9th Judgement

9th_Judgement9th Judgement | James Patterson | Arrow | erschienen 2011
ISBN 978-0-316-03627-6 |
Leseprobe (englisch)

Über James Patterson:
Patterson wurde 1949 geboren, studierte Englische Literatur und arbeitete als Werbetexter bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, für seinen ersten Krimi Die Toten aber wissen gar nichts, einen Verlag zu finden, erschien das Buch 1976. Ab 1992 erschienen die erfolgreichen Alex-Cross-Krimis.
Mittlerweile zählt Patterson zu den internationalen Bestsellerautoren, mit über 100 Millionen verkauften Büchern, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden.
Mit seiner Frau und seinem Sohn lebt er in Palm Beach, Florida.
Quelle: Wikipedia

San Francisco wird von einem Serienkiller in Atem gehalten: er tötet Mütter und deren Babys und obwohl dies an öffentlichen Plätzen geschieht, können Lindsay Boxer und ihr Women’s Murder Club, sowie die Polizei von San Francisco ihn nicht identifizieren. Die einzige Spur, die er hinterlässt, ist eine kryptische Botschaft, welche er mit Lippenstift an den Tatorten hinterlässt. Gleichzeitig muss Lindsay den Mord an der Frau eines bekannten Schauspielers aufklären. Vermeintlich wurde sie das Opfer eines Juwelendiebs, den sie überraschte, aber dann taucht ein Paket mit der Diebesbeute auf – ist der Juwelendieb vielleicht der Schlüssel zu dem Serienkiller?

Nach Der 1. Mord ist dies hier mein zweites Buch von James Patterson – ausgeliehen aus der örtlichen Bücherei und innerhalb eines Tages gelesen. Wie auch schon eben jenes erstes Buch des Women’s Murder Club gefällt mir dieses Buch sehr gut.
Besonders die Taten des Serienmörders gehen sehr unter die Haut (in erster Linie, weil Kinder betroffen sind). Allerdings würde ich auch dieses Buch nicht als einen Thriller bezeichnen. dafür war es nicht thrilling genug. Ich persönlich finde das aber gar nicht schlecht, denn Krimis gefallen mir um einiges besser als Thriller. Allerdings hätte von mir aus die Auflösung der Geschichte um den Serienmörder spannender sein können – dies war das Einzige, was mich an diesem Buch ein wenig enttäuscht hat.
Auch in diesem Buch haben mich die Protagonist(inn)en sehr überzeugt. Die vier Mitglieder des Women’s Murder waren wieder sehr sympathisch und tough in ihren Berufen und schaffen es trotzdem, im Gegensatz zu manch testosterongesteuerten männlichen Hauptpersonen, auch mal ich verletzliche Seite und Gefühle zu zeigen; was sie letzten Endes noch um einiges tougher erscheinen lässt. Auch wie alle vier Frauen es immer wieder schaffen, ihren Teil zur Auflösung eines Falles beizutragen, ist schön geschrieben und wirkt nicht gezwungen.
Gut hat mir auch gefallen, dass nicht zu viel Wert auf das Privatleben der Frauen gelegt wird. Es zu erwähnen, auch zu beschreiben, welche Auswirkungen der Job auf ihre Beziehungen hat (sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne), finde ich gut. Wäre mehr davon eingebaut worden, wäre es ein wenig zu einem Romantic thriller „verkommen“ und die sind mir manchmal nicht so ganz recht. Man muss nicht überall eine Liebesgeschichte einbauen und James Patterson schafft es, die Balance zu halten.
Zur Sprache bleibt zu sagen, dass ich eigentlich kaum Probleme hatte. Selbst wenn ich ein Wort nicht verstanden habe, konnte man es sich recht gut aus dem Kontext herleiten.

