Rockstars bleiben nicht für immer

U_0002_1A_LYX_ROCKSTARS_BLEIBEN_NICHT_FUER_IMMER_03.IND8Rockstars bleiben nicht für immer | Kylie Scott | Egmont LYX | erschienen 2015
ISBN 978-3-7363-0003-3 | 9.99€
Leseprobe

Über Kylie Scott:
Kylie Scott lebt mit Mann und zwei Kindern in Queensland, Australien. Ihr Erstlingswerk Kein Rockstar für eine Nacht erschien Ende 2014. Und obwohl das jetzt wirklich noch nicht soo lange her ist, wurden ihre Bücher schon in sechs Sprachen übersetzt. Mittlerweile gibt es von ihr vier Bücher, drei davon sind ins Deutsche übersetzt. Zudem ist sie New York Times und USA Today Bestseller-Autorin.
(Zu ihrem zweiten Buch „Wer will schon einen Rockstar?“ gibt es von mir eine Rezension)

Nach seinem Entzug wird Jimmy Ferris, Sänger der erfolgreichen Rockband „Stage Dive“, eine Assisstentin zur Seite gestellt. Lena Morrissey soll dafür sorgen, dass er nach dem Entzug auch weiterhin clean bleibt. Jimmy ist überhaupt nicht begeistert, Lena als Aufpasserin zu haben und versucht, sie möglichst schnell loszuwerden. Doch langsam blickt Lena hinter seine Rockstar-Fassade und was sie dort entdeckt, überzeugt sie nicht nur davon, Jimmy weiterhin zu unterstützen – komme was da wolle – sondern ruft auch noch Gefühle in ihr hervor, die ihr gar nicht passen. Nach einigen schmerzhaften Erfahrungen hat sie sich nämlich geschworen, von Männern die Finger zu lassen.

Auch das dritte Buch der Rockstars-Reihe finde ich toll! Wieder einmal hat Kylie Scott es geschafft, interessante, vielschichtige und liebenswerte Charaktere zu schaffen. Und auch wenn alle drei weiblichen Charaktere der Reihe – Ev, Anne und Lena – ein gemeinsames Charaktermerkmal haben; den (manchmal durchtriebenen) Humor, unterscheiden sie sich doch sehr voneinander.
Besonders gut an diesem Buch gefällt mir wieder, dass sich die Gefühle der beiden entwickeln und nicht einfach plötzlich da sind. Außerdem hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, dass sich Jimmy und Lena wirklich kennen, bevor sie sich auf eine Beziehung einlassen.
Auch hier ist es Kylie Scott wieder gelungen, nicht ins klischeehafte abzurutschen (obwohl ein drogensüchtiger Rockstar ja schon mal ein sehr großes Klischee ist) und auch gute Sexszenen schreibt.
Bemerkenswert finde ich, dass sie das eher negative Bild über Jimmy aus den ersten beiden Bänden in ein positives umgewandelt hat. Es macht für mich einfach einen guten Liebesroman aus, dass ich mich am Ende auch in den Protagonisten verliebt habe. Zu Beginn des Romans hätte ich das nicht für möglich gehalten. Das hatte zum einen mit meinem Bild über ihn aus den ersten beiden Romanen zu tun. Zum anderen legt Jimmy aber am Anfang ein sehr unbeherrschtes und griesgrämiges Verhalten hin.
Wieder einmal ein tolles Buch von Kylie Scott – ich erwarte jetzt sehnsüchtig den vierten Teil 🙂

„Wag es, noch einmal etwas nach mir zu werfen, und ich ramme dir meinen Sieben-Zentimeter-Absatz so tief in den Hintern, dass du ein ganzes Chirurgenteam brauchst, um ihn dort wieder herauszubekommen.“
Er funkelte mich böse an.
Ich grinste boshaft.
Ja, so kommunizierten wir eben miteinander.

5Sterne

The ABC Murders

The ABC Murders | Agatha Christie | Harper | erschienen 1936The_ABC_Murders
ISBN 978-0-00-752753-3 | £7.99

Über Agatha Christie:
Agatha Christie wurde 1890 im britischen Torquay geboren und starb 1976 in Wallingford.  Sie ist weltweit als die Queen of Crime bekannt und wird in den Verkaufszahlen ihrer Bücher nur von der Bibel und Shakespeare übertrumpft. Insgesamt schrieb Christie mehr als 60 Kriminalromane; daneben sind aber auch einige Kurzgeschichten und Bühnenstücke entstanden. Ihre berühmtesten Figuren sind Hercule Poirot und Miss Marple.

