Rezension – Das Jahr, in dem ich dich traf

Jasmine ist eine echte Arbeitsbiene. Als sie plötzlich für ein Jahr freigestellt wird, weiß sie daher nicht so recht, was mit sich anzufangen und verzweifelt an ihrer Situation. Doch dann sieht sie zum ersten Mal Matt, den Nachbarn von gegenüber, und beginnt, ihn zu beobachten. Daraus entwickelt sich ein Jahr angefüllt mit Freundschaft, nächtlichen Unterhaltungen und Überraschungen, die noch lange nachwirken werden und Jasmine verändern. „Rezension – Das Jahr, in dem ich dich traf“ weiterlesen

Lesemonat März

Guten Morgen ihr Lieben!

Der März ist mein Lieblingsmonat: das Wetter wird endlich besser und außerdem habe ich Geburtstag. Und das bedeutet natürlich jede Menge neue Bücher, was mich grundsätzlich glücklich macht.
Obwohl mein Geburtstag erst am Ende des Monats ist, gab es auch im März einige tolle Bücher zu lesen.

  • Three Act Tragedy von Agatha Christie > 3 Sterne
  • Matilda von Roald Dahl > 5 goldene Sterne
  • Bound by Duty von Cora Reilly > 3 Sterne
  • Engelskrieger von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Stitch – Satan’s Fury MC von L. Wilder > 3 Sterne
  • Men Explain Things to Me von Rebecca Solnit > 5 Sterne
  • Frigid von Jennifer L. Armentrout > 5 Sterne
  • Das Geheimnis der Madame Yin von Nathan Wilders > 4 Sterne
  • Das Jahr, in dem ich dich traf von Cecelia Ahern > 5 Sterne
  • Es klingelte an der Tür von Rex Stout > 4 Sterne
  • Eisige Umarmung von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Im Feuer der Nacht von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Rock Kiss – Bis der letzte Takt verklingt von Nalini Singh > 4 Sterne
  • Outside the Lines von Anne Malcom > 2 Sterne
  • Beyond the Horizon von Anne Malcom > 2 Sterne
  • Pfade im Nebel von Nalini Singh > 3 Sterne

Wie man sehen kann, bin ich also ganz gut auf mit den Rezensionen – von vier der sechs neuen Bücher habe ich bereits eine veröffentlicht. Zudem sind ein paar bereits fertig geschrieben oder zumindest fest eingeplant.
Insgesamt wurden es in diesem Monat ganze 17 Bücher, wobei es nur sechs neue waren. Irgendwie konnten mich meine bisher ungelesenen Bücher nicht so ganz ansprechen. Deutsche und englische Bücher haben sich in diesem Monat die Waage gehalten (9 deutsche und 8 englische) und insgesamt bin ich echt zufrieden, was diesen Monat angeht.

Das beste Buch des Monats war in meinen Augen Men Explain Things to Me von Rebecca Solnit, da es so unglaublich viele Denkanstöße geliefert hat und trotz seines ernsten Themas nicht zu langweilig wurde.

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Ein weiteres Highlight des Monats war der allererste Gastbeitrag, der auf meinem Blog online ging: die liebe Lilly hat über fünf Bücher geschrieben, die mehr Aufmerksamkeit bekommen sollten, also schaut unbedingt mal rein und vergebt ein bisschen Aufmerksamkeit 😜

Ich hoffe ihr hattet einen wunderschönen März, habt die Sonne ordentlich genossen, ein bisschen Vitamin D getankt und seid damit bereit für das nächste Quartal!

Liebe Grüße
Celina xxx

PS: Schaut doch mal bei meinem Gewinnspiel vorbei – vielleicht bringt euch ja der April ein neues Buch!

Geburtstag & Gewinnspiel

Hallöchen ihr Lieben!

Ich habe nicht vergessen, dass ich euch mal vor ewigen Zeiten ein Gewinnspiel versprochen habe, um euch hundert (plus 400 auf Twitter) zu feiern, die ihr regelmäßig mein Geschwafel lest 😜 Mittlerweile sind wir bei insgesamt fast 600 und ich hatte immer noch ein Problem: „Was zu Hölle soll ich verlosen?!“

Nachdem ich dafür eine Idee hatte – weiter unten könnt ihr sehen, was ich mir gedacht habe – brauchte es nun noch einen Anlass. Und den gibt es heute, denn es ist mein zweiter runder Geburtstag (auf einen Bloggeburtstag wollte ich nicht warten, denn der ist erst im August).

Um hoffentlich jedem von euch einen Grund zu geben, in den Lostopf zu hüpfen, werde ich eines der Bücher aus meinem Best of … 2016 verlosen (ausgenommen den illustrierten Harry Potter). Es besteht also die Möglichkeit, eines der folgenden Bücher zu gewinnen:

  • Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald
    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy …
    Quelle: Randomhouse
  • The Little Paris Bookshop von Nina George (Das Lavendelzimmer)
    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.
    Quelle: Droemer Knaur
  • 28 Tage lang von David Safier
    Warschau 1943: Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage. .
    28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.
    28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.
    28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.
    28 Tage, um eine Legende zu werden.
    Quelle: Rowohlt
  • Charlie and the Chocolate Factory von Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik)
    Der geheimnisvolle Willy Wonka öffnet zum ersten Mal die Tore seiner Schokoladenfabrik. Charlie kann es kaum fassen, dass er als eines der fünf glücklichen Kinder, die eine Goldene Eintrittskarte gewonnen haben, dort hineindarf. Denn Willy Wonka macht nicht nur die köstlichste Schokolade – er ist der beste Süßigkeitenerfinder aller Zeiten! Aber Charlie hätte nie gedacht, welche verrückten Abenteuer ihn in Wonkas Schokoladenfabrik wirklich erwarten würden …
    Quelle: Rowohlt
  • Ein ganz besonderes Jahr von Thomas Montasser
    Eigentlich wollte Valerie die etwas altmodische Buchhandlung ihrer spurlos verschwundenen Tante auflösen. Doch die junge Betriebswirtin hat die Macht der Bücher und die Magie der kleinen Buchhandlung mit dem Samowar unterschätzt. Jeden Tag entdeckt sie neue Schätze der Literatur und taucht immer tiefer in die zauberhafte Welt der Bücher ein. Als sie auf ein merkwürdiges Buch stößt, das nicht zu Ende geschrieben wurde, hält sie es für einen Fehldruck. Doch dann betritt ein Kunde ihre Buchhandlung, der genau dieses Buch schon lange sucht …
    Quelle: Piper
  • The Red Notebook von Antoine Laurain (Liebe mit zwei Unbekannten)
    Als der Pariser Buchhändler Laurent eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit eine elegante Damen-Handtasche liegen sieht, schaut er nur hinein, um die Tasche zurückgeben zu können. Er findet allerdings nur einen Vornamen als Widmung in einem Buch: Laure. So beginnt Laurents Spurensuche quer durch Paris, denn Laure hat in ihrer Tasche auch ein kleines Notizbuch, in dem sie ihre geheimsten Gedanken notiert. Und je mehr Laurent über Laure erfährt, desto sicherer weiß er: Er muss diese Frau kennenlernen. Doch darf er einfach so in ihr Leben eindringen?
    Quelle: Droemer Knaur
  • The Letter von Kathryn Hughes
    Tina Craig longs to escape her violent husband. She works all the hours God sends to save up enough money to leave him, also volunteering in a charity shop to avoid her unhappy home. Whilst going through the pockets of a second-hand suit, she comes across an old letter, the envelope firmly sealed and unfranked. Tina opens the letter and reads it – a decision that will alter the course of her life for ever…Billy Stirling knows he has been a fool, but hopes he can put things right. On 4th September 1939 he sits down to write the letter he hopes will change his future. It does – in more ways than he can ever imagine…The Letter tells the story of two women, born decades apart, whose paths are destined to cross and how one woman’s devastation leads to the other’s salvation.
    Quelle: Waterstones
  • Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész
    Imre Kertész ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.
    Quelle: Rowohlt
  • One Hundred Days of Happiness von Fausto Brizzi
    What would you do if you only had 100 days left to live?
    Lucio Battistini has a list:
    To win back his wife – the love of his life
    To become a dad his kids will always remember
    To help his father-in-law find love
    To let his friends know how much they mean to him
    And most of all he must make every moment count.
    So far, he hasn’t been getting it right. And if Lucio is going to become the man he was always meant to be, he’s got a lot of work to do . . .
    Quelle: Pan Macmillan

So geht’s:

Schreibt mir einen Kommentar, in dem ihr angebt für welches Buch ihr in den Lostopf hüpfen wollt. Bitte schreibt unbedingt eure E-Mail-Adresse dazu, damit ich euch im Gewinnfall benachrichtigen kann (ohne Mail kein Lostopf 😉).
Hinterlasst mir auch ein paar Worte, warum ihr euch gerade dieses Buch wünscht, Anregungen für meinen Blog, Kritik, … Einfach alles, was ihr mir gerne mal sagen möchtet!
Ich überlasse euch bei den englischen Büchern die Wahl, ob ihr die deutsche oder die englische Ausgabe haben möchtet (außer bei The Letter und One Hundred Days of Happiness, da es diese nicht auf Deutsch gibt).
Das Gewinnspiel endet am 14.4.2017 um 23:59 Uhr. Ich werde dann einen Gewinner auslosen und diesem eine neue Ausgabe des gewünschten Buches zukommen lassen.

Teilnahmebedingungen:

Ihr müsst meinem Blog entweder hier oder auf Twitter folgen, da es ein Dankeschön an meine Follower sein soll.
Ihr müsst 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis eurer Eltern haben.
Wohnsitz innerhalb der EU.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Ich komme nicht für Verluste auf dem Versandweg auf.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich freue mich, auf eure Kommentare und wünsche allen viel Glück! 🍀🍀🍀

Liebe Grüße
Celina xxx

Rezension – Es klingelte an der Tür

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und NetGalley.de für dieses Rezensionsexemplar!

Rachel Bruner, reiche Witwe und Exzentrikerin, hat zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI gekauft und an Menschen im ganzen Land verschickt. Eben jene Institution, von der das Buch handelt, hat sie damit auf den Plan gerufen. Genervt von der ständigen Überwachung und Verfolgung wendet sie sich an Nero Wolfe, New Yorks bekanntesten Privatermittler.
Dieser ist wenig begeistert (wie soll ein einzelner Mann das FBI aufhalten?) und nimmt den Auftrag nur aufgrund der in Aussicht gestellten Belohnung an. Doch dann kommt ihm der Mordfall an einem Journalisten dazwischen – und vielleicht sogar ganz gelegen …
LESEPROBE

Auf der Website des Verlags (und auch auf NetGalley) steht folgendes über Rex Stout und seinen Privatdetektiv:

Rex Stout war einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. Seine literarische Schöpfung, der Privatdetektiv Nero Wolfe, zählt bis heute zu den berühmtesten Figuren des Genres.
Klett-Cotta Verlag

Neben der Tatsache, dass mich der Klappentext angesprochen hat und mir auch das Cover ganz gut gefällt, hat mich diese Aussage neugierig gemacht. Ich muss nämlich gestehen, dass ich noch nie von Rex Stout, geschweige denn Nero Wolfe, gehört habe.
Das sollte sich mit diesem Buch also ändern und ich hoffte auch, Zuwachs für meine liebsten „cosy crime“-Ermittler zu finden.
Nachdem ich das Buch gelesen habe, war ich lange unentschlossen, ob es mir gefallen hat oder mich enttäuschte.
Die Geschichte an sich fand ich toll. Schon allein die Idee, sich gegen das FBI aufzulehnen, fand ich ziemlich außergewöhnlich. Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Vorgehensweise von Wolfe und seinem Assistenten Archie Goodwin. Mir hat gut gefallen, dass die beiden tatsächlich ermitteln und kaum etwas dem Zufall überlassen wurde. Wenn ein Krimi durch reines Glück gelöst wird, bin ich danach immer ziemlich unbefriedigt mit der Geschichte. Das war hier auf jeden Fall nicht so.

Wolfe […] würde nicht mal ans Fenster treten, um einen Tatort in Augenschein zu nehmen.
– Archie Goodwin, Pos. 858 Kindle-Edition

Trotzdem glaube ich nicht, dass Nero Wolfe und ich richtig gute Freunde werden. Zum einen fand ich es ziemlich erstaunlich zu lesen, dass er so gut wie nie das Haus verlässt und auch selten selber ermittelt. All das übernimmt Archie Goodwin, während sich Wolfe auf einige wenige Gespräche mit der Klientin und anderen Personen beschränkt. Er lässt sich nahezu alles von Goodwin zutragen. Die einzige Sache, die man wirklich ihm zuschreiben konnte, war der große Coup, der letztendlich den Fall löst. Aber bis dahin wäre er ohne Goodwin überhaupt nie gekommen. Mich hat es daher sehr gestört, dass Wolfe als der beste Detektiv New Yorks dargestellt wird, wo er nur einen Bruchteil der eigentlichen Arbeit macht.

