Rezension – Der Glanz eines neuen Tages

Lorna arbeitet ehrenamtlich in einem Hospiz. Eine alte Dame dort hinterlässt ihr ihren Hund und den Rat, mutig zu sein. Lorna entschließt sich daraufhin, in ihre Heimatstadt Longhampton zurückzukehren und dort eine Kunstgalerie zu übernehmen. Als dann die ältere, einsame Künstlerin Joyce bei ihr einzieht, ändert sich das Leben beider Frauen zum Besseren.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Der Glanz eines neuen Tages ist eines der Bücher, die mir in diesem Jahr bisher am Besten gefallen haben. Das wichtigste Thema des Buches ist Kunst. Lornas Mutter war Künstlerin, sie selber hat sich eher auf die Förderung von Künstlern verlegt, auch Joyce ist Künstlerin und zusammen versuchen sie, ein bisschen mehr Kunst nach Longhampton zu bringen.

Mir hat gut gefallen, wie der Umgang mit Kunst hier dargestellt wurde. Kunst hat oft etwas sehr elitäres, auch in der Art, wie es in vielen Büchern dargestellt wird. Aber in Der Glanz eines neues Tages kann Kunst alles sein, was uns anspricht. Lorna lernt im Laufe des Buches, dass nicht alles, das ihr ge- oder missfällt die gleiche Wirkung auf andere Menschen hat.
Schön fand ich auch, wie Kunst und Kreativität in diesem Buch die Menschen zusammenbringt.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das würdiges und vor allem selbstbestimmte Altern und Sterben. Es wird nicht explizit in Form von Plädoyers oder Belehrungen angesprochen, aber anhand von Joyce und ihren Entscheidungen wird doch deutlich, wie nachlässig bis ignorant wir mit älteren Menschen oft umgehen.

Lorna versucht in Longhampton zudem, sich ihre Träume zu verwirklichen und vor allem, mit der Vergangenheit ihrer Familie abzuschließen. Mir hat gefallen, dass sie versucht, glücklich zu werden und dass zwar durchaus mit ihrem Umfeld, aber doch so, dass sie ganz unabhängig von anderen in sich ruht und mit sich zufrieden ist.

Ein wunderbares Buch über das Verbindende von Kunst und die Freundschaften, die sich dank ihrer ergeben können. Ich liebe dieses Buch und habe gelacht, mich manchmal über die Protagonisten gewundert und geweint.

Über Lucy Dillon:
Dillon wurde 1974 in der britischen Grafschaft Cumbria geboren. Sie studierte Englische Literatur in Cambridge, arbeitete als Presseassistentin und später als Juniorlektorin. Ihr erstes Buch The Ballroom Class (dt.: Tanz mit mir!) erschien 2008, für zwei ihrer späteren Romane erhielt sie Preise.
Heute lebt sie mit ihren beiden Hunden in einem Dorf bei Hereford.
Quellen: Randomhouse & Wikipedia

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Originaltitel: Where the Light Gets in | Übersetzerin: Claudia Franz
Taschenbuch: ISBN 978-3-442-48855-1 | 10,00€
E-Book: ISBN 978-3-641-23265-8 | 9,99€
544 Seiten | erschienen 2018

Verlagswebseite zum Buch

Website der Autorin

Bildquellen
Autorin: Randomhouse (© Tim Bishop)
Cover: Randomhouse

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