The ABC Murders ist Agatha Christies 18. Krimi und unterscheidet sich insofern von ihren anderen Krimis, die ich bis jetzt von ihr gelesen habe, da nicht alles in der Ich-Perspektive (aus Captain Hastings Sicht) erzählt wird, sondern es kleinere Episoden in der dritten Person gibt.
Auch in der Handlung unterscheidet sich The ABC Murders von den anderen Krimis. Diesmal jagt Poirot nämlich einen Serienkiller, der sich durch das Alphabet mordet: Mrs Ascher in Andover, Miss Bernard in Bexhill, Sir Clarke in Churston… Jeden Mord kündigt er vorher in einem Brief an Hercule Poirot an und führt die Polizei an der Nase herum.

Agatha Christie ist es auch in The ABC Murders wieder meisterlich gelungen, den Leser an der Nase herumzuführen! Ich muss zugeben, dass ich mehr oder weniger bis zum Schluss dachte, dass dieser Krimi kein typischer Christie-Krimi ist. Es war alles viel zu einfach, keine Verwirrungen, ein Serienkiller nicht das übliche Metier von der Queen of Crime. Insbesondere die Einschiebungen in der dritten Person führten dazu, dass ich mir über die Identität des Täters sehr sicher war – und dann zerschmettert Poirot wieder einmal alle meine Vermutungen!
Ich liebe Agatha Christies Bücher und wurde auch hier nicht enttäuscht. Mittlerweile gewöhne ich mich auch an das etwas altmodische Englische und es geht beim Lesen schneller voran 🙂
Mehr will und kann ich nicht verraten – sonst wäre das hier ein dicker, fetter Spoiler und wo wäre dann die Spannung hin?!

„You’re a very great man, M. Poirot.“
– Mr Cust

5Sterne

Top Ten Thursday #4

Guten Abend ihr Lieben!

Das heutige Thema zum Top Ten Thursday bei Steffi’s Bücherbloggeria lautet: 10 Bücher, die du gerne im Herbst lesen möchtest!

Ich bin ja mal gespannt, ob ich das schaff 😀

Liebe Grüße,
Celina xx

Gemeinsam Lesen #6

Gemeinsam_LesenHallihallo ihr Lieben!

Es ist Dienstag und damit wieder Zeit für die Aktion Gemeinsam Lesen von Schlunzen-Bücher.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese im Augenblick The ABC Murders von Agatha Christie und bin auf Seite 33 von 267.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„The street in which the tragedy had occured was a turning off the main street.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
The ABC Murders ist mein achtes Buch von Agatha Christie, das sechste in der Originalsprache und ich LIEBE es (ja, in Großbuchstaben 😀 ) Das ist für mich bei Agatha Christie und Hercule Poirot schon nicht mehr überraschend und deswegen freue ich mich auf die restlichen 234 Seiten!

4. Wonach entscheidet ihr, welches Buch ihr kauft?
Ganz oft kaufe ich Bücher auf Empfehlung – Blogs, Freunde, Bekannte … Wenn jemand sagt, ein Buch ist gut und ich stolper dann an dem Buch vorbei ist es meistens schon gekauft.
Da ich sehr viele Bücher nur einmal lese, kaufe ich meistens keine Bücher, die ich mal ausgeliehen hatte.
Und sonst muss mich das Cover, der Klappentext und das Gefühl (wie es in der Hand liegt, wie sich die Seiten anfühlen etc.) ansprechen.

Liebe Grüße,
Celina xx

Vom Kiez zum Kap

Vom-Kiez_zum_KapVom Kiez zum Kap – Mit unserem Bulli durch Afrika | Bernd Volkens, Kay Amtenbrink | Delius Klasing | erschienen 2015
ISBN 978-3-667-10314-7 | 22.90€
Leseprobe
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Über Bernd Volkens und Kay Amtenbrink:
Beide Autoren wurden 1969 geboren, leben in Hamburg und  spielen zusammen bei den 8. Herren des FC St. Pauli Fußball. Volkens ist Motorjournalist, Amtenbrink Grafik-Designer und beide sind große Fußballfans. 2010 fahren die beiden mit einem VW T3 von Hamburg bis Südafrika, um die Fußball-WM live zu sehen.

