Best of … 2016

Ein schönen letzten Tag in 2016 euch allen!

Ich mache mich heute auf den Weg zu meinen Eltern – mit denen und Freunden wird Silvester gefeiert – und möchte euch vorher meine Highlights aus dem Jahr vorstellen.

Die vergangenen 366 Tage waren bei mir ganz schön aufregend – viele Erfahrungen, viele neue Menschen, viele schöne Momente, aber eben auch viele anstrengende, traurige oder nervige Augenblicke. Der größte Umbruch war für mich in diesem Jahr das Ende des AuPair-Jahres und der Beginn meines Studiums. Unter diesem hatte mein Blog zu leiden, aber das Studium steht an erster Stelle und auch in Zukunft wird der Blog während der Klausurphasen an der Uni wohl eher darniederliegen. Aber es geht doch immer weiter, schon allein weil es so viele tolle Bücher und – mindestens genauso wichtig – so viele tolle Büchermenschen (hier besonders ein Shout-out an Denise aka Löle, die mir so viele Tage versüßt hat und die ich nicht mehr missen möchte!) gibt.

mein-jahr

Ich habe in diesem Jahr viele tolle Bücher gelesen, für diesen Rückblick habe ich mich auf die zehn besten eingeschränkt. Das sind keineswegs nur Neuerscheinungen, es sind einfach jene, welche mir die Liebsten sind. Die Reihenfolge ist auch keine Rangfolge, denn vergleichen will ich sie nicht, sie haben mir alle richtig gut gefallen.


Ein Buchladen zum Verlieben – Katarina Bivald

dsc_0648

Als Bücherwurm ist es, glaube ich, ziemlich schwer, dieses Buch nicht zu lieben! Sara ist ständig am Lesen und die Arbeit, die sie in den Buchladen steckt, haben dafür gesorgt, dass sie mir sehr sympathisch wurde. Überhaupt fand ich es toll, zu lesen, wie sie den Buchladen aufbaut. Außerdem gibt es noch allerlei ebenso liebenswürdige wie merkwürdige Nebencharaktere, die zum Genuss dieses Buches beitragen – also unbedingt lesen!


The Little Paris Bookshop – Nina George

dsc_0655Ein deutsches Original einmal auf Englisch zu lesen (da ich es in good ol‘ England gefunden habe) hat auch einmal etwas. Das ist aber bestimmt nicht der Grund, warum es in dieser Liste auftaucht. Es geht um das Leben, die Liebe und ja, auch um Bücher. Die spielen eine große Rolle, aber überzeugen konnte mich das Buch vor allem durch seinen Schreibstil, die wunderbaren Unterhaltungen, die spürbare Liebe zu Büchern und Frankreich.


28 Tage lang – David Safier

dsc_0667So gut wie in diesem Buch hat es bisher nur zwei andere geschafft, mir die Gedanken und Gefühle eines jüdischen Mädchens zur Zeit des Dritten Reiches näher zu bringen – und es ist das einzig fiktive. Es steht nicht auf einer Stufe mit den zwei anderen; das Tagebuch der Anne Frank sowie Rutkas Tagebuch von Rutka Laskier, das man auf dem Bild im Hintergrund sieht; da diese noch einmal ganz anderes Gewicht haben – allein aufgrund der Tatsache, dass sie nun einmal von ganz realen Personen handeln. Dennoch ist es eine beeindruckende Lektüre, die man lesen sollte, wenn man einen Einblick in den Aufstand im Warschauer Ghetto bekommen will.


Charlie and the Chocolate Factory – Roald Dahl

dsc_0651Es ist für mich kaum zu glauben, dass ich über 19 Jahre gebraucht, um Roald Dahl für mich zu entdecken. Ich habe den Film Matilda mit Danny DeVito geliebt, aber in England bin ich erst darauf gekommen, was für großartige Bücher von Roald Dahl geschrieben wurden. Charlie and the Chocolate Factory durfte als erstes einziehen, ich habe fest vor, noch viele weitere Dahl-Bücher folgen zu lassen.