Zu [Nero Wolfes] Grundüberzeugungen zählt, dass jede Meinung, die man sich über eine Frau bildet, nur falsch sein kann.
– Archie Goodwin, Pos. 1686 Kindle-Edition

Umso besser gefallen hat mir da Archie Goodwin, über und mit dem man immer mal wieder schmunzeln konnte und der auch wirklich nicht doof ist. Wie schon gesagt, macht er im Grunde die ganze Arbeit und erhält dafür selten bis gar keine Anerkennung. Teilweise habe ich allerdings auch über ihn den Kopf geschüttelt, wenn er wieder einmal recht sexistische Aussagen von sich gibt.

Daran und am Schreibstil merkt man durchaus, dass dieses Buch vor über 50 Jahren geschrieben wurde. Goodwins Aussagen sind mir zwar manchmal gegen den Strich gegangen, aber ich fand es interessant zu lesen, wie ohne Internet und andere moderne Annehmlichkeiten vorgegangen und ermittelt wurde. Ich hatte oftmals das Gefühl, wirklich einen kurzen Blick in das New York der 60er Jahre zu werfen.

Dank Archie Goodwin hat mir das Buch Spaß bereitet und konnte mich letztendlich doch überzeugen und auch die Geschichte selber ist auf jeden Fall lesenswert.

„Ich weiß, der Torheit auszuweichen, ohne mich in Angst zu flüchten.“
– Nero Wolfe, Pos. 125 Kindle-Edition

Über Rex Stout:
Stout wurde 1886 in Indiana geboren und wuchs in Kansas auf. Er zeigte sehr früh eine hohe geistige Entwicklung, las mit vier Jahren bereits die Bibel und hatte bis zu seinem zwölften Lebensjahr die über 1100 Bücher seines Vaters gelesen. Die Universität besuchte er allerdings nur für kurze Zeit, stattdessen hielt er sich als Buchhalter über Wasser, bevor er von 1905-1908 in der Army diente. Danach arbeitete er für rund acht Jahre in unzähligen Gelegenheitsshops.
1916 heiratete er Fay Kennedy und arbeitete zusammen mit seinem älteren Bruder an einem neuen Schulsparkassensystem, von dem er und seine Frau sich schon drei Jahre später als wohlhabende Leute zurückziehen konnten. Die Jahre 1927 bis 1929 verbrachten die beiden in Europa, 1929 begann er dort die Arbeit an seinem ersten Roman.
Im selben Jahr kehrte das Ehepaar in die USA zurück und verloren zudem einen Großteil ihres Geldes in der Finanzkrise. Allerdings hatte er genug über, um sich in Conneticut ein Haus zu bauen, in dem er bis zu seinem Lebensende wohnte und schrieb. Aufgrund der neuen, deutlich ärmeren, Lebenssituation begann es zwischen den Eheleuten zu kriseln, 1932 ließen sie sich scheiden. Noch im selben Jahr heiratete er Pola Hoffmann, mit der er zwei Töchter hatte.
1933 schrieb er seinen ersten Kriminalroman, der gleichzeitig auch der erste Fall mit Nero Wolfe war. Während der amerikanischen Beteiligung am Zweiten Weltkrieg schränkte er seine schriftstellerischen Tätigkeiten ein und steckte seine Energie in eine stark deutschlandfeindliche Gesinnung. 1945 verbrachte er erneut einige Monate in Europa, diesmal als Kriegsberichterstatter.
Danach widmete er sich wieder vollständig dem Schreiben; zwischen 1946 und 1966 veröffentlichte er jedes Jahr einen Nero-Wolfe-Roman und zudem zahlreiche Erzählungen um den Privatdetektiv.
Es klingelte an der Tür bescherte ihm letztendlich ein breiteres Publikum und Anerkennung als Schriftsteller, da es einen kleinen Skandal mit dem FBI hervorrief.
1975 vollendete Stout den letzten Nero-Wolfe-Roman und starb in Conneticut, nachdem er jahrelang unter schweren Krankheiten gelitten hatte.
Quelle: Wikipedia

Weitere Meinung zum Buch:


Bildquelle Cover: Klett-Cotta
Bildquelle Freiheitsstatue: Statuecruises
Bildquelle Autorenbild: Criminal Element

Gastbeitrag von Lilly – Bücher, die zu wenig Aufmerksamkeit bekommen

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich sehr, dass heute der erste Gastbeitrag auf meinem Blog online geht. Er kommt von der lieben Lilly, die auf dem Blog Lillys kleine Bibliothek schreibt und als Lesepanda auch auf Twitter zu finden ist.
Nachdem ich vor kurzem bei ihr über meine Lieblingsbücher berichten durfte, stellt sie nun fünf Bücher vor, die ihrer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit bekommen sollten.

Vergesst auch nicht, einmal auf ihrem Blog vorbei zu schauen!


Vor kurzem hat die liebe Celina auf meinem Blog ihre Lieblingsbücher vorgestellt. Jetzt möchte ich fünf Bücher vorstellen die, meiner Meinung nach, zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Ich hab versucht eine gute Mischung zu erstellen, so das für jeden was dabei ist.

Beginnen wir mit einem Buch, das eher durch Zufall in meine Sammlung kam. Ich und eine Freundin hatten einfach ein Buch gemeinsam lesen wollen und uns für Das Buch ohne Namen entschieden. Ein Buch, das viel mehr hält, als es verspricht. Mystische und zwielichtige Gestalten wandeln auf den Straßen der fiktiven Stadt Santa Mondega. Doch dem wird bald ein Ende gesetzt, ein blutiges Wohlgemerkt, denn Bourbon Kid ist in der Stadt.
Das Buch ohne Namen ist ein Mix aus Thriller, Western, Zombies und anderen gruseligen Dingen, die einem einfallen. Hierbei geht es nicht nur um einen Kampf gegen einen Untoten, man hat auch einen äußerst semisympathischen Antagonist. Und noch wichtiger: Elvis

Broken Dolls habe ich damals in einer Zeitschrift gesehen und wenige Tage später gehörte aus auch schon mir. Im Sommerurlaub auf Teneriffa habe ich es dann verschlungen. In Broken Dolls wird der Profiler Jefferson Winter nach England gerufen. Vier Frauen sind bereits Opfer des perfiden Täters geworden. Dieser tötet seine Opfer allerdings nicht, sondern entfernt ihnen ein Teil des Gehirns.
Ich habe mehrmals schlucken müssen in diesem Buch, weil vieles sehr nah beschrieben wurde. Eine bestimmte Stelle, geht mir bis heute nicht aus dem Kopf. Mit einem sehr eigenen, verwirrten und zerstreutem Protagonisten ist Broken Dolls ist ein gut gelungener Thriller, der sich wortwörtlich ins Hirn bohrt.