Vom Kiez zum Kap erzählt die Geschichte ihrer Reise. Von den Vorbereitungen im winterlichen Deutschland bis zur Ankunft in Südafrika bei der WM. Aufgebaut ist das Buch wie ein Tagebuch, geschrieben zum größten Teil aus Bernd Volkens, immer mal wieder werden aber die Notizen von Kay Amtenbrink eingestreut. Daneben gibt es sehr viele eindrucksvolle Bilder, die gut die Hälfte des Buchs ausmachen, ein Großteil der Bilder wurde von Kay Amtenbrink geschossen. Beschrieben werden Begegnungen mit netten und weniger netten Menschen, Probleme (die teilweise eher Katastrophen waren) und Zweifel.

Es gibt zwei Dinge, die mich an diesem Buch stören: zum einen, dass es ein Ende hat und zum anderen, dass es unglaubliches Fernweh weckt!
Ich musste dieses Buch unbedingt haben, da ich ein großer VW-Bus-Fan bin und ich wurde nicht enttäuscht. Vom Kiez zum Kap ist die Geschichte eines besonderen Roadtrips, der bei der aktuellen politischen Situation in vielen der bereisten Länder heute vermutlich nicht möglich wäre. Es ist auch eine Geschichte davon, nie aufzugeben. Amtenbrink und Volkens überstehen zum Teil wirkliche Katastrophen, die manch anderen vermutlich zum Aufgeben gezwungen hätten. Das Buch zeigt, wie klein die Welt ist, wenn man in Afrika einen Deutschen trifft, der mehr oder weniger die gleiche Route hat. Daneben öffnet es Türen zu fremden Kulturen. Es zeigt das alltägliche, in den meisten Fällen freundliche und hilfsbereite, Gesicht von Gesellschaften und Ländern, die in den Medien des Westens anscheinend voll von radikalen Islamisten oder sonstigen unangenehmen Gesellen sind.
Das Buch ist im Präsens geschrieben; dadurch wird man quasi in diese Reise hineingezogen und manchmal das Gefühl, im Bulli neben den beiden Abenteurern zu sitzen.
Die Bilder zeigen einen wunderschönen Kontinent, der eine Reise definitiv wert ist. Und in vielen Fällen zeigen sie den Bulli, was mein Bulli-Fan-Herz hat höher schlagen lassen 😉
Als einziger kleiner Minuspunkt bleibt noch zu erwähnen, dass es hin und wieder an der Rechtschreibung hapert, normalerweise aber, ohne wirklich zu stören.

Alles in allem ist es eine wunderbare Geschichte, mit wunderschönen Bildern, die es absolut wert ist, gelesen zu werden, zumindest mein Bild auf den afrikanischen Kontinent geändert hat – und in mir das dringende Verlangen auf eine ausgedehnte Fahrt mit einem VW-Bus hat aufkommen lassen!

Im Bus versuchen wir uns vorzustellen, was passiert wäre, hätten zwei Syrer bei uns in Hamburg vor der Tür ihr Nachtquartier auf[ge]schlagen. Wahrscheinlich käme die Polizei, um sie zu vertreiben – Mist, wir müssen an unserer Gastfreundschaft arbeiten!
– Aleppo, Syrien

5Sterne

Gemeinsam Lesen #5

Gemeinsam_LesenHallihallo!

Heute gibt es von mir wieder einen Beitrag zu der Aktion Gemeinsam Lesen von Schlunzenbücher.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Im Augenblick lese ich The House at the End of Hope Street von Menna van Praag und bin auf Seite 5 von 275.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„A few minutes later Alba sits at one end of a long oak table, watching Peggy search for a saucepan.“

3. Was möchtest du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich bin ja noch nicht besonders weit, finde aber die Plot-Idee super und bin mal gespannt, wie sich das ganze entwickelt.

4. Hast du schon mal selbst über das Schreiben von Büchern nachgedacht?
Aber klar! Ich meine, wer möchte nicht gerne so berühmt (und reich 😉 ) wie J.K. Rowling, J. R. R. Tolkien, … werden? Ich hätte da aber vermutlich weder die Selbstdisziplin noch die richtig guten Ideen für.

Liebe Grüße,
Celina xx

Montagsfrage #5

MontagsfrageHallöle!

Bei mir hat ja die letzten Wochen etwas Flaute geherrscht, was Beiträge angeht. Da versuche ich mich jetzt zu bessern und los geht’s wieder mit der Montagsfrage von Buchfresserchen.

