Rezension – Der kleine Laden in Bloomsbury

Das Glück scheint endlich einmal auf Posy herabzuscheinen, als sie einen kleinen Buchladen in Bloomsbury erbt. Mit Feuereifer macht sich daran, diesen wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu soll auch beitragen, künftig nur noch Liebesromane mit Happy End zu verkaufen – schlechte Nachrichten gibt es ihrer Meinung nach genug.
Nur Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hält davon wenig. Und so muss sich Posy mit dem unverschämtesten Kerl Londons rumschlagen, der leider aber auch sehr attraktiv ist. Um ihren Frust über ihn loszuwerden, schreibt sie selbst einen Liebesroman – mit Sebastian als Held.

Vielen Dank an den Penguin Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

Zugegebenermaßen hat mich vor allem die Tatsache angezogen, dass es in diesem Buch (auch) um einen Buchladen geht, noch dazu in London. Das allein sorgte schon dafür, dass ich sehr gespannt auf das Buch war. Und ich wurde nicht enttäuscht: dieses Buch hat mich begeistert und gut unterhalten.

Zunächst fällt auf, dass Sebastian nicht dem Klischee eines love interest entspricht. Er liefert sich regelmäßig Wortgefechte mit Posy. Zudem werfen sich die beiden Beleidigungen an den Kopf, wie man es mit Menschen, denen man nahe steht und die man gut kennt, manchmal macht. Die beiden wirken wie zwei Freunde, die sich miteinander kabbeln und sich andeinander messen. Zwar kreisen sie manchmal auch umeinander, was romantische Interessen angeht, hauptsächlich haben sie aber eine freundschaftliche Beziehung, aus der mehr wird.

Die Geschichte hat mich vor allem zum Lachen gebracht, manchmal auch zum Weinen und einmal sogar zu beidem gleichzeitig. Zum Lachen trägt insbesondere auch der Roman bei, den Posy schreibt. Denn wie sie hier die Beziehung zwischen Sebastian und sich selbst verarbeitet, ist einfach nur witzig.

Last but not least finde ich es toll, dass ein Gefühl von London vermittelt wird und nicht nur auf dem Klappentext steht, dass dem so ist. Ständig wird Tee ausgeschenkt, abends geht es in den Pub, Probleme wie hohe Mietpreise; all das vermittelt tatsächlich eine Londoner Atmosphäre und macht den Handlungsort nicht austauschbar.

„Selbst die tollsten Frauen haben manchmal Angst oder sind unsicher, brauchen einen Kuss und eine Umarmung von ihrer Mum.“

Angharad Morland, S. 199

Bücher in der Reihe:
1. Der kleine Laden in Bloomsbury (erschienen 2018)
2. Sommer in Bloomsbury (erschienen 2018)
3. Verliebt in Bloomsbury (erscheint 2019) 

Über Annie Darling:
Darling lebt zusammen mit ihrer Katze in einer kleinen Londoner Wohnung umgeben von Büchern. Der kleine Laden in Bloomsbury ist ihr Debütroman.
Quelle: Random House

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Taschenbuch: ISBN 978-3-328-10319-6 | 10,00€
E-Book: ISBN 978-3-641-23024-1 | 9,99€

Verlagswebseite zum Buch

Bildquelle
Cover: Random House

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