Die Sehnsucht des Vorlesers
Auch hier war eine Leseprobe der Grund meines Kaufs Ich hatte einfach mal etwas anderes einlassen wollen. Und das habe ich auch nicht bereut. Guylain arbeitet in einer Papierverwertungsfabrik und das obwohl er Bücher liest. Deswegen liest er auch jeden Morgen im Zug die Seiten vor, die er der Schreddermaschine entreißen konnte. Bis ihm eines Tages ein USB-Stick vor die Füße fällt, der das Tagebuch einer jungen Frau enthält. Jetzt sind es ihre Geschichten, die er vorliest und eines ist ihm sicher: Er muss diese Frau finden.
Die Sehnsucht des Vorlesers ist ein ruhiges Buch, das man Abends sehr gut bei einer schönen Tasse Tee auf dem Sofa lesen kann. Oder um ein wenig den Flair Frankreichs zu bekommen, bei einem Glas Rotwein.

Ob es ein Sachbuch ist oder ein doch eher eine Ansammlung an Erfahrungen, kann ich nicht sagen. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass mir Du bist viel schöner, wenn ich Recht habe, wundervolle Stunden beschert hat.
Hier teilen Pärchen ihre Tricks, wie sie die Liebsten dazu bringen, gewisse Aufgaben zu erledigen. Wie bringt man den Ehemann dazu, total erregt das Haus zu putzen? Wie schafft man, es für den anderen abzunehmen, ohne an Gewicht zu verlieren? Das und viele andere Fragen werden hier beantwortet.

Zum Schluss kommen wir zu einem Buch, welches ich gerade erst beendet hab. Genauer gesagt, habe ich es als Hörbuch gehört. Das Kind, das nachts die Sonne fand lag über einem Jahr auf meinem SuB. Und ich bereue es. Ich hätte es schon viel früher zur Hand nehmen sollen. Markus wächst als Sohn des Fürsten von Raünvahl auf und wird Zeuge, wie seine Familie Opfer eines blutigen Überfalls wird. Gerettet von Eloisa, der Tochter der Hebamme, wächst er als Leibeigener Mikael auf. Doch schnell wird ihm klar, dass sein Herz für Rache und Gerechtigkeit schlägt.
Das Buch begleitet Mikaels Werdegang und weist, trotz der vielen Seiten, keine Langeweile auf. Schnell hatte ich die kleine Famile ins Herz geschlossen und immer wieder mitgefiebert.

So, das waren sie auch, meine fünf Bücher. Habt ihr eines davon selbst gelesen?


Bildquelle Das Buch ohne Namen: Amazon
Bildquelle Broken Dolls: dtv
Bildquelle Die Sehnsucht des Vorlesers: dtv
Bildquelle Du bist viel schöner, wenn ich recht habe: Rowohlt
Bildquelle Das Kind, das nachts die Sonne fand: Lübbe Audio

Rezension – Men Explain Things to Me

Mit insgesamt neun Essays widmet sich Rebecca Solnit in diesem Buch der Frage, wie im Augenblick die Geschlechterverhältnisse sind und warum der Feminismus noch immer dringend nötig ist. Sie geht dabei mit viel Witz und Ironie, aber auch harten Fakten vor und führt dem Leser so vor Augen, dass man sich nicht auf dem Ausruhen sollte, was Frauen früherer und der jetzigen Generation erreicht haben.

I mean, what is a woman? I assure you, I do not know. I do not believe you know.
– Virginia Woolf, S. 96

Auf Goodreads bin ich Mitglied der Our Shared Shelf-Gruppe, die von Emma Watson ins Leben gerufen wurde und sich Literatur über Gleichheit, insbesondere in Bezug auf Feminismus und Gleichheit der Geschlechter widmet. Dort kam immer mal wieder dieses Buch von Rebecca Solnit auf, besonders wenn es um Vorschläge ging, und mittlerweile sehe ich es auch immer wieder auf Twitter, entweder als aktuelle Lektüre oder Rezension. Schon länger stand es daher auch bei mir auf der Wunschliste und als nun ein Büchergutschein aus der Versenkung aufgetaucht ist (wie der überhaupt verschwinden konnte ist mir immer noch ein Rätsel), habe ich die Chance genutzt und mir dieses Buch gekauft.

Obwohl das Buch eigentlich eher als Büchlein bezeichnet werden müsste, habe ich fast eine Woche gebraucht, um es zu lesen. Der Grund dafür ist, dass ich es regelmäßig schon nach wenigen Seiten wieder zur Seite legen musste, da sich mein Kopf bis obenhin gefüllt anfühlte.
Gefühlt in jedem Satz liefert Solnit einen neuen Denkanstoß und sorgt dafür, dass man in seinem Lesefluss pausiert, um über das Geschriebene nachzudenken. Ich denke, ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Buch mich so sehr zum Nachdenken angeregt hat wie schon lange kein anderes, vielleicht sogar noch nie. Dieses ständige Nachdenken sorgte aber eben auch dafür, dass ich diese Essays nicht einfach so zwischendurch lesen konnte.

Rape culture affects every woman. Most women and girls limit their behavior because of the excistence of rape. Most women and girls live in fear of rape. Men, in general, do not.
– S. 130

Sie untermauert ihre Aussagen mit Fakten, die mich grünlich im Gesicht gemacht haben – vor Übelkeit. Ich saß einmal in der Bahn und musste das Buch nach ungefähr zwei Seiten wieder einpacken, weil ich dachte, ich muss mich übergeben. Erschreckend sind dabei nicht nur die harten Tatsachen selbst (Statistiken über Vergewaltigungen, vornehmlich in den USA, ebenso wie einzelne Fallbeispiele), sondern oftmals noch viel mehr die Reaktion von Behörden und dem Umfeld. Was mich besonders krank macht ist das victim blaming (verlinkt ist der englische Wikipedia-Artikel; im Deutschen finde ich das Wort „Täter-Opfer-Umkehr“ sehr bezeichnend), auf das Solnit mehrmals eingeht.
Zwar bezieht sie viele Beispiele und Statistiken auf Amerika, aber eine schnelle Google-Suche zeigt eben, dass Deutschland von der Rape Culture nicht ausgeschlossen ist (interessanter Artikel dazu aus der taz HIER). Eines meiner großen Laster ist, dass es mir ziemlich leicht fällt, über „die Amis“ den Kopf zu schütteln (und Trump macht es nicht einfach, sich das abzugewöhnen!). Aber in diesem Fall sollten wir tatsächlich erst einmal vor der eigenen Haustür kehren, bevor wir die USA, oder auch Indien, Pakistan, Südafrika und so weiter (erschreckend, wie lang diese Liste werden könnte), verurteilen.