Ein ganz besonderes Jahr – Thomas Montasser

Quelle: Piper
Quelle: Piper

Auch dieses Buch ist eines jener, das mich Bücherwurm nur ansprechen kann. Es ist eine wunderbar geschriebene Geschichte über Buchhandlungen, das Lesen, das Versinken in Bücher und ich habe mich oft darin wiedererkennen können. Zudem ist es wirklich wunderbar geschrieben und ebenso wie Valerie in ihren Büchern bin ich in diesem Buch versunken.


Harry Potter and the Philosopher’s Stone – J. K. Rowling & Jim Kay

dsc_0668Selbstverständlich habe ich die Bücher um Harry Potter bereits gelesen – auf deutsch. In England habe ich dann den Beschluss gefasst, sie auch auf Englisch zu lesen, allerdings die illustrierten Ausgaben. So steht die selbe Geschichte, aber doch noch einmal ganz anders im Regal. In meinen Augen wurde eine richtiger guter Job bei der Illustration gemacht: nicht zu viele Bilder (sodass man die Fantasie noch schweifen lassen kann), aber auch nicht zu wenige (sodass man sich wunderbar in die Welt der Zauberer und Muggel einfühlen kann).


One Hundred Days of Happiness – Fausto Brizzi

imageIm März gelesen, hielt ich es damals schon für ein Highlight des Jahres – und das ist es auch! Es ist so inspirierend über Lucio zu lesen. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, gegen den Krebs anzukämpfen. Lucio weiß, dass er kaum eine Chance hat. Stattdessen versucht er, mit seiner Familie – und sich selbst – ins Reine zu kommen. Ich denke, am Schluss will er vor allem auf sein Leben zurückblicken und das Gefühl haben, ein gutes Leben geführt zu haben. Und das ist das Inspirierende an diesem Buch, denn ich denke, dass ich dieses Gefühl auch gerne hätte.


The Red Notebook – Antoine Laurain

dsc_0653Ich habe in diesem Jahr Frankreich und seine Autoren für mich entdeckt und dieses Buch hat ganz entschieden dazu beigetragen. Es ist eine wunderbare Geschichte darüber, wie das Leben spielen kann. Es hat mich zu Tränen gerührt und zum Lachen gebracht – das gelingt nicht jedem Buch auf knapp 160 Seiten. Man kann sich so einfach mit Laurent und Laure identifizieren, denn sie sind einfach nur Menschen mit Fehlern, Problemen, Hoffnungen und Sehnsüchten, wie sie jedem von uns bekannt sein dürften.


The Letter – Kathryn Hughes

dsc_0654Im Rückblick ist es eines der aufwühlendsten Bücher dieses Jahres. Ich hatte immer wieder Tränen in den Augen. Es vereint so viele traurige Themen, ohne dass es dadurch überladen wirkt und ohne dass es hoffnungslos wird. Im Grunde ist es ein sehr lebensbejahendes Buch, das zeigt, dass man die Hoffnung niemals verlieren sollte. Und es liest sich so schön, dass ich es quasi inhaliert habe.


Roman eines Schicksallosen – Imre Kertész

dsc_0666Es fällt mir unglaublich schwer zu beschreiben, warum mich dieses Buch so sehr bewegt hat. Es spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, ist teils autobiographisch gefärbt. Vielleicht ist es die Tatsache, dass er durchgehend im Buch sehr naiv bleibt. Es ist, als würde man über ein Kind lesen – und das ist unendlich viel schwieriger, als über einen Erwachsenen zu lesen.


Auch sonst war einiges los in diesem buchigen Jahr. Ich habe an ein paar Challenges teilgenommen; die Goodreads-Challenge mit dem Ziel von 100 Büchern habe ich beendet, bei Märchenhaft durch 2016 bin ich immerhin über die Punktzahl gekommen, die man zu der Teilnahme an der Gewinnverlosung benötigt, allerdings hat auch die Challenge unter dem Beginn des Studiums gelitten. Bei der History und Englisch Lese-Challenge konnte ich sogar den Gewinn abstauben – und habe mich sehr darüber gefreut.

