Kurztrips & Ausflugstipps – Lauffen

Good evening everybody!

Wer einmal in meine Sidebar schaut, sieht, dass ich auch über meine Reisen und Ausflüge berichten möchte.

Zwar komme ich in letzter Zeit nicht mehr so viel herum, wie ich es gerne hätte. Dafür raffe ich mich hin und wieder auf und erkundige die nähere Umgebung.
Am Samstag hatte ich beschlossen, dass ich gerne Lauffen am Neckar einen Besuch abstatten möchte. Die Stadt, wunderschön inmitten von Weinbergen gelegen, ist nur rund sieben Kilometer vom Wohnort meiner Eltern entfernt. Nach Lauffen zu fahren, ist für uns daher etwas Alltägliches.Allerdings ist mir schon in der Vergangenheit aufgefallen, dass wir dazu neigen, die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten in unserem Alltag nicht zu bemerken. Umso schöner fand ich es, Lauffen einmal aus Touristen-Sicht zu besuchen.

Letztendlich habe ich meine Eltern mitgeschleppt; auf dem Plan stand, das ehemalige Kloster Lauffen anzuschauen. Seit 1984 dient es als Museum, welches neben Wechselausstellungen eine Dauerpräsentation von Hölderlins Leben und Werken bietet. Mit genau dieser haben wir auch angefangen.

Die Hölderlin-Ausstellung

Ich empfand die gesamte Ausstellung als schön gestaltet! Zwar finde ich grundsätzlich eine Wiedergabe der historischen Begebenheiten zum Hineinfühlen besser geeignet, die begleitenden Texte und Materialen dürfen dennoch gerne moderne Aspekte einbringen. Hölderlin hatte Bezug zum Kloster Lauffen (sein Vater war der damalige Klosterhofmeister), allerdings hat sich das Kloster seit Hölderlins Tagen eklatant verändert. Die Möglichkeit, es wie zu Hölderlins Jugend darzustellen, gibt es daher nicht. Stattdessen wird entlang eines Rundgangs durch den Raum Hölderlins Leben, sowie die Rezeption seiner Werke im Lauf der Zeit dargestellt.

Unter dem Motto werden – schreiben – wirken wird zunächst seine Kindheit, Jugend sowie Erziehung dargestellt. Der zweite Teil widmet sich der Zeit, in welcher seine Werke entstanden, während der dritte die oben angesprochene Rezeption seiner Werke zum Thema hat.

Im Mittelpunkt, auch räumlich, stehen seine Gedichte. So gibt es ein Hörbuch, in welchem einige seiner Werke aufgeschrieben sind. Die Seiten lassen sich umblättern; das aufgeschlagene Gedicht ertönt dann über Lautsprecher.

500 Jahre Reformation

Die aktuelle Wechselausstellung beschäftigt sich mit dem Wirken Martin Luthers in Baden-Württemberg. Ursprünglich in der Stuttgarter Schlosskirche präsentiert, ist die Ausstellung noch bis zum 19. November in Lauffen zu sehen.

Neben der Vorstellung einiger seiner Vertrauten, kann man Liedern lauschen, die schon Luther sang oder ersehen, wie er im Lauf der Zeit dargestellt wurde.
Sehr interessant fand ich zudem, wie die vergangenen Jubiläen gefeiert wurden. Es sind Souvenirs zu sehen, welche zu 100/200/300 bzw. 400 Jahren Reformation in Umlauf gebracht wurden. Zudem wird die jeweilige Feier in Kontext gesetzt: welche politischen oder wirtschaftlichen Vorgänge hatten Einfluss auf das jeweilige Luther-Bild? Wie nahmen die Menschen damals ihn wahr?

Alles in allem eine gelungene Vorstellung der Auswirkungen, die Luther im baden-württembergischen Raum hatte. Er selbst machte nur kurz Halt im heutigen Baden-Württemberg – sein Weg nach Rom 1510/11 führte über Ulm, zudem besuchte er wohl einmal Heidelberg.

Im Übrigen: das Bild von ihm, welches ich weiter oben verwendet habe, stammt aus dem Neubronner Epiphat, welches in der St. Peter und Paul-Kirche in Blaubeuren zu sehen ist.

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Und sonst so?

Lauffen hat auch neben dem ehemaligen Kloster einiges zu bieten. Je nachdem, wofür man sich interessiert, können die folgenden Ziele einen Besuch wert sein.

Unmittelbar in Lauffen kann man an geführten Stadtrundgängen zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. In Anbetracht der Tatsache, dass Lauffen nicht nur Hölderlin-, sondern auch Weinstadt ist, könnte beispielsweise eine Weinerlebnisführung, die Rundgang und Weinprobe verbindet, von Interesse sein.

Gerade für Familien bietet sich der Erlebnispark Tripsdrill, ca. 12km entfernt von Lauffen, an. Neben allem, was ein Freizeitpark zu bieten hat – Achterbahnen, Waschzuberfahrten, aber auch historische Gebäude – gibt es auch ein angeschlossenes Wildparadies. Dort können Rehe, Wildschweine und zahlreiche weitere Tiere beobachtet und teilweise gefüttert werden.

Für die historisch Interessierten ist ein Abstecher zum nahegelegenen römischen Gutshof zu empfehlen. Dieser lässt sich fußläufig erreichen. So lässt sich die wunderschöne Landschaft genießen, bevor man auf den Spuren der antiken Römer wandelt.

Karte

Alle meine Tipps habe ich euch in einer Karte (Google Maps) zusammengestellt. So könnt ihr auf einen Blick einsehen, wo genau sich die von mir erwähnten Orte befinden.


WERBUNG

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Tourist-Information der Stadt Lauffen am Neckar
Website der Stadt Lauffen am Neckar
Website des Erlebnispark Tripsdrill

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