Cover und Infos zum diesem Buch um Flavia de Luce

Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d

Als Flavia de Luce aus dem Mädcheninternat in Kanada nach Großbritannien zurückkehrt, liegt ihr Vater krank darnieder. Um sich von der angespannten Situation zuhause fernzuhalten, erklärt sie sich bereit, einen Brief an einen eigenbrötlerischen Holzschnitzer zu liefern. Diesen allerdings findet sie tot auf: an seinen Füßen aufgehängt baumelt er an seiner Schlafzimmertür. Für Flavia erweist sich das als Glücksfall: endlich kann sie wieder ermitteln! „Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d“ weiterlesen

Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet | Alan Bradley | blanvalet | erschienen 2010
ISBN 978-3-442-37624-7 | 8.99€
Leseprobe

Über Alan Bradley:
Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Elektrotechniker und arbeitete für verschiedene Radio- und Fernsehstationen, bevor er Direktor für Fernsehtechnik an einer kanadischen Universität wurde. Seit 1994 hat er sich aus dem Berufsleben zurückgezogen und widmet sich ausschließlich dem Schreiben. Zusammen mit seiner Frau Shirley lebt er auf Malta.

Flavia de Luce ist die jüngste von drei Töchtern, die zusammen mit ihrem Vater auf dem Anwesen Buckshaw leben. 1950 ist sie elf Jahre alt und findet im Hauseigenen Gurkenbeet eine Leiche. Schnell steht fest, dass der Tote vergiftet wurde – und die Polizei nimmt Flavias Vater als Tatverdächtigen fest. Flavia ist jedoch fest von dessen Unschuld überzeugt und macht sich selbst an die Ermittlungen. Als Elfjährige selbstverständlich von allen unterschätzt, kann sie den Beteiligten Löcher in den Bauch fragen. So kommt sie einem Geheimnis ihres Vaters auf die Spur und muss sich fragen, ob die Polizei nicht möglicherweise doch recht hat.

Flavia ist schon eine Marke! Mit elf Jahren versteht sie mehr von Chemie als manch einer nach acht Jahren Chemie im Gymnasium und mischt ihrer Schwester als Rache eine Portion Giftefeu in den Lippenstift. Aber auch als Amateurdetektivin überzeugt sie. Sie geht die „Befragungen“ offensiv an und lässt sich auch nicht von kleinen Hindernissen wie geschlossenen Geschäften abhalten.
Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben. Toll fand ich vor allem die kurzen, aber sehr anschaulichen Charakterisierungen der Menschen, die Flavia während ihrer Ermittlungen begegnen. Dabei ging es nicht nur um das Äußere, sondern vor allem darum, wie herablassend sie teilweise als Kind behandelt wird.
Zu ihrem sehr großen Selbstbewusstsein und den vielleicht nicht ganz altersgerechten Giftkenntnissen kommen noch eine sehr rasche Auffassunsgabe und Beobachtungen, die Hercule Poirot alle Ehre machen.
Das Buch soll zwar ein Jugendbuch sein, aber ist definitiv auch für Erwachsene gut zu lesen. Es dauert zwar ein bisschen, bis sich die Spannung so richtig aufbaut, aber es wird trotzdem nicht langweilig das Buch zu lesen. Der durchtriebene Humor von Flavia und ihre extreme Freude über die chemischen Vorgänge, die sie in ihrem Labor durchführt machen das Buch absolut lesenswert und auch die weiteren Bücher der Reihe stehen ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Meine besondere Vorliebe galt den Giften.
– Flavia de Luce

5Sterne