(Rebecca Solnit zitiert diesen Tweet auf Seite 125. Ich finde ihn sehr treffend.)

Eine andere Sache, die Solnit angesprochen hat und auf die der Tweet anspielt ist, dass FeministInnen immer wieder betonen müssen, dass es nicht darum geht, den Männern irgendwelche Rechte wegzunehmen und dass, gerade in Diskussionen um die Rape Culture, nicht impliziert wird, dass alle Männer so sind. Es geht auch nicht darum, die Frauen grundsätzlich als Opfer und die Männer immer als Täter darzustellen, es geht nicht darum, zu verleugnen, dass es auch falsche Anschuldigungen gibt und dass auch Männer Opfer sexueller Gewalt werden können. Aber die Tatsache bleibt nun einmal bestehen, dass im größten Teil der Fälle von sexueller Gewalt der Täter männlich ist.
Wir leben im 21. Jahrhundert und dass diese Dinge noch immer extra betont werden müssen, ist eigentlich ein Armutszeugnis.

Alle Essays drehen sich zwar darum, inwiefern Frauen noch immer benachteiligt sind und warum Feminismus auch im 21. Jahrhundert dringend nötig ist, aber sie gehen das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln an. Dabei nutzt Solnit die unterschiedlichsten Aufhänger, seien es nun Anekdoten, Texte anderer Autorinnen oder ein Bild, wie das hier gezeigte. Vielleicht der witzigste Essay ist gleich der Erste, dem dieses Buch seinen Namen verdankt. Es geht darum, dass Männer gerne mal den Frauen die Welt erklären – und genauso gerne ignorieren, wenn diese besser Bescheid wissen (ich betone hier jetzt nicht extra, dass nicht alle Männer so sind).

Dieses Buch ist hochinteressant und absolut empfehlenswert, auch für Menschen, die sich erst an das Thema Feminismus herantasten (ich spreche aus Erfahrung). Interessant war für mich vor allem, dass Solnit immer mal wieder Situationen beschrieben hat, die ich ebenfalls erlebt habe. Das hat mir gezeigt, dass es mich ganz persönlich auch betrifft und mein Interesse gleich noch mehr gesteigert.

We know less when we erroneously think we know than when we recognize that we don’t.
– S. 82

Über Rebecca Solnit:
Solnit wurde 1961 in Conneticut geboren und wuchs in Kalifornien auf. Mit 17 ging sie zum Studium nach Paris, schloss dieses aber in Kalifornien ab. Sie hat einen Master in Journalismus und ist seit 1988 unabhängige Autorin.
Sie ist in zahlreichen Themengebieten aktiv, setzt sich aber besonders für den Umweltschutz und Menschenrechte, mit dem Fokus auf Gewalt gegen Frauen, ein. Sie hat bisher mehr als 20 Bücher zu den unterschiedlichsten Themen veröffentlicht.
Ihr, insbesondere ihrem Essay Men Explain Things to Me, wird die Entstehung des Wortes Mensplaining zugeschrieben, obwohl sie den Begriff nicht selbst erfand und nach eigenen Angaben ungern benutzt.
Quelle: Wikipedia

Weitere Meinungen zum Buch:

  • Matthews Library (englisch; „deeply engrossing and highly readable“)
  • Wortlichter („anregender und vielfältiger Einstieg in das Thema Feminimus“)
  • Tasmetu (5 Herzen und ein Lesehase; „Gut geschrieben, sachlich, aufrüttelnd.“)
  • Kleiner Hof mit Eichen (hier konnte das Buch nicht vollständig überzeugen)

Quelle Cover: Haymarket Books
Quelle Bild von Frau: Ana Teresa Fernández (Untitled aus der Serie Telarana)
Quelle Autorenbild: Trinitiy University Press

Rezension – Das Geheimnis der Madame Yin

Vielen Dank an den Pro-Talk Verlag für das Rezensionsexemplar!

Vordergründig scheint der Auftrag der Pinkerton-Detektivin Celeste Summersteen recht einfach zu sein: Sie soll die 16jährige Dorothea Ellingsford von Chicago zu ihrer Familie nach London begleiten. Viel schwieriger ist aber der eigentliche Auftrag: sie soll den Mörder von einer Freundin Dorotheas finden. Denn deren Tante, Celestes Auftragsgeberin, ist der Meinung, dass auch Dorothea in Gefahr ist.
Kaum in London angekommen, gibt es neue Entwicklungen: Madame Yin, mächtige Drogenbaronin, wird auf die gleiche Weise ermordet. Worin besteht die Verbindung zwischen einer zwielichtigen ehemaligen Prostituierten und der Freundin Dorotheas aus gutem Hause? Und wie kann man die sogenannte Themsebestie aufhalten, wo doch das Morden kein Ende nimmt?

Leseprobe (pdf)

Ah … yes, please!

Als mir dieses Rezensionsexemplar angeboten wurde, konnte ich einfach nicht nein sagen und dafür gibt es mehrere gute Gründe: das Cover hat mir super gefallen, der Klappentext hat mir auch zugesagt, es gibt eine weibliche Detektivin in einem historischen Krimi und, last but not least, es spielt in London. Mehr als genug Gründe also und zudem ein Haufen Sympathiepunkte, die das Buch aber gar nicht braucht, um bei mir gut anzukommen.

Nicht immer überzeugend

Ein oder zwei Kritikpunkte gibt es aber trotzdem. Zum einen gab es in meinen Augen ein paar unnötige Längen. Aufgebaut wurden sie meistens durch überlange Umgebungs- und Personenbeschreibungen. Besonders ärgerlich war das, wenn gerade ordentlich Spannung durch die Mörderjagd aufgebaut wurde und diese dann in den Beschreibungen verpuffte. Hier trifft also zu, dass manchmal weniger doch mehr ist.
Zudem war ich mir bei Celeste ständig unsicher, ob sie mir nun sympathisch ist oder nicht. Einerseits scheint sie immer genau das richtige zu tun und immer die richtige Spürnase zu haben, andererseits erfährt man über sie in meinen Augen recht wenig. Dadurch blieb sie durchgehend weniger lebendig und echt als die anderen Personen des Buches. Nach 400 Seiten, die man in Begleitung eines Protagonisten verbringt, sollte dieser einfach mehr Farbe angenommen haben. Celeste dagegen wirkt oft wie eine Marionette, die einfach nur ihren Job macht und nur für diesen lebt. Selbst wenn betont wird, dass sie Dorothea leiden kann, wird dies durch ihre Taten nicht deutlich.

