Rezension – Café Honeybee

Greta ist mit ihrem Leben nicht glücklich. Nachdem ihre Mutter starb, schmiss sie ihr Studium hin, um im Café ihrer Großmutter Pru auszuhelfen. Außerdem unterstützt sie ihre Schwester, die Depressionen hat, und muss sich mit ihrem Freund herumschlagen, der die bröckelnde Beziehung retten will. Als sie nach einem Autounfall im Krankenhaus aufwacht und sich an nichts mehr erinnern kann, ist das ihre Chance, einen Ausweg aus ihrer verzwickten Situation zu finden. Und sie fasst einen Plan, das angeschlagene Familiencafé Honeybee zu retten.

Vielen Dank an NetGalley.de und Ullstein für das Rezensionsexemplar!

Auf das Buch hatte ich mich gefreut, da ich gespannt darauf, wie der Gedächtnisverlust und die Familienprobleme „verarbeitet“ werden. Letztendlich war ich einerseits tatsächlich begeistert, andererseits gab es auch Punkte, die mich enttäuscht haben.

Zuerst zu den guten Sachen. Einige der Wendungen im Buch waren für mich sehr überraschend. Aufgrund der Beschreibung der Situation war ich immer mal wieder der Überzeugung, zu wissen, wie sich die Situation entwickeln würde. Dass dem dann eben nicht so war, hat mir richtig gut gefallen.
Hinzu kommt, dass Greta ein riesiger Harry-Potter-Fan ist, allgemein spielen Bücher für sie offenbar eine wichtige Rolle. Das finde ich natürlich sehr sympathisch.

Jetzt zu dem, was mir weniger gefallen hat, verbunden mit einer kleinen Spoilerwarnung an euch.
Shawna, die Zwillingsschwester von Greta, hat seit dem Tod der Mutter Depressionen – zumindest wird es im Buch so beschrieben. Wie gut oder schlecht diese dargestellt ist, kann ich nicht beurteilen, da ich weder selbst darunter leide, noch Erfahrungen im Umfeld damit habe. Was ich allerdings für äußerst unglaubwürdig halte, ist die „Behandlung“, die im Buch vorgestellt wird: Verliebe dich in den/die Richtige(n). Denn kaum, dass Shawna verliebt ist, ist die Depression wie weggeblasen und ihr geht es gut.

Greta ist mir dagegen oft mit ihrer „ohne mich geht die Welt unter“-Haltung auf die Nerven gegangen. Insbesondere gegenüber ihrer Schwester verhält sie sich auf eine Art und Weise, die ich unausstehlich fand; eher als wäre Shawna ein Kleinkind und keine erwachsene Frau. Auch die ständige Geheimniskrämerei Gretas gegenüber ihrer Familie war meines Erachtens unnötig und ging mir auf die Nerven.

Diese beiden Punkte zusammengenommen, war das Buch für mich letztendlich nur noch mittelmäßig und konnte mich leider nicht mehr begeistern.

Über Claire Bonnett:
Bonnett wurde 1997 geboren und schreibt seit ihrer Kindheit Geschichten. Inspiration dafür findet sie bei Reisen nach Schottland und Nordeuropa sowie in der Musik. Café Honeybee ist ihr Debütroman.
Quelle: Ullstein

 

WERBUNG

Taschenbuch: ISBN 978-3-958-18393-3 | 17,00€
E-Book: ISBN 978-3-958-18392-6 | 4,99€
408 Seiten | erschienen 2018

Verlagswebseite zum Buch

Bildquellen
Auorin: Ullstein
Cover: Ullstein

Rezension – Der kleine Laden in Bloomsbury

Das Glück scheint endlich einmal auf Posy herabzuscheinen, als sie einen kleinen Buchladen in Bloomsbury erbt. Mit Feuereifer macht sich daran, diesen wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu soll auch beitragen, künftig nur noch Liebesromane mit Happy End zu verkaufen – schlechte Nachrichten gibt es ihrer Meinung nach genug.
Nur Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hält davon wenig. Und so muss sich Posy mit dem unverschämtesten Kerl Londons rumschlagen, der leider aber auch sehr attraktiv ist. Um ihren Frust über ihn loszuwerden, schreibt sie selbst einen Liebesroman – mit Sebastian als Held.

„Rezension – Der kleine Laden in Bloomsbury“ weiterlesen

Rezension – Das Glück der handgemachten Dinge

Die Weltenbummlerin Jule ist rastlos. Sie hat keinen Job und auch keinen Plan, was sie nun tun soll. Also ergreift sie die Chance, in das Schwarzwälder Heimatdorf ihrer Großmutter zurückzukehren. Dort übernimmt sie eine ehemalige Schankwirtschaft und will diese in ein Kreativ-Café umwandeln. Denn sie liebt es, selber Dinge herzustellen und möchte den Kreativen im Dorf einen Ort geben, um zusammenzukommen und sich zu entspannen. Doch nicht alle im Dorf sind von dieser Idee begeistert und so sieht sie sich einigen Widersachern gegenüber.

