin: Sophie Scherrer
Taschenbuch: ISBN 978-3-492-30247-0 | 9.99€
E-Book: ISBN 978-3-492-96537-8 | 9.99€
Leseprobe

Für Rosalie, die einen Postkartenladen in Paris betreibt, eröffnet sich die Chance ihres Lebens, als Max Marchais, ein berühmter Kinderbuchautor, sie bittet, sein neuestes Buch zu illustrieren. Doch kurz darauf betritt ein junger Amerikaner ihren Laden und beschuldigt sie des Plagiats. Zusammen mit ihm macht sich Rosalie auf die Suche nach der Wahrheit.

Nachdem ich bereits vor einigen Jahren Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau gelesen habe und begeistert davon war, konnte ich diesem Buch nicht widerstehen.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: das Buch ist berührend geschrieben und hat in mir Fernweh geweckt. Es stellt auf sehr schöne Weise das Leben in Paris dar, mit der Liebe der Pariser(innen) zu ihrem leckeren Essen und noch vielen anderen kleinen Details, welche die Stadt und die Protagonisten lebendig machen. Mir hat gut gefallen, dass Barreau in diesem Roman besonders zu Beginn viel mit den Klischees über Französinnen und Amerikaner spielt. So ergibt sich die ein oder andere witzige Szene, aber es zeigt sich auch, inwiefern diese der Wahrheit entsprechen oder eben nicht.
Auch wie sich Rosalie und Robert annähern, fand ich schön beschrieben. Man spürt, wie sich die Gefühle füreinander entwickeln. Die beiden stürzen sich nicht einfach kopfüber in die Beziehung, sondern lernen einander kennen. Diese Annäherung ist einfühlsam erzählt, sodass man sich richtig schön in die Protagonisten einfühlen und mit ihnen leiden, lieben und lachen kann.
Weniger gut hat mir gefallen, dass die ganz große Geschichte um das Kinderbuch in meinen Augen schon recht schnell vorhersehbar war. Lange vor der Auflösung konnte man sich schon denken, wie diese aussieht.
Davon einmal abgesehen ist es aber ein schönes Buch für ein paar entspannte Stunden.

„Erst wenn etwas unwiederbringlich verloren ist, erkennt man bisweilen, was es einem bedeutet hat.“
– Max Marchais (S. 305)

5Sterne

Über Nicolas Barreau:
Rosseau wurde 1980 in Paris geboren und studierte Romanistik und Geschichte an der Sorbonne. Er lebt als freier Autor in seiner Geburtsstadt. Sein erster internationaler Erfolg war Das Lächeln der Frauen, dem noch einige mehr folgten.
Quelle: Piper

Kaufen könnt ihr das Buch beispielsweise bei buchhandel.de

Talking Dirty – Zusammengefasst

Talking Dirty von Jackie Ashenden

#1: Talking Dirty with the CEO (Christie & Joseph)
#2: Talking Dirty with the Player (Judith & Caleb)
#3: Talking Dirty with the Boss (Marisa & Luke)

