Cover und Infos zum diesem Buch um Flavia de Luce

Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d

Als Flavia de Luce aus dem Mädcheninternat in Kanada nach Großbritannien zurückkehrt, liegt ihr Vater krank darnieder. Um sich von der angespannten Situation zuhause fernzuhalten, erklärt sie sich bereit, einen Brief an einen eigenbrötlerischen Holzschnitzer zu liefern. Diesen allerdings findet sie tot auf: an seinen Füßen aufgehängt baumelt er an seiner Schlafzimmertür. Für Flavia erweist sich das als Glücksfall: endlich kann sie wieder ermitteln!

Während der Vorbereitungen für die Silberhochzeit meiner Eltern bin ich dem exzessiven Stress-Shoppen verfallen. In meinem Fall bedeutet dies natürlich immer exzessives Bücher kaufen. Im Rahmen dessen ist auch dieses Buch in meinen Besitz übergegangen.
Schon vor einigen Jahren habe ich von einer Freundin den ersten Band der Flavia de Luce-Reihe auf deutsch bekommen und ihn geliebt!

Daher war ich gespannt, ob Flavia mich auch im englischen Original bezaubern kann. Meine Befürchtung war vor allem, dass ich dem Geschehen nicht ganz folgen kann. Aus Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet konnte ich mich erinnern, dass sie gerne chemisches Fachvokabular benutzt. Tatsächlich war dies aber kein Problem, da sie die benutzten Worte auch für nicht-muttersprachliche Laien verständlich erklärt.

„It’s worth remembering that some of the greatest things in life are completely unfair.“
– Inspector Hewitt, S. 310

Das Erfrischendste an Flavia finde ich ihr Selbstvertrauen. Davon hat sie eine gehörige Portion. Und wenn es ihr doch einmal daran mangelt (was selten genug vorkommt), dann nimmt sie die Schultern zurück, das Kinn hoch und tut so, als wäre sie das Selbstvertrauen in Person. Gut möglich, dass ich sie darum ein bisschen beneide.
Um ihre kaltblütige Ader dagegen beneide ich sie nicht. Stellenweise musste ich über ihr unsympathisches Gehabe wirklich den Kopf schütteln. Die Familie de Luce fällt insgesamt nicht durch Warmherzigkeit auf. Flavia treibt dies aber manchmal auf die Spitze – und wirkt an den entsprechenden Stellen wie ein sehr verwöhntes Gör.

Im Gegensatz zum ersten Teil, fand ich diesmal auch Flavias Schwestern sympathisch. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich als große Schwester nachvollziehen kann, wie nervig kleine sein können. Und Daphne aka Daffy wird schon allein dadurch sympathischer, da sie immer mit der Nase in einem Buch steckt.

Alles in allem also wieder ein sehr gelungenes Buch rund um eine neunmalkluge Heldin, die dennoch sehr sympathisch ist. Auch der Fall konnte mich überzeugen – realistisch und spannend!

Growing up is like that, I suppose: The strings fall away and you’re left standing on your own.
– Flavia de Luce, S. 128

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Über Alan Bradley:
Bradley wurde in Toronto geboren und wuchs in Cobourg auf, beides Städte in der kanadischen Provinz Ontario. Lange Zeit arbeitete er fürs Fernsehen, zudem lehrte er an der Universität Saskatchewan. Davon zog er sich zurück, um sich vollständig dem Schreiben widmen zu können.
Er ist insbesondere bekannt für die Krimireihe rund um Flavia de Luce. Bisher sind davon neun Bände erschienen.
Er verbrachte einige Zeit auf Malta und lebt mittlerweile auf der Isle of Man.
Quelle: Autorenwebsite

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