„Everyone wants to be a cop, but it beats the hell out of me why.“
– Lindsay Boxer

5Sterne

Als ich dich fand

Als_ich_dich_fandAls ich dich fand | Catherine Ryan Hyde | Amazon Crossing | erschienen 2015
ISBN 9781503999480 | 9.99€ (Taschenbuch)/4.99€ (Kindle-Edition)
Leseprobe

Über Catherine Ryan Hyde:
Hyde wurde 1955 geboren und wuchs im US-Bundesstaat New York auf. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin ist sie auch Referentin und stand bereits mehrmals mit Bill Clinton auf der Bühne. Sie erreichte bereits mehrere Erfolge mit ihren Kurzgeschichten, bevor ihr der Roman Pay it Forward (Das Wunder der Unschuld) 1999 zum Durchbruch verhalf; ein Jahr später wurde das Buch auch verfilmt. Seitdem hat sie mehr als 20 weitere Romane und zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht.
Hyde ist außerdem eine begeisterte Hobbyfotografin und geht gerne auf Reisen und Wanderungen.
Quellen: Amazon, Wikipedia, Blog

An einem Oktobertag 1960 ändert sich das Leben von Nathan McCann für immer: im Wald findet er ein halbvergrabenes Baby, welches entgegen seiner Erwartungen noch lebt. Der Junge soll bei seiner Großmutter aufwachsen, obwohl Nathan ihn an Kindes statt aufnehmen will. Und Jahre später macht die alte Dame das Versprechen, dass sie ihm gegeben hat, wahr und setzt einen schwierigen, wütenden Teenager bei Nathan ab, der sich ihr gegenüber verschlossen hat, nachdem er die Wahrheit über seine Herkunft erfahren hat.

Dieses Buch hat wirklich gute Rezensionen auf Amazon erhalten und da mich der Klappentext sehr angesprochen hat, habe ich es mir ausgeliehen. Ich hatte vorher noch kein Buch von Catherine Ryan Hyde gelesen und war dementsprechend gespannt, was mich erwartet.
Dieses Buch hat mich wirklich vom Hocker gehauen! Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, von der Geschichte so mitgerissen zu werden – und danach so mitgenommen zu sein! Sie hat mir immer wieder Tränen in die Augen getrieben und mich unglaublich berührt.
Das fängt schon damit an, wie Nathan das Baby im Wald findet und sich im übertragenen Sinne auf den ersten Blick verliebt. Auch wie er sofort bereit ist, sein Leben für das Kind auf den Kopf zu stellen, erschien im Buch absolut logisch und nachvollziehbar.
Immer wieder wird aus der Sicht von Nat erzählt, der nach seinem Finder benannt wurde. Wie dieser langsam das Vertrauen in seine Großmutter verliert und sich zu einem Problemkind entwickelt, wurde auf sehr eindrückliche Weise beschrieben und hat Mitleid mit dem Kind und trotzdem Mitgefühl mit der Großmutter hervorgerufen. Eine Frage stand dabei immer im Raum: Wie hätte man sich selber an ihrer Stelle verhalten? Und so war auch ihr Verhalten absolut nachvollziehbar.
Der Einzige, dessen Verhalten immer ein bisschen kryptisch bleibt, ist Nathan – und Als ich dich fand ist das erste Buch, bei dem diese Aussage etwas positives hat 😉 Letztendlich ist nie ganz klar, was Nathan dazu bewogen hat, Nat aufzunehmen und wie sein eigenes Kind zu behandeln.

Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht verraten, denn das wäre spoilern. Hyde hat auf jeden Fall wunderbare Charaktere geschaffen, die einen absolut überzeugen. Für dieses Buch also fünf goldene Sterne und für euch eine dicke Kaufempfehlung!

Er spürte, dass eine Geschichte Form annahm, deren Tragweite noch nicht voll erfasst werden konnte.
– Nathan McCann

goldene_Sterne

Der Jahrhundertsturm

Der_JahrhundertsturmDer Jahrhundertsturm | Richard Dübell | Ullstein | erschienen 2015
ISBN 978-3-548-28664-8 | 9.99€
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Über Richard Dübell:
Dübell wurde 1962 in Landshut geboren, wo er mit seiner Frau und den zwei Söhnen auch heute lebt. 1997 erschien sein erstes Buch, Der Tuchhändler, eine historische Detektivgeschichte. Nach dem Erfolg des Romans schrieb Dübell vier weitere Geschichten mit dem Helden Peter Bernwald. Neben historischen Romanen schreibt er auch Krimis, Jugend- und Kinderbücher. Zudem sind auch schon Artikel von ihm in P.M. History erschienen.
Quelle: Autorenwebsite