Nachdem ich bereits ein anderes Buch aus dem Entangeld-Verlag gelesen habe, wurde ich auf diese Reihe aufmerksam und besonders der Klappentext zum ersten Buch hat mir richtig gut gefallen (dafür HIER klicken). Ich hatte anhand des Titels ein Buch erwartet, das sich vornehmlich um Sex dreht. In der Hinsicht wurde ich enttäuscht (oder auch nicht?). Stattdessen hält man eine Liebesgeschichte in der Hand, die ein wenig aus der Rolle fällt. Kennt man es von anderen Liebesgeschichten doch so, dass die Frauen eine traumatische Vergangenheit haben und von den Männern gerettet werden müssen (die natürlich auch „Alpha“-Männer sind, wie es immer so schön heißt), sind es in diesen Büchern doch eher die Männer, die eine größere Last mit sich herumschleppen. Zwar müssen (und können) sie nicht gerettet werden, aber ich hab es doch einmal als nette Abwechslung empfunden.
Ich habe bewusst „eine Last“ gesagt, denn auch das gefällt mir an diesen Büchern gut: Keine der Protagonisten hat eine übermäßig traumatische Vergangenheit, die Vergewaltigungen, Entführungen, Ermordungen und was man sonst noch so kennt, beinhaltet. Auch damit fällt dieses Buch aus der Rolle, denn mittlerweile erscheint es mir oft so, dass die Mädels in den Büchern alle mal vergewaltigt wurden, um sich dann ihr Happy Ending zu verdienen. Das ist klar ein bisschen überspitzt dargestellt, aber warum kann ich keine Bücher finden, in denen zwei ganz normale Menschen, die ein ganz normales Leben führen und geführt haben, zueinander finden?
Eine kleine Sache hat mir doch widerfallen: diese Problemchen, welche die Männer haben, wurden in meinen Augen teilweise zu sehr hochgeschaukelt. Ich bin keine Expertin für diese Dinge (ich will hier ja nicht spoilern), aber manchmal fand ich die Darstellung durch die Autorin übertrieben.
Gut hat mir an diesen Büchern dafür gefallen, wie (und dass) sich die Gefühle zwischen den Pärchen jeweils entwickeln und man das als Leser bemerkt. Sie lassen sich nicht einfach Hals über Kopf in eine Beziehung ein, sondern lernen sich kennen. Und dieses Kennenlernen wird von der Autorin auf so schöne Weise dargelegt, dass ich die Bücher kaum aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durchgelesen habe.

Für mehr Infos: Jackie Ashendens Website
Bildquelle: Entangeld

PS: Irgendwelche Tipps, was Liebesromane mit zwei ganz normalen Personen ohne traumatischen Hintergrund angeht?

The Sons of Templar MC – Zusammengefasst

The Sons of Templar MC von Anne Malcom

#1: Making the Cut (Gwen & Cade)
#2: Firestorm (Amy & Brock)
#2.5: Outside the Lines (Macy & Hansen)
#3: Out of the Ashes (Mia & Bull)
#4: Beyond the Horizon (Lily & Asher)

Bei Kaddesschmöker habe ich eine wunderbare Rezension zu einem anderen Motorclub-Buch gelesen (HIER) und damit hatte mich ein Motorclub-Fieber gepackt. Auf Amazon bin ich auf diese Reihe aufmerksam geworden und Making the Cut hat mir so gut gefallen, dass ich im Laufe der letzten Wochen alle Bücher gekauft habe.
In meinen Augen gelingt es Anne Malcom herausragend, die Entwicklung der Gefühle darzustellen. So merkt man, wie sich nach und nach das Vertrauen zwischen den Protagonisten aufbaut und sie sich aufeinander einlassen. Dabei wandelt sich nie der Charakter von Grund auf. Die Biker bleiben nun mal Biker – aber sie lassen ihre Frauen hinter die harte Schale sehen.
Überhaupt sind die Charaktere toll: starke Frauen und Männer, die gerne zoffen, sich durchzusetzen wissen, aber doch auch mal nachgeben. An den Männern hat mir besonders der ausgeprägte Beschützerinstinkt gefallen. Der sorgt zwar immer wieder zu wütenden Partnerinnen, aber der hatte nun mal was 😉 Durchgehend ist der Autorin auch gelungen, wirklich einzigartige Personen zu schaffen. Zwar ähneln sich Männer und Frauen der Bücher in manchen Dingen, aber alles in allem sind sie doch einzigartig. Absoluter Pluspunkt: das merkt man oft sogar am Schreibstil der Autorin, der sich meiner Meinung nach in manchen Dingen in den einzelnen Büchern unterscheidet.
Hinzu kommt ein Sarkasmus und Witz, der mir teilweise die Tränen in die Augen getrieben hat vor Lachen. Die Schlagabtausche, welche sich die Paare liefern sind einfach zum darniederknien – besonders gelungen meiner Meinung nach bei Amy und Brock.
Ich beanspruche nicht für mich, Expertin für Motorclubs zu sein. Ehrlich gesagt bin ich vor den zwei Biker-Serien noch gar nie in Kontakt damit gekommen. Aber für mich war alles verständlich (nicht nur auf die Sprache bezogen) und in meinen Augen war es auch sehr realistisch. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in irgendeinem Städtle in Amerika solche Biker ihre Runden drehen.