Für das nächste Jahr nehme ich auf jeden Fall an Daggis Buch-Challenge teil und ich werde mir vermutlich auch bei Goodreads wieder ein Ziel stecken. Aber das war’s dann auch mit buchigen Vorsätzen für das nächste Jahr!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir lesen uns dann in 2017 😄 (gut, ich hätte gerade fast 2016 getippt, aber das kommt wohl noch öfter vor 🙈

Gruß und Kuss,
eure Celina xxx

Mein Lesemonat November

Hallöle ihr Lieben!

Hoffentlich hattet ihr einen schön entspannten, buchreichen zweiten Advent. Mit ein bisschen Verspätung kommt von mir noch der Rückblick auf den November. Die letzten Wochen waren ziemlich anstrengend, jeden Tag stand etwas anderes an und ich kann es kaum erwarten, dass Weihnachten ist – schon allein, weil es das Ende dieser Klausurenphase bedeutet!

Im Großen und Ganzen war es lesetechnisch trotzdem ein erfolgreicher Monat, mit 17 gelesenen Büchern. Elf davon waren allerdings ReReads und nur sechs (mehr oder weniger) neue Bücher gab es in diesem Monat.

Insgesamt habe ich 6.395 Seiten gelesen, deutlich mehr als im letzten Monat. Ich hab auch das Gefühl, endlich mal wieder richtig zum Lesen gekommen zu sein und nicht nur Bücher nochmals gelesen habe.
Mit den Rezensionen bin ich aber noch nicht so ganz hinterher. Zu Immer montags beste Freunde und Colonia im Mittelalter werden sie aber auf jeden Fall noch folgen.
Außerdem arbeite ich an einem kurzem Bericht über eine Lesung von Peter Stamm, die ich besucht habe.

Am Besten gefallen in diesem Monat hat mir das noch rezensionslose Immer montags beste Freunde, da es mich sehr berührt hat.

Quelle: Randomhouse
Quelle: Randomhouse

Einen Flop gab es in diesem Monat eigentlich nicht. Das Buch, das meine Erwartungen aber am stärksten enttäuscht hat, ist Realitätsgewitter von Julia Zange. Ich hatte so viel Gutes gehört, aber ganz mithalten konnte es in meinen Augen nicht. Das macht es allerdings keineswegs zu einem schlechten Buch.

Wie war euer November? Und freut ihr euch schon auf die letzten paar Wochen dieses Jahres?

Liebe Grüße
Celina xx

Mein Lesemonat Oktober

Hallihallo ihr Lieben!

Hoffentlich habt ihr Halloween gut überstanden und seid nicht von irgendwelchen Gruselclowns gefressen worden 😀

Nachdem ich den Monatsrückblick für September habe ausfallen lassen (zu viel Stress), gibt es heute wieder einen Rückblick auf den vergangenen Monat von mir.
Ich kann nicht ganz glauben, dass schon November ist und es nur noch anderthalb Monate bis zu den ersten Prüfungen sind – aaaaaahhhhh!

Damit zurück zum Thema. Viel zum Lesen gekommen bin ich in diesem Monat nicht. Das spiegelt sich vor allem darin wieder, dass ich zwar elf Bücher gelesen habe, sieben davon aber reReads waren. Viele nochmals gelesene Bücher sind bei mir immer ein Zeichen einer Leseflaute.

Zu Frigid, Iran und Beauty and the Boss werde ich noch eine Rezension verfassen. Daran arbeite ich auch schon fleißig.

Insgesamt bin ich mit meinen 11 Büchern auf 3.617 Seiten gekommen, was letztendlich doch ganz in Ordnung ist. Die Zahl der durchschnittlich vergebenen Sterne ist auch sehr schön, sie liegt nämlich bei genau 4.

Das beste Buch war eindeutig Ghostsitter – Geister geerbt von Tommy Krappweis. Das ist eine Überraschung, da es so gar nicht den Büchern entspricht, die ich normalerweise lese. Aber es war eine sehr unterhaltsame Lektüre, die besonders viel Spaß gemacht hat, da sie im Rahmen der Aktion Wanderbuch stattgefunden hat.

Der Flop des Monats war King – Er wird dich besitzen. Ich hatte mir von diesem Buch viel erhofft, aber leider konnte es mich nicht begeistern.

Wie war euer Oktober? Gibt es gruselige Geschichten zu erzählen?