Deutschland ist im Jahr 1840 ein Land im Umbruch: neue Techniken werden erfunden, neue Probleme tun sich auf und gleichzeitig versucht besonders der Adel Traditionen zu bewahren. In dieser Zeit verbindet eine Freundschaft die Männer Alvin von Briest und Paul Baermann, die in Teilen für eben diese unterschiedlichen Tendenzen stehen. Denn Alvin gehört dem alten Adelsgeschlecht der von Briest an und will seiner Rolle als preußischer Junker gerecht werden, während der Bayer Paul davon träumt Eisenbahningenieur zu werden. Beide sind sie verliebt in die gleiche Frau: die Französin Louise. Sie willigt ein Alvin zu heiraten, obwohl ihr Herz Paul gehört – denn Alvin hat sie aus der Pariser Gosse gerettet. Doch dann bauen sich die Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland auf – und mittendrin ist ein Junkersfreund von Alvin: Otto von Bismarck.

Der Jahrhundersturm hat mich von der ersten Seite an gefesselt! Zunächst wird jeweils die Geschichte von Alvin, Paul und Louise erzählt, bevor die Stränge zusammengeführt werden: wie Alvin und Paul sich kennen lernen, spannend auch, wie sie Fuß im Berufsleben fassen und schlussendlich die Rettung Louises und ihrer Mutter.
Alle drei Hauptpersonen sind gut und glaubwürdig dargestellt, auch wenn mir Louise mit ihrer Liebe zu BEIDEN Männern, die sie manchmal nicht so recht zu handhaben weiß, oft sehr merkwürdig vorkam. Gut gefallen hat mir auch, dass alle drei sehr offen gegenüber Neuem und allgemein modern eingestellt sind. Das mag damit zusammenhängen, dass besonders Paul als Eisenbahnenthusiast regen Anteil an den neuen Entwicklungen nimmt. Da auch Alvin einige Zeit für ein Eisenbahn-Unternehmen arbeitet (diese werden alle in ihren Ansichten recht liberal dargestellt) und sich beide zudem oft in Frankreich aufhalten, eine Französin lieben, ist es wohl kein Wunder, dass sie beide sich offen gegenüber neuen Techniken und Entwicklungen zeigen.
Auch mein Bild über Otto von Bismarck wurde ein wenig verändert. War er mir aus dem Geschichtsunterricht doch eher unsympathisch, hat seine Darstellung in Der Jahrhundersturm daran etwas geändert. Zwar ist er wie im echten Leben sehr berechnend (ich sag da mal nur „Emser Depesche“), aber er hilft doch auch immer seinen Freunden (aka Alvin von Briest) und zeigt sich besonders ihnen gegenüber doch auch mal sehr uneigennützig. Wenn ich ehrlich bin, hat zu diesem „weicheren“ Bild von ihm auch seine hoffnungslose Liebe zu Marie von Thadden-Trieglaff beigetragen.
Mir persönlich hat auch gut gefallen, dass aus meiner Sicht alle Sparten des 19. Jahrhunderts abgedeckt wurden: die technische Entwicklung mit Eisenbahn und Telegraphie, die politische Entwicklung mit der 48er-Bewegung, Revolutionen und Kriegen, sowie das alltägliche Leben der Ober-, Mittel- und Unterschicht. In meinen Augen hat Dübell es geschafft, eine Mischung aus diesen drei Elementen zu finden, die das Lesen nie langweilig macht.
Oft musste ich auch ein wenig über unsere heutige Gesellschaft und ihre Luxusprobleme schmunzeln: Regen wir uns doch manchmal schon darüber auf, dass eine Website nicht in 0.01 Sekunden lädt, war es damals eine echte Neuerung, innerhalb von ein, zwei Stunden (!) eine Nachricht zu verschicken. Das ist eine Sache, die mir an historischen Romanen allgemein so gut gefällt: sie führen uns immer wieder vor Augen, wie froh wir (besonders Frauen!) sein können, dass wir in der heutigen Zeit in einem Land wie Deutschland leben dürfen! Allein wenn ich mir angucke, wie viel gefährlicher eine Fahrt mit der Eisenbahn zu dieser Zeit war, mache ich schon drei Kreuze 😉
Gut, dies soll ja keine Lobrede auf das 21. Jahrhundert sein, also weiter im Text 😀
Richard Dübells Schreibstil hat mir gut gefallen. Obwohl das Buch aus 1032 Seiten besteht, ist es gut zu lesen, wird nicht langweilig und wartet mit gut ausgearbeiteten Charakteren auf. Es hat also alle Zutaten, die ein Buch lesenswert machen – das interessante Thema darf man natürlich nicht vergessen. Dem Autor ist es gelungen, ein realistisches Bild der damaligen Zeit auf spannende Weise zu schreiben.

