Rezension – The Paris Secret

In Paris wird ein Apartement gefunden, das über 70 Jahre verschlossen und in Vergessenheit geraten war. Darin befindet sich ein wahrer Schatz an Kunstwerken. Die Kunstagentin Flora Sykes wird gebeten, sich die Schätze anzuschauen und zu katagolisieren. Sie macht die Bekanntschaft des ebenso unfreundlichen wie gut aussehenden Xavier, Erbe der Vermeil-Familie, der das Apartement gehört. Verwirrt von der Anziehung zwischen den beiden, konzentriert sich Flora darauf, die Herkunft der Gemälde zu bestimmen – und wirft dabei mehr Fragen auf, als sie Antworten findet.

The Paris Secret konnte mich absolut überzeugen. Zunächst einmal war es spannend geschrieben. Ich hatte am vorletzten Wochenende eine Busfahrzeit von viereinhalb Stunden. Ich hatte kurz zuvor angefangen, das Buch zu lesen und habe es in den viereinhalb Stunden vollends verschlungen.
Es ist spannend geschrieben, sodass ich es wirklich nur ungern aus der Hand gelegt habe und ich wollte nicht, dass es endet.

Schon allein von der Thematik her war es sehr interessant. Das fängt bei der mit Kunst gefüllten Welt an, in der sich Flora Sykes bewegt. Ich habe mit Kunst nichts am Hut und bin ehrlich gesagt auch nicht übermäßig daran interessiert. Aber in diesem Buch ist es so gut beschrieben, dass man von der Liebe Floras zu Kunstwerken regelrecht angesteckt wird.
Zudem spielt auch der systematische Kunstraub der Nazis an Juden während des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle. Was für Auswirkungen dieser noch heute hat, war mir nicht bekannt und spannend zu erfahren.

Auch die Liebesgeschichte fand ich außergewöhnlich geschrieben. Zum einen ist sie nicht das wichtigste im Buch. Auch wenn der Klappentext etwas anderes indiziert, nimmt sie relativ wenig Raum im Buch ein. Der Fokus liegt auf der Geschichte der gefundenen Kunstwerke. Aber die entstehenden Gefühle zwischen Flora und Xavier sind auf eine besondere Art beschrieben, sodass es mir ganz natürlich vorkam, wie schnell sich das entwickelt.

The Paris Secret ist eine Mischung aus Detektivgeschichte, Liebesroman und Gesellschaftsroman, die mich positiv überrascht hat. Bisher das beste Buch des Jahres und eines, das in Erinnerung bleibt.

„All that matters is the kiss. It’s the kiss that reveals the heart.“

Xavier Vermeil (S. 406)

Hintergrund zum Buch: Die Geschichte basiert lose auf der Entdeckung eines Apartments in Paris 2010. Es war 1942 verlassen worden, als die EIgentümerin vor den Nazis nach Südfrankreich flüchtete. Sie kehrte nie nach Paris zurück und so erfuhren ihre Verwandten erst nach ihrem Tod im Jahr 2010 davon (Quelle: The Telegraph). Eindrückliche Bilder gibt es z. B. HIER.

Weitere Meinungen zum Buch:
What’s Better Than Books? (9/10; „Compelling, emotional and deliciously mysterious!“)
all the books i can read (9/10; „the atmosphere and the way in which the author teases out secrets and deftly weaves together the past and the present is quite masterful“)

Über Karen Swan:
Karen Swan arbeitete als Modejournalistin für Magazine wie die VOGUE. Ihre Karriere als solche beendete sie, um sich ihren drei Kindern zu widmen und ihren Traum, Bücher zu schreiben, zu verwirklichen. Ihre Bücher schreibt sie in einem Baumhaus in ihrem Garten in Sussex, wo sie mit ihrem Mann und den Kindern lebt.
Quelle: Randomhouse & Info im Buch

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Taschenbuch: ISBN 978-1-44728-0-699 | 9,09€
E-Book: ISBN 978-1-44728-0-279 | 6,89€
Hörbuch: ISBN 978-1-50983-3-665 | 28,99€ | 763 Minuten
416 Seiten | erschienen 2016

Verlagswebseite zum Buch

Bildquellen
Autorin: Randomhouse (© Alexander James)
Cover: Pan Macmillan

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