Rezension – Weil es Liebe ist

Seit Monaten schwärmt Holland Bakker für einen Gitarristen, der in der New Yorker U-Bahn spielt und macht extra einen Umweg auf ihrem Arbeitsweg, um ihn zu sehen. Das stellt für die T-Shirtverkäuferin, die mit ihrem Leben nicht so richtig zufrieden ist, den Höhepunkt ihres Tages dar. Doch dass die beiden, aus einem ganz und gar unromantischen Grund Mitbewohner werden könnten, kommt ihr nicht in den Sinn.

Vielen Dank an NetGalley.de und den Ullstein-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Nach meinen Klausuren stand mir der Sinn nach einer wenig anspruchsvollen Liebesgeschichte und ich fragte deshalb dieses Buch an. Es erschien mir als leichte Lektüre, hörte sich aber dennoch interessant an. Letztendlich war das Buch um einiges tiefgründiger, als ich erwartet hatte. Enttäuscht war ich darüber nicht.

Es gibt sehr viele Dinge, die mir an diesem Buch gefallen haben. Angefangen hat es mit Holland, der ich mich nahe fühlte. Ich kenne das Gefühl, dass man sich manchmal als eine Art „Betrüger“ im eigenen Leben fühlt. Als hätte man die guten Dinge gar nicht verdient.

Auch interessant fand ich den Umgang mit dem Thema Freundschaft. Gefühlt scheint es zu Büchern dazuzugehören, dass es die eine beste Freundin (oder seltener den einen besten Freund) gibt, den der/die Protagonist*in schon ewig kennt und mit dem/der alle Geheimnisse geteilt werden.
In Weil es Liebe ist geht es stattdessen darum, dass man manchmal aus Freundschaften „herauswächst“ und der Hilflosigkeit sowie den Schuldgefühlen deswegen. Ich denke, dass viele, wenn nicht alle von uns, Freundschaften kennen, die in einer bestimmten Lebenssituation zu uns passen und irgendwann im Sand verlaufen.

Von diesem oft tiefgründigen, oft witzigen und insgesamt einfach lesenswerten Buch wurde ich positiv überrascht, hatte ich doch hauptsächlich eine seichte Liebesgeschichte erwartet. Gespannt bin ich nun vor allem auch auf einige der anderen Bücher des Autorinnenduos.

Seit fast einem Jahr suche ich nach einer Idee für meinen ersten Roman, und mir fällt nichts ein. Liegt das etwa daran, dass Romane eine Hauptfigur brauchen und ich nur die Stimmen von Nebenfiguren im Kopf habe?

Holland Bakker (Kindle-Edition Pos. 2355)

Über Christina Lauren:
Christina Lauren ist das Pseudonym der Freundinnen Christina Hobbs und Lauren Billing. Die beiden schreiben schon seit langem zusammen und haben als Christina Lauren vierzehn Bücher veröffentlicht, die in über 30 Sprachen übersetzt wurden.
Lauren Billings hat einen Doktor in Neurowissenschaften und arbeitete einige Zeit in diesem Feld. Mittlerweile widmet sie sich full-time dem Schreiben, sowie ihren beiden kleinen Kindern.
Christina Hobbs arbeitete als Beratungslehrerin an einer Junior High School, ist heute aber ebenso wie ihre Freundin full-time Autorin.
Quelle: Webseite der Autorinnen

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Originaltitel: Roomies | Übersetzerin: Sybille Uplegger
Taschenbuch: ISBN 9783958183629 | 12,00€
E-Book: ISBN 9783958183506 | 4,99€
352 Seiten | erschienen März 2019

Verlagswebseite zum Buch

Buchquellen
Autorinnen: Website der Autorinnen
Cover: Ullstein

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