Rezension – Das Glück der handgemachten Dinge

Die Weltenbummlerin Jule ist rastlos. Sie hat keinen Job und auch keinen Plan, was sie nun tun soll. Also ergreift sie die Chance, in das Schwarzwälder Heimatdorf ihrer Großmutter zurückzukehren. Dort übernimmt sie eine ehemalige Schankwirtschaft und will diese in ein Kreativ-Café umwandeln. Denn sie liebt es, selber Dinge herzustellen und möchte den Kreativen im Dorf einen Ort geben, um zusammenzukommen und sich zu entspannen. Doch nicht alle im Dorf sind von dieser Idee begeistert und so sieht sie sich einigen Widersachern gegenüber.

Das Glück der handgemachten Dinge habe ich mir aus der örtlichen Bücherei ausgeliehen. Zuerst ist mir das Cover ausgefallen, denn das ist wirklich wunderschön gestaltet, mit zwei Covern. Das obere hat ein herzförmiges „Guckloch“, durch welches das zweite sichtbar ist.
Auch der Rest des Buches ist schön gemacht. Die Seitenzahlen sind auf kleinen Knöpfen abgedruckt, der Seitenrand wirkt wie gewebter Stoff und es gibt Seiten, die einer Staffelei mit Leinwand darauf nachempfunden sind. Auch die Kapitelüberschriften sind schön gemacht.

Die schöne Aufmachung würde aber nicht viel helfen, wenn die Geschichte nicht überzeugt. Das tut sie allerdings. Einmal abgesehen von der Tatsache, dass es immer wieder Passagen gab, die sehr ausschweifend waren und mich gelangweilt haben. Waren es nun Landschaftsbeschreibungen oder Gedankengänge; manches wäre in meinen Augen nicht nötig gewesen.

Aber Jule ist eine Hauptperson, die sympathisch rüberkommt und die man gerne bei der Eröffnung ihres Cafés begleitet. Außerdem wirkt alles sehr realistisch, was für mich immer wichtig ist. Für mich muss die Handlung eines Buches bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar und logisch sein. Denn ansonsten bin ich zu sehr damit beschäftigt, mich darüber zu ärgern, als dass ich das Buch genießen könnte. Das alles ist hier aber nicht der Fall.

Schön fand ich auch, dass es am Ende des Buches Anleitungen für alle im Buch erwähnten Basteleien. Wer möchte, kann diese also nachmachen.

„Du entdeckst Möglichkeiten und erschaffst Neues, wo andere nur ein paar Käsewürfel und Sperrmüll sehen.“

Maike, S. 13

Bücher in der Reihe:
1. Das Glück der handgemachten Dinge (erschienen 2016)
2. Vom Glück der winterlichen Dinge (erschienen 2016)
3, Frühlingsglück und Gartenzauber (erschienen 2018)

Über Marina Boos:
Boos wurde 1981 geboren und arbeitete nach ihrem Studium in öffentlichen Bibliotheken, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Das Glück der handgemachten Dinge ist ihr Debütroman. Marina Boos ist selbst leidenschaftlich gern kreativ, insbesondere bei der Verarbeitung von Wolle.
Quelle: Droemer Knaur

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Taschenbuch: ISBN 978-3-426-51719-2 | 12,99€
E-Book: ISBN 978-3-426-42953-2 | 10,99€
302 Seiten (+23 Seiten Anleitungen) | erschienen 2016

Verlagswebseite zum Buch

Bildquelle
Autorin: Website der Autorin

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