Liebe Grüße
Celina xx

Leseparty zur #fbm16

Halli, hallo und hallöchen!

An diesem Wochenende steht die Frankfurter Buchmesse vor der Tür. Leider ist die für mich nicht machbar (nach Studienbeginn und Umzug reicht es einfach zeitlich nicht), aber Jess von Primaballerina’s Books sowie Petzi von Die Liebe zu den Büchern versüßen uns Daheimgebliebenen wieder einmal die Zeit. Denn auch im Zeitraum dieser Messe wird es auf Facebook, Twitter, Instagram und den Blogs eine Leseparty geben.

Die Leseparty hat heute um 12 Uhr begonnen und wird bis Sonntag um 20 Uhr andauern. Ich werde auf Twitter fleißig mitschreiben und diesen Beitrag aktualisieren, wenn es was Neues gibt.

Donnerstag, 20. Oktober:
Um 12 Uhr fing die Party endlich an und von Jess kam auch prompt eine erste Frage:

Ich starte mit dem Buch Iran – Empire of the Mind von Michael Axworthy in diese Leseparty. Der Name sagt’s schon: es geht um den Iran.

Klappentext zu Iran – Empire of the Mind:
Iran often appears in the media as a hostile and difficult country. But beneath the headlines there is a fascinating story of a nation of great intellectual variety and depth, and enormous cultural importance. A nation whose impact has been tremendous, not only on its neighbours in the Middle East but on the world as a whole – and through ideas and creativity rather than by the sword.
From the time of the prophet Zoroaster, to the powerful ancient Persian Empires, to the revolution of 1979, the hostage crisis and current president Mahmud Ahmadinejad – a controversial figure within as well as outside the country – Michael Axworthy traces a vivid, integrated account of Iran’s past. He explains clearly and carefully both the complex succession of dynasties that ruled ancient Iran and the surprising ethnic diversity of the modern country, held together by a common culture.
With Iran again the focus of the world’s attention, and questions about the country’s disposition and intentions pressing, Iran: Empire of the Mind is an essential guide to understanding a complicated land.
Quelle: Penguin Books

Da ich dieses Buch aber in erster Linie in der Bahn lese, gibt es noch ein Zweites, welches ich gerade lese. Es ist eine Kurzgeschichtensammlung über Amsterdam und ist auch ganz einfach nach der Stadt benannt. Zusammengestellt wurden die Geschichten von Victor Schiferli.

Klappentext zu Amsterdam:
Ganz ohne Tulpen!
Amsterdam – die Stadt der Grachten, Giebelhäuser und Coffeeshops steht für Weltoffenheit, Toleranz und Lebenskunst. Im 20. Jahrhundert hat sich Amsterdam auch zu einer literarischen Metropole entwickelt, deren Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Niederländische und flämische Autoren fühlen sich gleichermaßen angezogen von der kulturellen Vielfalt zwischen Prinsengracht und Vondelpark, Jordaan und Rotlichtviertel. Ob Hippie, Hausbesetzer oder Hedonist – Amsterdam steckt voller Geschichten.
Quelle: dtv

Zum Abend hin (da war ich noch eher sporadisch zum Lesen gekommen) folgte dann Frage Nummer 2:

Auf drei Bücher bin ich nicht gekommen, da ich tatsächlich ehr Spontankäufe tätige. Aber ich MUSS mir ganz dringend Band 4 der Cat & Bones-Reihe von Jeaniene Frost kaufen. Außerdem möchte ich mir Die Wahrheit über Donald Trump von Michael D’Antonio besorgen – vielleicht gelingt es mir ja dann irgendwann mal, die Amerikaner zu verstehen.

Freitag, 21. Oktober:
Heute war leider eher wenig Leseparty angesagt, da ich den ganzen Tag Uni hatte. Aber ein paar Seiten hab ich in der Bahn doch geschafft und abends bin ich auch dazu gekommen, die Fragen von Jess zu beantworten.