Mit dieser Reihe hält man ein Juwel unter den Indie-Büchern in den Händen. Toll geschrieben, glaubwürdige Handlung und durch eine gehörige Portion Waffen, Blut und Witz auch nie langweilig!

Zu Beyond the Horizon gibt es auf LovelyBooks eine Rezension von mir: HIER klicken.

Mehr Informationen (auch wo man die Bücher erhalten kann) auf der Website der Autorin: Anne Malcom

PS: Gerade habe ich festgestellt, dass Kaddesschmöker auch zu Making the Cut eine Rezension hat – sehr lesenswert. Dafür HIER klicken.

Die kleinen Momente – Kurz gefasst

Quelle: Forever
Quelle: Forever

Die kleinen Momente | Miriam Steyer | Forever | erschienen 2015
ISBN 978-3-95818-046-8 | 2.99€
Leseprobe

Über Miriam Steyer:
Miriam Steyer wurde im Jahr 2000 geboren und lebt in Heppenheim, wo sie das Gymnasium besucht. Die kleinen Momente ist ihr erster Roman. Solange sie mehr Ideen hat, möchte sie weiterschreiben, da es ihr so viel Freude bereitet.
Quelle: Die kleinen Momente

Eines Tages fällt Henri Dupont in dem kleinen Pariser Fotogeschäft “Les petits moments” – “Die kleinen Momente” ein Foto in die Hände, das im Automaten vergessen wurde. Er verliebt sich sofort in die hübsche Frau mit den dunklen Haaren und dem bezaubernden Lächeln. Henri behält das Foto und macht sich mithilfe von Freunden, Nachbarn und Fremden quer durch Paris auf die Suche nach der schönen Unbekannten. Und wie durch ein Wunder findet er sie – doch ist da vielleicht schon alles zu spät?

Bei NetGalley bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden – insbesondere auf den Klappentext, der mich sehr angesprochen hat. Daher habe ich ehrlich gesagt wenig auf den Bravo Girl!-Aufdruck geachtet, der auf dem Cover zu sehen ist. Allerdings kann man sich anhand dessen fast schon denken, was einen erwartet und bekommt, in diesem Fall, auch ganz genau, was man erwartet.
Die Idee finde ich super. Allerdings merkt man während des Lesens eigentlich immer, dass dieses Buch ein Debüt ist und zudem von einem recht jungen Menschen stammt. Rechtschreibfehler gab es zwar keine, aber die Sprache war recht einfach gehalten. Außerdem ging es mir teilweise zu schnell und wurde auch ein wenig zu kitschig. Dieses kleine Büchlein ist einfach sehr vorhersehbar und wird, meiner Meinung nach, zu stark von Zufällen bestimmt.
Man hätte aus der ursprünglichen Idee so viel mehr machen können und ich hatte auch einiges mehr erwartet – selbst dann noch, als ich endlich auf den Bravo Girl!-Aufdruck geachtet habe. So wurden meine Erwartungen enttäuscht. Zugute halten muss man dem Buch allerdings, dass es mich dennoch für ein paar Stunden unterhalten hat und mit kleinen Schätzen aufwarten konnte, wenn es um Paris in der Weihnachtszeit ging.

3Sterne


Vielen Dank an NetGalley.de und Forever für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars!