Von welchem/r Autor/in hast du gefühlt die meisten Bücher?

Für mich ist die Frage ein bisschen schwierig zu beantworten, da ich in England bin. 95% meiner Bücher aber in Deutschland.
Ich würde allerdings sagen, dass Nalini Singh auf Platz 1 rangiert (mit fast der ganzen Gestaltwandler-Reihe und Teilen der Engelskuss-Reihe), dann kommt vermutlich Agatha Christie und auf Platz 3 J.K. Rowling (und wir wissen ja alle, welche Bücher ich da wohl habe 😀 )

Liebe Grüße,
Celina xx

Montagsfrage #4

MontagsfrageHallo ihr Lieben!

Heute habe ich mal wieder Zeit, an der Aktion Montagsfrage von Buchfresserchen teilzunehmen. Die Frage für diese Woche lautet:

Gibt es ein aktuelles „Hype“-Buch, das du ignorierst?

Erstmal ist mir dazu gar nichts eingefallen. Und schlussendlich bin ich auch nur auf die Tribute-Reihe gekommen. Die ist zwar nicht mehr wirklich aktuell, aber irgendwie werden die Bücher und Filme ja immer noch gehypt.
Ich habe nichts dagegen, „Hype“-Bücher zu lesen; lasse aber meistens ein bisschen Zeit verstreichen, bevor ich sie mir kaufe. Ich will mir sicher sein, dass mir die Handlung vom Klappentext her gefällt und ich es nicht nur kaufe, weil es in aller Munde ist.
Da ich kein großer von Dystopien und deswegen bei den Tributen nie in Versuchung geraten.

Ich wünsche euch noch einen guten Start in die Woche,
Celina xx

Der 1. Mord

Der_1_MordDer 1. Mord | James Patterson | Blanvalet | erschienen 2007
ISBN 978-3-442-36919-5 | 8.95€
Leseprobe

Über James Patterson:
Patterson wurde 1949 geboren, studierte Englische Literatur und arbeitete als Werbetexter bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, für seinen ersten Krimi Die Toten aber wissen gar nichts, einen Verlag zu finden, erschien das Buch 1976. Ab 1992 erschienen die erfolgreichen Alex-Cross-Krimis.
Mittlerweile zählt Patterson zu den internationalen Bestsellerautoren, mit über 100 Millionen verkauften Büchern, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden.

Ein junges Pärchen wird in der Hochzeitsnacht brutal ermordet. Lindsay Boxer, der einzige weibliche Detective bei der Mordkommission von San Francisco, bekommt den Fall übertragen – und dazu noch einen neuen Partner, Chris Raleigh. Und auch wenn zwischen den beiden die Funken fliegen, hat Lindsay doch ganz andere Sorgen: alle Beweise, die Pathologin Claire Washburn findet, deuten auf einen Serienmörder hin. Dies bestätigt sich, als weitere „Honeymoon“-Morde begangen werden. Der Durchbruch gelingt, als Lindsay den „Club der Ermittlerinnen“ gründet. Mithilfe ihrer Freundinnen – Journalistin Cindy Thomas, Pathologin Claire Washburn und Staatsanwältin Jill Bernhardt – gelingt Lindsay die Aufklärung des Falls.

Ich liebe dieses Buch! Es ist spannend geschrieben (auch wenn ich es nicht als Thriller bezeichnen würde) und ich fühlte mich unglaublich in die Geschichte „hineingezogen“, da zum größten Teil Lindsay aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch werden ihre Gefühle im Laufe des Falls noch viel eindringlicher und nachfühlbarer.
Patterson hat mit Lindsay und dem „Club der Ermittlerinnen“ vier sehr sympathische, toughe und liebenswerte Frauen geschaffen. Alle vier haben sich in von Männern dominierten Berufen durchgesetzt und sind zu Meistern ihres Fachs geworden. Trotzdem sind sie sehr unterschiedlich. Das macht in meinen Augen den Reiz des „Clubs“ aus (die englische Version „Women’s Murder Club“ gefällt mir ja um einiges besser) und führt dazu, dass man auch immer mal wieder lachen kann.
Auch der Fall hat mich an einigen Stellen überrascht und am Ende in Tränen ausbrechen lassen – insgesamt also ein rundum gelungenes Buch.

„Wir sind ein Team. Wir werden immer zusammen sein.“
– Cindy Thomas

5Sterne