„Ich arbeite nicht mit einer Frau zusammen. Unter gar keinen Umständen.“
– Inspector Edwards, S. 135

Umso besser gelungen ist dafür der andere Hauptcharakter im Buch: Inspector Robert Edwards von Scotland Yard. Mit diesem hat Nathan Winters voll ins Schwarze getroffen und ich konnte den leicht herablassenden, sehr britischen Inspector, der auf keinen Fall mit einer Frau zusammenarbeiten will, förmlich vor mir sehen. Er reagiert entsprechend verschnupft darauf, dass er gezwungenermaßen Celeste als vorübergehende Partnerin akzeptieren muss.
Sympathisch war er mir dennoch von Anfang an, da er zwar manchmal herablassend ist, aber nicht auf Menschen herabschaut, nur weil sie im Rang unter ihm stehen. Er ist vor allem herablassend, wenn sich jemand seinen Respekt verspielt hat.
Andererseits lässt er aber zu, dass die Menschen sich seinen Respekt verdienen und sieht auch ein, wenn er jemanden falsch eingeschätzt hat. So zollt er schlussendlich auch als einziger von offizieller Seite Celeste die Anerkennung, die sie verdient hat.

„Mit den Weibern hat man nichts als Ärger, […] aber was wär’n wir schon ohne sie? Nicht mal auf dieser Welt. Stimmt’s, oder hab ich Recht?“
– Tobias Gold, S. 366

Wenn wir schon bei den Personen des Buches sind: da sind einige echte Schätzer dabei. Einer davon hat obiges Zitat von sich gegeben und auch sonst gibt es viele echte Persönlichkeiten – sympathische ebenso wie unsympathische.
Auch an der Geschichte selbst gibt es wirklich nichts auszusetzen. Der Fall wird nicht durch pures Glück gelöst, sondern durch Hartnäckigkeit sowohl von Seiten Celestes als auch Edwards. Zudem ergänzen sich die Ergebnisse der beiden auf sehr natürliche Weise, es wirkt nie in irgendeiner Form gezwungen.
Es wird deutlich, dass im viktorianischen London Männer ganz andere Möglichkeiten hatten, Edwards zudem als „Copper“ mehr Autorität besitzt. Celeste als Frau wirkt dagegen unschuldiger und vor allem weniger gefährlich und verschafft sich so einen Vorteil.
Die Hintergründe der Morde sind glaubwürdig und man bekommt auch nicht auf einen Schlag alle Informationen, sondern immer tröpfchenweise und kann mitraten, wer wohl der Mörder ist.Obwohl ich mit Celeste nie ganz warm wurde, muss man ihr lassen, dass sie sich selbstständig ein gutes Leben aufgebaut hat. Mit ihr hat Winters trotz allem eine starke Hauptfigur geschaffen, die dennoch nicht über die Stränge der damaligen Konventionen schlägt.
Auch andere Frauen im Buch schöpfen ihre beschränkten Möglichkeiten voll aus, zudem zeigt sich, dass privat dann doch nicht unbedingt die Männer die Hosen anhatten. Man merkt, dass der Autor viel Mühe in seine Recherche gesteckt hat, denn aus meiner laienhaften Sicht wage ich zu behaupten, dass ein realistisches Bild vom London des 19. Jahrhunderts gemalt wird.
Es wird wieder einmal deutlich welch elendes Leben ein Großteil der Menschen im industrialisierten England spielten. Besonders interessant fand ich dabei, zu lesen, wie schwer es war, gesellschaftlich aufzusteigen, aber wie schnell die Reichen und Angesehenen abstürzten.

Wer sich ein wenig für das Leben im viktorianischen London interessiert und zudem Freude an einem Krimi hat, der manchmal auch eher gemächlich daher kommt, dem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Mir hat es trotz kleinerer Kritikpunkte sehr viel Freude bereitet!

„Ich bin bereit, mein Leben für Ihre Tochter zu riskieren. Was sind sie bereit, zu tun?“
– Celeste Summersteen, S. 346

Über Nathan Winters:
Winters ist ein Pseudonym von Jürgen Bärbig. Er wurde 1971 in der Nähe von Aachen geboren und ist gelernter Maler. Er schreibt schon seit den Neunzigern Romane, das aber mit mäßigem Erfolg, sodass er den Traum vom Schreiben an den Nagel hängte. 2010 begann er wieder damit und wurde 2014 Stipendiat der der Bastei Lübbe Masterclass, in deren Rahmen eine Kurzgeschichte veröffentlicht wurde. 2016 erschien Three Oaks, eine Westernserie.
Quelle: Pro-Talk Verlag, Website des Autors


Quelle des Covers: KongKing PR-Agentur

Quelle London stilisiert: SpreadShirtMedia

Quelle Autorenbild: KongKing PR-Agentur

Matilda, short for: Lots of fun!

Matilda | Roald Dahl | Puffin Books | first published 1988/this edition published 2016
Paperback: ISBN 978-0-141-36546-6 | £6.99

Matilda is a genius. But the only one who seems to realize that is her teacher Miss Honey. Apart from her there are not a lot of people who approve of Matilda. Her dad thinks she’s nasty. Her mum doesn’t care about her. Her brother thinks she’s a nuisance. And Miss Trunchbull, the headmistress at Matildas School, is a big bully and generally hates children. But when Matilda finds out about the wonderful things she can do with her brain she sets out to teach them all a lesson.

A special movie

In my opinion one of the things that made me such an avid reader – apart from all the great books out there – was the fact that my parents never allowed us to watch a lot of telly when we were younger. We also had only a very few DVDs at home but one of them was the Matilda movie with Mara Wilson as Matilda and Danny DeVito as Mr Wormwood, her dad. It’s propably not really a surprise that my sisters and I loved this movie because, honestly, what’s better for four little girls than a movie about a witty girl who defeats a creepy bully?! We watched this movie over and over again and even 15 years later we are not tired of it.
Until recently I didn’t know though that it’s based on a story by Roald Dahl whose books I learned to love after reading Charlie and the Chocolate Factory not too long ago.