Rockstars küsst man nicht – Kurz gefasst

Quelle: Egmont LYX
Quelle: Egmont LYX

Rockstars küsst man nicht | Kylie Scott | Egmont LYX | erschienen 2016
ISBN 978-3-7363-0150-4 | 9.99€ (Taschenbuch)
Leseprobe

 

Klappentext:
Schwanger! Und das ausgerechnet von Ben Nicholson, dem Bassisten der erfolgreichsten Rockband der Welt! Lizzy Rollins kann es nicht fassen. Schon lange hegt sie tiefe Gefühle für den attraktiven Rockstar, aber sie weiß, dass Ben keine feste Beziehung sucht. Ihre gemeinsame Nacht in Las Vegas war für ihn nur ein One-Night-Stand, nichts weiter. Nur gibt es da nun eine neue, viel tiefere Verbindung zwischen ihnen. Doch ist diese stark genug, Bens Mauern zu durchbrechen?
Quelle: Egmont LYX

Auf den vierten Teil der Rockstars-Reihe von Kylie Scott habe ich sehnsüchtig gewartet. Die vorherigen Teile um die Band Stage Dive waren alle lustig und lesenswert. Dieser Teil konnte meine Erwartungen aber – leider – nicht erfüllen.
Zum einen hatte ich oft das Gefühl, als wäre die Geschichte noch „unfertig“. Als hätte einfach unbedingt noch dieser vierte Teil um Ben und Lizzy geschrieben werden müssen – und als hätte es die Autorin eilig damit gehabt. Das hat dafür gesorgt, dass mir auch die Charaktere teilweise noch ein wenig unausgereift wirkten. Da es aus der Ich-Perspektive von Lizzy geschrieben ist, kann natürlich kein genauer Einblick in Bens Gefühlleben gegeben werden. Aber in den vorherigen Bänden ist es der Autorin dennoch immer gelungen ein schlüssiges und interessantes Bild der männlichen Hauptperson zu zeichnen. Ben allerdings wirkt, auch im Nachhineinn oft einfach nur platt.
Und so humorvoll die vorherigen Bände waren, wirkte dieses oft gezwungen lustig. Als hätte Scott versucht, an die ersten drei Geschichten anzuknüpfen und es wäre ihr nicht so recht gelungen.
Außerdem gab es zwischen Ben und Lizzy ein ständiges Hin und Her, das mir irgendwann einfach nur noch auf die Nerven ging.
Allerdings ist es auch in diesem Buch wieder wunderbar gelungen, die Entwicklung der Gefühle darzustellen. Das war richtig gut und hat mir nicht das Gefühl vermittelt, dass die Zwei sich einfach Hals über Kopf ineinander verlieben und die Schwangerschaft dann den Rest erledigt – salopp ausgedrückt.

3Sterne

Engelsmacht – Kurz gefasst

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Quelle: Egmont LYX

Engelsmacht | Nalini Singh | Egmont LYX | erschienen 2016
ISBN 978-3802596407 | 9.99€ (Taschenbuch)/8.99€ (Kindle-Edition)
Leseprobe

Klappentext:
Naasir sehnt sich nach einer Gefährtin, einer Frau, die ihn so liebt, wie er ist: wild und ungezähmt. Von Raphael, dem Erzengel von New York, erhält er einen Auftrag: Naasir soll die Gelehrte Andromeda bei ihrer Suche nach Alexander, einem der Uralten, unterstützen und sie beschützen. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist Naasir hingerissen von dem Engel, doch Andromeda hat ein Keuschheitsgelübde abgelegt, das sie nur unter einer Bedingung brechen wird. Bevor Naasir ihr Geheimnis ergründen kann, wird die Gelehrte entführt …
Quelle: Egmont LYX

In diesem Buch ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Gefühlswelt eines Wesen, das selbst in einer Welt voller Engel und Vampire einem Mythos gleichkommt, zu beschreiben. Sie hat Naasirs Vielschichtigkeit so dargestellt, dass man sich wirklich in ihn hineinfühlen konnte und – vielleicht die größere Herausforderung – dass seine verschiedenen Seiten sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen, ohne dabei widersprüchlich zu wirken und das, obwohl diese Seiten teilweise doch sehr widersprüchlich sind.
Andromeda ist eine Frau ganz nach meinem Geschmack: intelligent, gebildet, wissensdurstig und dennoch auch kämpferisch und willensstark. Ich konnte mich sehr schnell in sie einfühlen und habe mit ihr gelitten.
Weniger gefallen hat mir, dass das Buch stellenweise sehr vorhersehbar war. Dass das Ende klar ist, kann man sich ja fast schon denken, aber auch manche der Entwicklungen während der Handlung waren absehbar.