Numero tres war wie folgt:

Für mich waren es zwei Bücher: einmal Frigid von Jennifer L. Armentrout (dazu wird es in Kürze auch eine Rezension geben) sowie Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald. Besonders letzteres kann ich euch wirklich nur ans Herz legen – so schön ♥

Ich lese immer wieder Liebesromane, allerdings in erster Linie zum Abschalten und runterkommen. Ich lese ziemlich abwechslungsreich. Auch wenn der Fokus in meinem Bücherregal auf historischen Büchern liegt (beim Umzug grad wieder festgestellt, wie krass viele ich davon hab 🙈), lese ich doch auch nahezu alle anderen Genres. Und ich wage zu behaupten, dass Liebesromane da recht weit vorne liegen.

Frage Nummer fünf fand ich richtig interessant und lustig:

Meine Antwort, kurz und bündig (und deutlich kürzer als meine Einleitung 😄): Sachbuch. Hochaktuell. Iran. Ihr seht also: ich hänge noch immer an meinem Buch über den Iran 😊

Halbzeit 2016

Hello everybody!

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei und – wow! Wie schnell ging das denn bitte?! Ich dachte jedenfalls, dass es an der Zeit wäre, einen kleinen Blick auf diese ersten sechs Monate zu werfen, die hinter uns liegen. Im Gegensatz zu meinen Monatsrückblick wird sich dieser aber nicht nur auf Bücher beziehen.

Da diese aber doch einen wichtigen Teil meines Lebens und der Inhalt dieses Blogs sind, fangen wir mal damit an.
Mit meinen Challenges geht es im Großen und Ganzen gut voran. Bei Märchenhaft durch 2016 fehlen mir nur noch wenige Bücher für die festen Aufgaben und auch bei den Monatsaufgaben schaffe ich normalerweise 4 Bücher. Auch die History und Englisch Lese-Challenge sieht ganz gut aus: ich konnte bereits einige der Monate sowie eine der Zusatzaufgaben beenden. Bei der Goodreads Reading-Challenge habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, 100 Bücher zu lesen. Das hat besser geklappt als erwartet. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal an der Challenge teilgenommen und konnte wirklich nicht einschätzen, wie viele Bücher ich wohl in einem Jahr lese. Daher habe ich mich auf 100 festgelegt, denn das schien ein recht geläufiges Ziel zu sein. Mittlerweile (Ende Juni) habe ich aber schon unglaubliche 91 von 100 Büchern gelesen. Das sind übrigens nur die Neuen, mit reReads komme ich auf 120 Bücher in 2016! Ich bin ehrlich gesagt über mich selber erstaunt.

Außerdem habe ich mich nach reiflichem Überlegen auf meine drei Lesehighlights aus den sechs Monaten festlegen können.

The_Little_Paris_BookshopThe Little Paris Bookshop hat mir richtig, richtig gut gefallen. Nicht nur, dass es mit wunderbaren Beschreibungen der französischen Landschaft aufwartet, die sofort das Fernweh wecken und dafür gesorgt haben, dass ich mich in ein Auto setzen wollte und jetzt sofort in den Süden Frankreichs reisen wollte. Es sprüht nur so vor Leben und ist unglaublich berührend. Zudem, der Name sagt’s ja schon, geht es um Bücher. Ein ganzes Boot voller Bücher und die Liebe zu diesen, wird auf sehr schöne Weise wieder- und weitergegeben.

28_Tage_langEin weiteres Highlight war 28 Tage lang von David Safier. Von ihm ist man sonst ja eher leichte Töne gewohnt, deswegen war ich mir zu Beginn nicht ganz sicher, ob ich das Buch mögen würde. Es hat mich aber nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil sehr berührt und tagelang nicht losgelassen. Es hat den Aufstand im Warschauer Ghetto auf ganz besondere Weise noch einmal aufleben lassen.

Quelle: Carl Hanser Verlag

Und last but not least: Der entfesselte Globus. Vor anderthalb Wochen gelesen, hat es mich immer noch nocht losgelassen. Mit kurzen, fesselnden Geschichten führt uns Iljia Trojanow darin die westliche Welt und unsere Arroganz in Erinnerung. Die Geschichten waren nicht nur spannend, sondern haben mich sehr nachdenklich gemacht.