„Rezension – Das Glück der handgemachten Dinge“ weiterlesen

Rezension – Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Porvenir ist ein kleines spanisches Dorf. Sara lebt schon ihr ganzes Leben dort und trägt die Post aus. Doch nun soll die Postfiliale geschlossen werden, da es zu wenig Briefverkehr im Dorf gibt. Rosa, die Nachbarin von Sara, macht sich daran, an dieser Tatsache etwas zu ändern. Sie schreibt einen Brief und bittet die Empfängerin, ebenfalls einen zu schreiben. So wird eine Kette von Briefen in Gang gesetzt, durch den sich die Menschen im Dorf näher kommen.

„Rezension – Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ weiterlesen

Rezension – Das Paar aus Haus Nr. 9

In das leerstehende Haus neben Sara und Neil zieht das Ehepaar Louise und Gavin mit ihren Kindern. Die Paare sind sich sympathisch und freunden sich rasch an. Doch neben den charismatischen und weltgewandten Nachbarn, kommt Saras Leben ihr immer langweiliger vor. Doch langsam stellt sich heraus, dass sich hinter der schönen Fassade von Louise und Gavin einiges verbirgt. „Rezension – Das Paar aus Haus Nr. 9“ weiterlesen

Rezension – Der Sommer der blauen Nächte

Als Jules Mutter stirbt, wirft sie das vollkommen aus der Bahn – und hinterlässt sie mit einem ganzen Haufen Fragen. Um diese zu beantworten reist sie zu den liebsten Ferienorten ihrer Mutter. Dort will sie dem Leben ihrer Mutter nachspüren, das die Künstlerin abseits ihrer Familie hatte. Das hilft ihr aber nicht so recht in der Beantwortung ihrer Fragen – und als dann auch noch die Liebe hinzukommt, ist das Chaos perfekt. „Rezension – Der Sommer der blauen Nächte“ weiterlesen

Rezension – Weil es dir Glück bringt

Samantha wächst in Michigan auf einem Obsthof auf. Ihre Familie verkauft dort leckeres Gepäck und frisches Obst an Touristen. Doch Sam fühlt sich dort eingeengt und will die weite Welt (namentlich in New York) sehen. Aber New York ist auch nicht das gelbe vom Ei, was vor allem an Sams cholerischem Chef liegt. Als ein Streit eskaliert, kündigt sie und zieht zurück auf den Hof ihrer Familie.
Dort stehen das 100jährige Jubiläum sowie der 75. Geburtstag ihrer Großmutter an – man ist also froh über jede helfende Hand. Über den Sommer hilft sie nicht nur in der Bäckerei aus, sie lernt auch allerhand über die früheren Generationen von Frauen, die den Hof geprägt haben. „Rezension – Weil es dir Glück bringt“ weiterlesen

Rezension – Das einfache Leben

In den 60er-Jahren verlassen die Schwestern Adele und Elisabeth den elterlichen Hof, um am Wirtschaftswunder in den Städten teilhaben zu können. 30 Jahre später, in der Mitte ihres Lebens, zieht es sie aus ganz unterschiedlichen Gründen zurück nach Dachsberg im Schwarzwald. Dort war ihr Bruder mit seiner Verpackungsfirma vor Jahren für einen Umweltskandal verantwortlich. Auf dem daraus entstandenen Brachland wollen die Schwestern einen Rosengarten anpflanzen – und so eine Schandtat in etwas Schönes verwandeln. „Rezension – Das einfache Leben“ weiterlesen

Black Rabbit Hall – #Werbung

Für die Familie Alton ist Black Rabbit Hall in Cornwall ein Zufluchtsort vor der Hektik Londons. Solange Amber, die älteste Tochter, sich erinnern kann, ist es dort ruhig und idyllisch – bis zu einem stürmischen Apriltag 1968. Seitdem ist alles anders und die Geschwister müssen mehr denn je zueinander stehen. Doch die Verbundenheit der Geschwister wird ein Jahr später in ihren Grundfesten erschüttert.
30 Jahre später sind Lorna und ihr Verlobter auf der Suche nach der perfekten Hochzeitslocation und stoßen dabei auf Black Rabbit Hall. Welche Geheimnisse werden die beiden hier entdecken? „Black Rabbit Hall – #Werbung“ weiterlesen

Der Zauber zwischen den Seiten – #Werbung

Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni

Für Sofia waren Bücher schon immer die beste Möglichkeit, der Realität zu entfliehen. Eine gänzlich unerwartete Wendung ihres Lebens verdankt sie ebenfalls Büchern. In einem kleinen Antiquariat in Rom kauft sie ein Buch und findet darin versteckt Briefe einer jungen Frau aus dem 19. Jahrhundert. Sofort spürt Sofia eine Verbindung zu dieser Clarice, die Bücher ebenso liebt wie sie selbst. Die Suche nach der Wahrheit über Clarice, führt Sofia quer durch Europa – und zu ihrem eigenen Glück. „Der Zauber zwischen den Seiten – #Werbung“ weiterlesen