The eternal problem with parents

After all that one could say I had rather high expectations about this book. And I gotta say: I’m not disappointed. Actually it was about the funniest read for some time now!
I just adore Matilda for several reasons. For one: she loves books which I can completly understand.

It was pleasant to take a hot drink up to her room and have it beside her as she sat in her silent room reading […]. The books transported her into new worlds and introduced her to amazing people who lived exciting lives. She went on olden-day sailing ships with Joseph Conrad. She went to Africa with Ernest Hemingway and to India with Rudyard Kipling. She travelled all over the world while sitting in her little room in an English village.
– p. 15

Secondly, Roald Dahl manages to take everyday problems and needs of children and turn them into funny, fantastic stories and hilarious readings for children as well as grown-ups. I’m turning 20 this month and I do vividly remember the times when my parents got on my nerves and teachers were a big nuisance. I think that’s something every child can relate to. Even when you are lucky enough to have really good parents who care deeply about you, like it’s the case with my parents, you can still relate to Matilda. Parents can’t always do everything right in the eyes of their children and that’s something universal which makes this book universal.
Roald Dahl wrote an exaggerated story about disinterested parents, a horrible school with the worst of all bad headmistresses and on the other side a clever, daring kid with extraordinary powers. Alongside with Pippi Longstocking this made Matilda THE children-superhero and rolemodel for me.

Book VS Movie

My admiration was based on the movie and in my experience books are normally better than the movies based on them. I can’t really say that because I still love the Matilda movie (to be honest: I just watched it again this week) and I still laugh about all the pranks and tricks Mara Wilson as Matilda played on her surroundings.
For me both the book and the movie are just perfect. Whereas the movie pulls the whole story off a bit more dramatically and includes scenes that are not part of the book, the book has a greater emphasis on books and contains another batch of scenes that are not part of the movie. So all in all for me, as I watched the movie first, they just add funny things to each other and make the hole story even better.

So if you are ever able to lay your hands on a version of the movie: watch it! It’s hilarious! I can imagine though that some might be disappointed when watching the movie after reading the book as it leaves some parts out. In my opinion you should still give it a try and if you can’t watch the movie then at least read the book because it’s just as hilarious!

Matildas father had a fine crop of black hair […] of which he was exceedingliy proud.
„Good strong hair […] means there’s a good strong brain underneath“ [he was fond of saying].
„Like Shakespeare“, Matilda had once said to him.
„Like who?“
„Shakespeare, Daddy.“
„Was he brainy?“
„Very, Daddy.“
„He had masses of hair, did he?“
„He was bald, Daddy.“
– Matilda and Mr. Wormwood, p. 51

About Roald Dahl:
Dahl was born in Cardiff in 1916. He worked for the Shell Oil Company among other countries he worked in Tanzania where he wrote his first literary work: an article about the encounter with a lion.
He joined the Royal Air Force during the Second World War and flew several missions before returning to Great Britain due to severe headaches. He was then deployed as an Agent for the MI6 in America where he started to write.
He married Patricia Neal, a US actress, in 1953. They were married for 30 years and had five children together. They got a divorce in 1983, during the same year Dahl married again.
He died in Oxford in 1990 from acute leukemia.
Source: Wikipedia

Other opinions about the book:

  • Kids‘ Book Review („one of my all-time favourites“)
  • Nose in a Book (5/5; „There’s just something about Roald Dahl’s book that make them special“)
  • Wandering Words (5/5 stars; „there is much to enjoy for young and old alike“)
  • Buchwelt (deutsch; „Matilda ist ein tolles Buch über ein tolles Mädchen“)

Image source cover: Puffin Books
Image source movie poster: Wikipedia
Image source Matilda reading: Moviepilot
Image source Roald Dahl: Wikipedia (Von Carl van Vechten – Van Vechten Collection at Library of Congress. Dieses Bild ist unter der digitalen ID van.5a51872 in der Abteilung für Drucke und Fotografien der US-amerikanischen Library of Congress abrufbar.)

Rezension – The 12.30 from Croydon

Quelle: British Library
Quelle: British Library

The 12.30 from Croydon | Freeman Wills Crofts | British Library | 347 Seiten | erstmals erschienen 1934, diese Ausgabe 2016
ISBN 978-0-7123-5649-7 | £8.99

Die Geschichte beginnt damit, dass Andrew Crowther im Flugzeug auf dem Weg von Croydon nach Paris tot aufgefunden wird. Danach nimmt das Buch einen anderen Verlauf als erwartet, denn von nun an wird die Geschichte aus Sicht des Mörders beschrieben. Man begleitet ihn von seinem ersten Entschluss, den alten Mann zu töten, über seine Vorbereitungen bis hin zu den Ermittlungen der Polizei und wie er diese erlebt.

British Library Crime Classics

Die British Library hat Krimis aus der Blütezeit des englischen Krimi in der Reihe British Library Crime Classics neu aufgelegt. Aus dieser Reihe habe ich bereits mehrere Bücher gelesen (Capital Crimes, Silent Nights und Mystery in White), zudem liebe ich die Poirot-Geschichten von Agatha Christie, welche ebenfalls in die Ära fallen, der die British Library nun zu erneuter Aufmerksamkeit verhilft. Als ich daher im örtlichen British Shop über dieses Buch gestolpert bin, konnte ich nicht widerstehen.

A very special idea

Neben der Tatsache, dass es ein Buch der British Library Crime Classics ist, hat mich auch die Idee, die Geschichte komplett aus der Sicht des Mörders zu lesen, sofort überzeugt und ich wollte unbedingt wissen, ob und inwiefern dann noch Spannung aufgebaut werden kann. Spontan fällt mir zudem kein anderes Buch ein, in dem der Mörder so stark zu Wort kommt.
In meinen Augen ist es Croft wunderbar gelungen, diese Idee umzusetzen. Es gibt zwar ein paar Stellen, an denen sich das Buch zieht und besonders zu Beginn habe ich darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Aber letztendlich baut das Buch eine Menge Spannung auf – und die war bei mir sehr ambivalent.
Einerseits will man unbedingt, dass Andrew Crwother Gerechtigkeit widerfährt. Andererseits bekommt man alles aus der Sicht des Mörders erzählt und ich habe, trotz allem, mit diesem mitgefühlt. Aus seiner Sicht will man selbstverständlich nicht, dass die Polizei hinter seinen Plot kommt.