Was gab es sonst noch in den Tiefen des World Wide Web? Seit einigen Monaten bin ich auch auf Twitter und habe entsprechend viel über buchige Events, wie Messen oder das LitCamp mitbekommen – und von der Insel aus alle beneidet, die daran teilnehmen konnten. Auch einige wunderbare und/oder Blogbeiträge und Aktionen habe ich dadurch mitbekommen.

Beispielsweise Herr Booknerds Artikel über das Männerbild in YA-Büchern. Oder die allgemeine Diskussion über Bezahlung von Buchbloggern. Ein Artikel, der mir aus der Seele gesprochen hat, kommt von Maike und handelt von schüchternen Bloggern. An Aktionen sind mir besonders die Leseparty zur Leipziger Buchmesse sowie die EM-Lesenacht zu Beginn der EM in Erinnerung geblieben.
Außerdem nehme ich am LovelyBooks Lesesommer teil, der mir bisher unglaublichen Spaß bereitet und mir zudem ein neues Lieblings-Lesezeichen beschert hat.

Auch abseits des Blogs war etwas los. Der Beginn des Julis bedeutet auch den Beginn meines letzten vollen Monats als AuPair in England. In 37 Tagen, am 9. August, geht mein Flug in die Heimat. Und ab Oktober beginnt dann der Ernst des Lebens, auch genannt „duales Studium“. Wenn ich ehrlich bin, kann ich es kaum erwarten, die Zeit in England zu beenden und nach Deutschland zurückzukehren. Gerade für das Studium musste aber natürlich einiges organisiert werden, sodass in den letzten Monaten auch in der Hinsicht viel los war. Alles muss umgestellt werden, von Versicherungen über Abonnements bis hin zu der gesamten Lebenssituation. Dementsprechend sind mein Vater und ich immer noch auf der Suche nach einer Wohnung und einem Auto für mich.
Erstmal steht aber ein Wochenende in London an und wenn sich die Möglichkeit ergibt, will ich noch für einen Tag nach Bristol. Mehr dazu gibt’s auch immer auf meinem AuPair-Blog.

Dann noch zwei Dinge, die ich super finde und mit euch teilen möchte.
Streng genommen nicht mehr in den ersten sechs Monaten, aber dennoch auf jeden Fall erwähnenswert ist die Aktion #bloggalaxie von Lilienlicht. Es geht darum, sich mehr mit Bloggern aus anderen Bereichen zu vernetzen. Schaut unbedingt einmal Diana von Lilienlicht vorbei!
Das andere ist eine Gruppe bei Goodreads, der ich mich Anfang des Jahres angeschlossen habe. Our Shared Shelf wurde von Emma Watson ins Leben gerufen, ein „Feminist book club“. Obwohl ich bisher leider noch nicht dazu gekommen bin, eines der Bücher zu lesen, hat sich meine Wunschliste doch jeden Monat mit einem neuen Buch gefüllt. Und es ist überwältigend zu sehen, wie viele Menschen aus allen Teilen der Welt dort aktiv sind.

So viel also zu meinem ersten halben Jahr von 2016. Was gibt es bei euch neues?

Liebe Grüße,
Celina xx

Gemeinsam Lesen #14

Guten Abend ihr Lieben!

Die vierte Frage der Aktion Gemeinsam Lesen von Schlunzen-Bücher gefällt mir heute besonders gut!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Der Jahrhundertsturm von Richard Debüll. Ich habe heute erst angefangen und bin auf Seite 31 von 1032.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Die Betonung lag auf ein Elternteil.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Wie ihr in 1. sehen könnt, bin ich noch nicht wirklich weit fortgeschritten, aber bis jetzt lässt sich das Buch sehr gut lesen und Alvin, eine der Hauptfiguren, ist mir schon mal sympathisch.

4. War euer erstes Buch 2016 ein guter Einstieg ins Lesejahr? Habt ihr euch ein Ziel für dieses Jahr gesetzt?
Mein erstes Buch dieses Jahr war Wolken über Fairfield Hall, ein Weihnachtsgeschenk von meiner Schwester. Wie in meiner Rezension gesagt, gab es zwar in meinen Augen die ein oder andere Unstimmigkeit, aber insgesamt hat es mir gut gefallen. So war der Einstieg in 2016 also gut.
Dieses Jahr nehme ich zum ersten Mal an der Goodreads-Challenge teil und will dafür 100 Bücher lesen.