„Diese grenzenüberschreitenden Bekanntschaften und Freundschaften werden Kriege verhindern, weil man nicht auf seine Bekannten und Freunde schießen möchte.
– August Borsig

5Sterne

Im Tal der Zitronenbäume

Im_Tal_der_ZitronenbäumeIm Tal der Zitronenbäume | Sofia Caspari | Bastei Lübbe | erschienen 2015
ISBN 978-3-404-17212-2 | 9.99€
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Über Sofia Caspari:
Caspari wurde 1972 geboren. Mehrmals ist sie bereits nach Mittel- und Südamerika gereist, wo auch ein Teil ihrer Verwandtschaft lebt. Argentinien hat sie tief beeindruckt, dort hat sie auch längere Zeit gelebt; Grund für ihre dreiteilige Argentinien-Saga. Nach Stationen in Frankreich und Irland lebt sie mittlerweile mit Mann und Sohn im Nahetal.

1859: Pauline muss mit ihrem Vater Valentin aus Sizilien fliehen, weil dieser den örtlichen Patron betrogen hat. Auf der Überfahrt in die neue Welt lernen sie die Familie Hartung kennen, die ihr ärmliches Leben in Deutschland zurückgelassen haben, um ihr Glück in Brasilien zu suchen. Jonas Hartung und Pauline fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch Paulines Vater hat andere Pläne für seine Tochter. Und auch Jonas‘ Ziehschwester steht der Beziehung misstrauisch gegenüber.

Ein Grund für mich, dieses Buch zu kaufen, war die Tatsache, dass ich noch nie ein Buch über die Auswanderung nach Brasilien gelesen habe. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern über die Auswanderung in die USA, aber Brasilien?! Daher war ich gespannt, inwiefern sich dieses Thema von der, salopp gesagt, ganzen USA-Auswanderung unterscheidet.
Um ehrlich zu sein hatte ich das ein wenig mehr erwartet. Alles in allem war mir das Buch ein zu wenig historisch und viel zu viel Liebesgeschichte. Klar steht vorne nicht „Historischer Roman“ drauf, aber es spielt immerhin Mitte des 19. Jahrhunderts. Wären nicht hin und wieder mal Sklaven erwähnt worden, hätte man fast meinen können, das Ganze spielt sich in heutiger Zeit ab.
Auch der Ausflug in die Welt der armen Auswanderer war mir zu kurz. Das Thema wird ganz kurz angeschnitten, aber wie es den Menschen, die ihre Heimat verlassen und in der Neuen Welt doch kein Glück haben, geht, wird eher wenig behandelt.
Von diesen etwas negativen Punkten abgesehen, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Besonders Pauline war mir von Anfang an sympathisch, auch im Umgang mit ihren Bediensteten und ihren Gedanken über die Stellung der Frau. Gut fand ich, dass die Gründe für das Handeln aller Personen immer nachvollziehbar waren; teilweise mit einer aus heutiger Sicht verdrehten Logik, aber Logik war auf jeden Fall da.
Auch die „Bösewichte“ der Geschichte wurden gut dargestellt, sodass man als Leser ihre Handlungen nachempfinden konnte und teilweise wirklich Mitleid mit ihnen hatte.
Im Plot gingen mir zwei Dinge aber eindeutig zu schnell: die Entwicklung der Gefühle zwischen Jonas und Pauline und der Schluss. Zum Schluss hin hat sich wirklich in einigen wenigen Seiten komplett alles geändert und ich habe mich an einer Stelle auf Fragen müssen, ob das wirklich so möglich gewesen wäre.

Insgesamt sollte man also nicht zu hohe Erwartungen an das Buch stellen, was den historischen Hintergrund angeht; es hat schon seinen Grund, warum das „Roman“ unter dem Titel steht. Allerdings wartet das Buch mit guten Charakteren auf und ist schön zu lesen.