4Sterne

Rettung der Highlanderin

Rettung_der_HighlanderinRettung der Highlanderin | Laurin Wittig | AmazonCrossing | erschienen 2013
ISBN 978-1477805251 | 0,99€ (Kindle-Edition)/9.99€ (Taschenbuch)
Leseprobe

Über Laurin Wittig:
Wittig war im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal bei einer schottischen Clan-Zusammenkunft dabei, wenn auch in den USA. Seitdem ist sie fasziniert von Schottland. Sie studierte allerdings zunächst Anthropologie und später International Health, danach arbeitete sie einige Jahre in der Computerindustrie. Ihr erstes Buch schrieb sie nachdem sie ihre Karriere aufgegeben hatte, um für ihre Kinder zu sorgen, der sofort ein großer Erfolg in Amerika wurde.
Sie lebt mit ihrem Mann, den beiden Kindern und einem Hund im US-Bundesstaat Virginia.
Quelle: Website der Autorin

Der Schotte Tayg Munro kehrt als Held aus dem Kampf gegen die Engländer heim. Doch bevor er die Nachfolge seines Vaters als Chief antreten kann, soll er heiraten. Um den Heiratsplänen seiner Mutter zu entgehen, meldet er sich freiwillig für eine Mission für den König. Doch durch diese wird er nicht nur in Intrigen gegen den König verstrickt, sondern auch in eine ungewollte Leidenschaft, als er eine fast bewusstlose Schönheit in der schottischen Kälte findet.

Um mit meiner Challenge Märchenhaft durch 2016 voranzukommen, habe ich mir dieses Buch ausgeliehen (außerdem muss man ja sein Kindle Unlimited ausnutzen 😉 ) Allerdings muss ich sagen, dass dies eines der Kindle Unlimited Bücher ist, die mir weniger gefallen. Dafür gibt es einige Gründe.
Zum einen wurde ich mit der weiblichen Hauptperson Catriona überhaupt nicht warm. Von Anfang an fand ich ihre Handlungen unschlüssig (davon weicht nur die Tatsache ab, dass sie keine arrangierte Ehe eingehen will) und oft einfach nur nervig. Ihre Einstellung gegenüber dem Leben im Allgemeinen und Männern im Besonderen war oft unerträglich und das hat sich im Laufe der Geschichte nicht gebessert. Auch ihr Verhalten gegenüber Tayg war merkwürdig. In der einen Minute hasst sie ihn und in der nächsten wirft sie sich ihm an den Hals.
Tayg hat mir da schon besser gefallen. Bei ihm entwickeln sich die Gefühle im Laufe der Geschichte und besonders sympathisch war er mir darin, dass er seine Reisegefährtin zu Beginn mindestens genauso wenig leiden kann wie der Leser.
Auch an der Handlung haben mir zwei Punkte nicht gefallen. Zum einen fand ich es oft historisch recht ungenau. Ich habe gegenüber historischen Liebesromanen niedrige Erwartungen was die historische Authentizität angeht; aber hier war es schon nahezu lachhaft, wie unglaubwürdig ich es fand. In meinen Augen ist es fast unangemessen „historisch“ zu diesem Buch zu sagen. Weniger sachlich ist die Tatsache, dass die Handlung unglaublich kitschig war. Bücher sollten in meinen Augen nicht zum Fremdschämen kitschig sein – doch das ist der Autorin hier gut gelungen.

Zwei Sterne dafür, dass Tayg die ganze Geschichte doch gerettet hat und mir außerdem die Darstellung der raubeinigen Schotten gut gefallen hat. Auch die zotigen Witze, die hin und wieder unter den Männern gerissen wurden, haben mich zum Lachen gebracht.

2Sterne