Rezension – Der Sommer der blauen Nächte

Als Jules Mutter stirbt, wirft sie das vollkommen aus der Bahn – und hinterlässt sie mit einem ganzen Haufen Fragen. Um diese zu beantworten reist sie zu den liebsten Ferienorten ihrer Mutter. Dort will sie dem Leben ihrer Mutter nachspüren, das die Künstlerin abseits ihrer Familie hatte. Das hilft ihr aber nicht so recht in der Beantwortung ihrer Fragen – und als dann auch noch die Liebe hinzukommt, ist das Chaos perfekt.

Vielen Dank an NetGalley.de und den atb Verlag für dieses Rezensionsexemplar, das ich im Rahmen der 1. #NetGalleyDEChallenge lesen durfte!

Es sind mittlerweile fast zwei Wochen, seit ich Der Sommer der blauen Nächte gelesen habe. Und während ich diese Rezension schreibe, fällt mir wieder ein, was ich schon beim Lesen bemerkte: dieses Buch bleibt nicht so recht in Erinnerung. Es ist eine schöne, locker-leichte Lektüre, perfekt für den Sommer. Aber nichts daran hebt dieses Buch als Besonders heraus. Es gab keine überraschenden Wendungen, keine schillernden Persönlichkeiten und auch von der grundsätzlichen Idee liest man nicht zum ersten Mal.

Dennoch habe ich das Buch gern gelesen und mich ein bisschen in den Urlaub versetzt gefühlt. Denn genau dafür ist es perfekt: man muss nicht viel denken und wird gut unterhalten. Stellenweise ist mir Jule zwar ein bisschen auf die Nerven gegangen, weil sie ein Verhalten an den Tag legt, das ich unverständlich fand. Davon einmal abgesehen, wird man vom Buch an einsame Strände und in schöne Dörfer entführt. Man kann vom Sommer träumen und bekommt ein bisschen Fernweh.

Der Sommer der blauen Nächte ist ein schönes Buch über die Liebe und das Leben. Leider fehlt ihm das gewisse Etwas, das es zu einem wirklich tollen Buch macht, das noch über das Lesen hinaus in Erinnerung bleibt.

„Jetzt ist Marie eben nicht nur eine Mutter für mich, sondern auch eine Frau mit eigenen Bedürfnissen, mit widerstreitenden Gefühlen und schwierigen Entscheidungen. Ich glaube, der Unterschied ist, dass ich das immer ignorieren wollte.“
– Jule Jansen (Kindle-Edition Pos. 3089)

Über Stefanie Gregg:
Gregg wurde 1970 in Erlangen geboren. Sie studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften und arbeitete danach bei Bertelsmann sowie als Unternehmensberaterin. Darauf folgte die freie journalistische Arbeit, bevor sie sich der Belletristik zuwandte. Heute geht sie der Lehrtätigkeit nach und schreibt Krimis, Kurzgeschichten und Romane. Ihr Debütroman Bienentod erschien 2011.
Zusammen mit ihrer Familie lebt Gregg bei München.
Quelle: Website der Autorin

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Verlagswebseite zum Buch

Taschenbuch: ISBN 978-3-7466-3411-1 | 9,99€
E-Book: ISBN 978-3-8412-1474-4 | 7,99€
320 Seiten


Bildquelle:

Cover: atb
Autorin: Webseite von Stefanie Gregg

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