„Nicht immer bekommt man in der Neuen Welt das, was man sich wünscht.“
– Alter Fischer

3Sterne

Wie man einen Prinzen heiratet

Wie_man_einen_Prinzen_heiratetWie man einen Prinzen heiratet | Sophie Page | Goldmann | erschienen 2011
ISBN 978-3-641-06270-5 | 4.99€ (Kindle Edition)/0.48€ (Taschenbuch)
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Über Sophie Page:
Sophie Page ist das Pseudonym der britischen Autorin Jenny Haddon, die unter ihrem echten Namen sowie den zwei Pseudonymen Sophie Page und Sophie Weston schreibt. Jenny Haddon lebt und arbeitet in London.
Quelle: Jenny Haddon

Bella Greenwood ist gerade zwei Monate zu früh von einem enttäuschenden Job nach London zurückgekehrt. Dort findet sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Charlotte, die sie am ersten gemeinsamen Wochenende zu einer Party mitnimmt. Auf dieser Party begegnet sie dem attraktiven Richard, der ihr Herz im Sturm erobert. Erst Tage später erfährt sie, dass Richard Thronfolger des englischen Königshauses ist. Und als sich trotz Bellas Abneigung gegenüber dem Rampenlicht eine feste Beziehung zwischen den beiden entwickelt, muss sie sich nicht nur mit aufdringlichen Paparazzi und missgünstigen Bloggern herumschlagen, sondern auch mit der Hofetikette und deren Hütern.

Dieses Buch musste sich bei mir gar keinen allzu hohen Erwartungen stellen. Ich wollte die freie Zeit hier in Deutschland nutzen, um mit einer der Challenges, Märchenhaft durch 2016, zu beginnen. Im Zuge dessen ist mir eben dieses Buch in die Hände gefallen und da mich der Klappentext angesprochen hat, landete es auf meinem Kindle. Jetzt war es also endlich so weit und ich muss sagen: das Buch ist toll!
Zunächst einmal war es sehr gut geschrieben und dementsprechend auch sehr gut zu lesen. Trotz Unterbrechungen habe ich insgesamt nur etwas mehr wie einen Tag gebraucht, um die 380 Seiten zu verschlingen.
Page schreibt humorvoll ohne dabei gezwungen zu wirken und ihre Protagonistin Bella ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist ein ziemlicher Tollpatsch, nimmt ihre Missgeschick aber mit viel Humor und Selbstironie.
Auch Prinz Richard ist wirklich zum Verlieben. Kein Bad Boy, der wie durch ein Wunder durch die Liebe zu Bella alles umkrempelt, sondern ein Gentleman wie er im Buch steht, der trotz mit Bella und auch über sich lachen kann.
Ebenso ist in diesem Buch ein Leben im Rampenlicht, wie man es sich als Außenstehende(r) vorstellt, realistisch dargestellt. Mir hat auch gefallen, dass hier offensichtlich wird, welche Zwänge einem Thronfolger auferlegt sind. Anders als in den beliebter werdenden Superstar-Büchern ist ein „Über die Stränge schlagen“ für die royale Familie und eben auch das „First Girlfriend“ in Form von Bella nicht drin. Ganz offensichtlich sind die Konventionen durch ein Leben im Scheinwerferlicht hier noch schwieriger zu handhaben.
Gefallen hat mir ehrlich gesagt zudem die Tatsache, dass ein durchgetaktetes Leben von Seiten Richards, mit teilweise mehreren Terminen an einem Tag, dargestellt wird. Dass dies eben auch zu Problemen führt und vor allem, wie alle Beteiligten damit umgehen, hat mich fasziniert. Dadurch hatte ich wirklich das Gefühl, einen Einblick in das Leben der fiktiven royalen Familie zu bekommen.
Kleiner Pluspunkt, der mir sehr gut gefallen hat: Die Kapitelüberschriften sind als Schlagzeilen aus den Zeitungen und Zeitschriften dargestellt.

„Du kennst mich und ich kenne dich, und wir wissen beide, dass wir zusammen stärker sein werden als jemals alleine. Und wir werden außerdem verdammt viel mehr Spaß dabei haben.“
– Prinz Richard

5Sterne

Vorankündigung

Hallo ihr Lieben!

Ich will schon ein ganzes Weilchen an einer Lesechallenge teilnehmen und habe jetzt endlich die perfekte gefunden! Ausgedacht haben sie sich Maya Shepherd und Prowling Books.

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Die Challenge MÄRCHENHAFT DURCH 2016 beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember 2016.
Die Challenge-Seite ist eingerichtet und jetzt kann ich es kaum erwarten, dass es losgeht! <3

Liebe Grüße,
Celina xx