Liebe Grüße,
Celina xx

Wie man einen Prinzen heiratet

Wie_man_einen_Prinzen_heiratetWie man einen Prinzen heiratet | Sophie Page | Goldmann | erschienen 2011
ISBN 978-3-641-06270-5 | 4.99€ (Kindle Edition)/0.48€ (Taschenbuch)
Leseprobe

Über Sophie Page:
Sophie Page ist das Pseudonym der britischen Autorin Jenny Haddon, die unter ihrem echten Namen sowie den zwei Pseudonymen Sophie Page und Sophie Weston schreibt. Jenny Haddon lebt und arbeitet in London.
Quelle: Jenny Haddon

Bella Greenwood ist gerade zwei Monate zu früh von einem enttäuschenden Job nach London zurückgekehrt. Dort findet sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Charlotte, die sie am ersten gemeinsamen Wochenende zu einer Party mitnimmt. Auf dieser Party begegnet sie dem attraktiven Richard, der ihr Herz im Sturm erobert. Erst Tage später erfährt sie, dass Richard Thronfolger des englischen Königshauses ist. Und als sich trotz Bellas Abneigung gegenüber dem Rampenlicht eine feste Beziehung zwischen den beiden entwickelt, muss sie sich nicht nur mit aufdringlichen Paparazzi und missgünstigen Bloggern herumschlagen, sondern auch mit der Hofetikette und deren Hütern.

Dieses Buch musste sich bei mir gar keinen allzu hohen Erwartungen stellen. Ich wollte die freie Zeit hier in Deutschland nutzen, um mit einer der Challenges, Märchenhaft durch 2016, zu beginnen. Im Zuge dessen ist mir eben dieses Buch in die Hände gefallen und da mich der Klappentext angesprochen hat, landete es auf meinem Kindle. Jetzt war es also endlich so weit und ich muss sagen: das Buch ist toll!
Zunächst einmal war es sehr gut geschrieben und dementsprechend auch sehr gut zu lesen. Trotz Unterbrechungen habe ich insgesamt nur etwas mehr wie einen Tag gebraucht, um die 380 Seiten zu verschlingen.
Page schreibt humorvoll ohne dabei gezwungen zu wirken und ihre Protagonistin Bella ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist ein ziemlicher Tollpatsch, nimmt ihre Missgeschick aber mit viel Humor und Selbstironie.
Auch Prinz Richard ist wirklich zum Verlieben. Kein Bad Boy, der wie durch ein Wunder durch die Liebe zu Bella alles umkrempelt, sondern ein Gentleman wie er im Buch steht, der trotz mit Bella und auch über sich lachen kann.
Ebenso ist in diesem Buch ein Leben im Rampenlicht, wie man es sich als Außenstehende(r) vorstellt, realistisch dargestellt. Mir hat auch gefallen, dass hier offensichtlich wird, welche Zwänge einem Thronfolger auferlegt sind. Anders als in den beliebter werdenden Superstar-Büchern ist ein „Über die Stränge schlagen“ für die royale Familie und eben auch das „First Girlfriend“ in Form von Bella nicht drin. Ganz offensichtlich sind die Konventionen durch ein Leben im Scheinwerferlicht hier noch schwieriger zu handhaben.
Gefallen hat mir ehrlich gesagt zudem die Tatsache, dass ein durchgetaktetes Leben von Seiten Richards, mit teilweise mehreren Terminen an einem Tag, dargestellt wird. Dass dies eben auch zu Problemen führt und vor allem, wie alle Beteiligten damit umgehen, hat mich fasziniert. Dadurch hatte ich wirklich das Gefühl, einen Einblick in das Leben der fiktiven royalen Familie zu bekommen.
Kleiner Pluspunkt, der mir sehr gut gefallen hat: Die Kapitelüberschriften sind als Schlagzeilen aus den Zeitungen und Zeitschriften dargestellt.

„Du kennst mich und ich kenne dich, und wir wissen beide, dass wir zusammen stärker sein werden als jemals alleine. Und wir werden außerdem verdammt viel mehr Spaß dabei haben.“
– Prinz Richard

5Sterne