Zaudern mit sich selbst

Bei mir hat diese sehr widersprüchliche Spannung dafür gesorgt, dass ich auch noch Tage nach dem Lesen über das Buch nachgedacht habe und teilweise mit mir selbst gehadert habe. Ständig habe ich mir selbst die Frage gestellt, wie ich tatsächlich einem Mörder wünschte, dass er davon kommt.
Das ist nicht das erste Mal, dass ich der Meinung war, dass in fiktiven Morden das Mordopfer verdient hatte, was passiert ist, beispielsweise wenn dieser seine Kinder oder Frau misshandelt hat, oder andere Menschen wissentlich durch sein Handeln in Unglück gestürzt hat.
Keines von beidem ist hier der Fall und dennoch ertappte ich mich manchmal dabei, dass ich dem Mörder die Freiheit wünschte.

Letztendlich denke ich, dass das die Sache ist, welche dieses Buch für mich zu einer wirklich spannenden Lektüre gemacht hat und dafür sorgen wird, dass es mir trotz der uralten Grundgeschichte – nämlich Mord – noch ein ganzes Weilchen in Erinnerung bleibt. Allerdings gab es besonders zu Beginn immer wieder einige Längen, welche dafür gesorgt haben, dass ich das Buch teilweise nicht so sehr genossen habe, wie es möglich gewesen wäre.

How strange it was […] that the useless and obstructive so often live on, while the valuable and progressive die early!
– Charles Swinburn, p. 76

Über Freeman Wills Croft:
Croft wurde 1879 in Dublin geboren und machte ab 1896 eine Ausbildung zum Ingenieur von Schienensystemen im Unternehmen, in dem sein Onkel arbeitete. Bereits drei Jahre später fand er Anstellung in leitender Position einer anderen Firma.
Diesen Beruf übte er jahrelang aus, bis er 1919 erkrankte und das Schreiben von seinem Arzt als Ablenkung empfohlen bekam. Bereits ein Jahr später erschien sein Debütroman The Cask (dt.: Die Frau im Fass), welcher von Kritikern hochgelobt wurde.
Ab 1929 widmete er sich vollständig dem Schreiben und verfasste bis zu seinem Tod im Jahre 1957 mehr als 40 Werke, der Großteil davon sind Kriminalromane. Einige seiner Bücher sind auch auf deutsch erhältlich.
Ab 1930 gehörte er zudem dem bekannten Detection Club an, zu dessen Mitglieder bekannte Namen wie Agatha Christie, Dorothy L. Sayers und Anthony Berkeley gehörten.
Crofts war von 1912 an mit Mary Bellas Canning verheiratet, die Ehe bleib kinderlos.
Quelle: Wikipedia zu Crofts und dem Detection Club

Weitere Meinungen zum Buch:


Bildquelle British Library-Logo: Wikipedia
Bildquelle Poster: Railway Posters
Bildquelle Autorenbild: National Portrait Gallery (Bild Nr. x156450; by Bassano, half-plate film negative, 13 June 1939)

19 years later … Harry Potter and the Cursed Child

Quelle: Little, Brown
Quelle: Little, Brown

Harry Potter and the Cursed Child | Joanne K. Rowling/John Tiffany/Jack Thorne | Little, Brown | published in 2016
Hardback: ISBN 978-0-7515-6535-5 | 19,99€

It’s not easy to be Harry Potter, even though 19 years passed since the Battle of Hogwarts. And it’s certainly not easier to be Harry Potters child – at least that’s what Albus, Harrys and Ginnys second son, thinks. He has a legacy, both as part of the Potter-Family and as being named after Albus Dumbledore which does bring along some rather high expectations regarding his actions. But when Harrys scar starts to hurt again and Albus is caught between past, present and future they learn that they have to face the upcoming events together.

The Hype

It took me a bit to get over my aversion towards this book. It would have been really hard to miss the hype about it and the play over the past few months. Virtually everybody was talking about the eight story, the sequel to Harry Potters story. Despite all the talk I was lucking enough to not hear anything about exact events in the play and, more importantly, about how it ends. Until a few days ago I didn’t even really want to read the book because, to be honest, the last two to three parts of the original Harry Potter books couldn’t really win me over. Especially the seventh volume mostly bored me so I wasn’t keen to give Harry Potter another shot.

Good friends recommend good books

But then a friend offered me to borrow her book and told me she really loved it. We have got quite a similar taste when it comes to books so I thought ‚Why not?‘ and gave Harry Potter another chance to persuade me. And what can I say: I basically inhaled it, was finished with reading after a few hours and a bit pissed off about it being so short.
I heard from a lot of people they were disappointed as it’s, strictly speaking, not a book but merely a screenplay. This did not bother me, I flew through the pages, laughed and also shed a few tears. I just loved how the story unfolds. One thing I always very much appreciated about J. K. Rowlings books was that she constantly manages to 1) come up with new things and 2) include not so very important things from the first books in later books and they just fit together really really good. That was the case here, JKR managed to surprise me more than once and I had a lot of fun reading this book.

„I’m going to try with everything I’ve got – to be a good dad for you.“
– Harry Potter, S. 327

Even though it was „only“ a screenplay I think the protagonists‘ feelings were clearly shown. Also, I could easily relate to both Harry and Albus: Harry who is a bit caught up between his job in the Ministry of Magic and his absolute determination to be a good father, and on the other hand Albus who feels like a constant disappointment for his parents. It’s never been hard to associate with the wizards and witches in Rowlings books, mainly because they share a lot of the common „Muggle“ issues and problems when it comes to everyday life.
Plus there some really sweet side stories, some with and some without Harry, which made this book even better.

All in all I have to admit that the eight story with Harry Potter and his friends and family was far better than expected and I honestly love this book – more then some of the first seven books. I guess it was a good thing not to have high expectations, actually not really expecting the book to be good.

„I’ve never fought alone, you see. And I never will.“
– Harry Potter, S. 312

5Sterne

About J.K. Rowling:
Rowling, born 1965 in Yate (United Kingdom), is mostly known for her Harry Potter novels. They were translated in over 70 languages and more than 400 million sold copies. She has written several other novels set in the Harry Potter universe and some crime novels.
She lives in Scotland with her family.
Quelle: Wikipedia

About John Tiffany:
Tiffany was born around 1971 and brought up in northern England, he studied in Glasgow. He directed several highly praised productions like Black Watch and Once, both at the National Theatre of Scotland where he worked from 2004 to 2013. He won a number of Awards, including a Tony Award.
Quelle: Wikipedia

About Jack Thorne:
Born in 1978 in Bristol, Thorne has written plays for Radio, Theatre, TV and Film. Among them are many highly praised, such as The Scouting Book for Boys, Don’t Take My Baby and some sequels to This is England. He won quite a number of BAFTAs as well as many other awards.
He currently lives in London.
Quelle: Wikipedia

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