Rezension – The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society

London 1946: Die Autorin Juliet Ashton grübelt über ein Thema für ihr nächstes Buch. Da erhält sie einen Brief von der Kanalinsel Guernsey. Was als eine Unterhaltung über Bücher beginnt, führt bald zu Freundschaften mit zahlreichen Menschen auf der Insel. Sie haben während der deutschen Besatzung die Literary and Potato Peel Pie Society gegründet. Und Juliet findet endlich Inspiration für ein neues Buch – beflügelt auch durch einen Besuch bei ihren neuen Freunden.

Kennt ihr diese Bücher, die euch zum Reisen verführen? Bei denen ihr euch am Liebsten sofort ins Auto/Flugzeug/… setzen würdet, um so richtig eintauchen zu können in die Umgebung des Buches? Mir ist das noch nie passiert. Es kam schon vor, dass ich in die Gegend gereist bin und dann einen Abstecher zu Schauplätzen eines Buches gemacht habe. Aber ich wollte noch nie zu einem Ort reisen, einfach nur, weil ein Buch dort spielt.

Das hat sich mit diesem geändert. Wenn ich morgen nach Guernsey fahren könnte – ich würde es ohne Wenn und Aber tun. Dabei war ich aufgrund des Klappentextes kurz noch am Zweifeln, ob ich es wirklich mitnehmen sollte. Deutsche Besatzung und Zweiter Weltkrieg erschienen mir viel zu ernst, brauchte ich doch dringend etwas locker-leichtes!

So ganz locker-leicht ist es wirklich nicht. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, mit Bildern von Konzentrationslagern, hungernden Gefangenen und Zivilisten im Kopf, ist dies gar nicht möglich. Dennoch ist dieses Buch ein kleines Juwel, das ich nur so verschlungen habe.

Perhaps there is some secret sort of homing instinct in books that brings them to their perfect readers.
– Juliet Ashton, S. 9

Das liegt insbesondere an den Charakteren. Sie sind liebevoll dargestellt und bringen durch ihr Verhalten und ihre Erzählungen ein Stück Komik und viel Gefühl in die Geschichte, die ansonsten ernste Themen behandelt. Es fällt leicht, sie ins Herz zu schließen und umso schwerer, sie am Ende des Buches gehen zu lassen.
Hinzu kommt Shaffers Schreibstil. Trotz des Aufbaus als Briefroman, wirken die „Unterhaltungen“ nicht gezwungen. Informationen und Entwicklungen werden so untergebracht, dass es natürlich wirkt.

Dieses Buch hat es mir so nicht nur ermöglicht, für ein Weilchen aus der Realität zu fliehen, sondern auch ganz viel Sehnsucht geweckt. Vor allem nach Guernsey, aber auch nach den Freuden des Briefeschreibens und Brieferhaltens. Es zeigt auf, wie gute Freunde das Leben auch in harten Zeiten gleich viel besser machen.
Ganz vorne steht für mich aber eine Lektion über Zivilcourage zu einer Zeit, als diese das Leben kosten konnte. Vielleicht das Schönste, was dieses Buch vermittelt ist das Wissen um Leute, die auch in schrecklichen Zeiten, wie beispielsweise während des Zweiten Weltkriegs, ihre Menschlichkeit nicht verloren haben. Wir sollten viel öfter daran denken, dass es solch gute Seelen gab und gibt.
Und wir sollten uns viel öfter an ihnen ein Beispiel nehmen.

Reading good books ruins you for enjoying bad books.
– Isola Pribby, S. 47

WERBUNG

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Über Mary Ann Shaffer:
Geboren 1934 in West Virginia, arbeitete Shaffer lange Zeit in Bibliotheken, sowie im Buchhandel und Verlagswesen. Zum Ende ihres Lebens erfüllte sie sich mit The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society den Traum vom eigenen Buch. Dieses wurde kurz nach ihrem Tod 2008 von Random House veröffentlicht.
1956 heiratete sie ihren Mann, zusammen hatten sie zwei Töchter.
Quelle: Wikipedia (englische & deutsche Version)

Tourist-Information für Guernsey

Weitere Meinungen zum Buch:

  • Frankfurter Allgemeine („ein Kleinod, ein wunderbares, tatsächlich bezauberndes Buch“)
  • The Book Smugglers (Damn near perfect; „The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society is at once delightfully funny AND sadly poignant, uncompromisingly romantic and ultimately unforgettable“)
  • Literaturschaf (5/5 Schafe; „man taucht sofort in die Geschichte ein und möchte die Personen am Ende gar nicht verlassen, sondern einfach immer weiterlesen“)

Briefe und Kaffeetasse: Photo by Freddy Castro on Unsplash
Cover: Wikipedia
Strand auf Guernsey: Telegraph
Blick aus RAF-Bomber auf Guernsey zwischen 1939 und 1945: Wikipedia – Royal Air Force official photographerhttp://media.iwm.org.uk/iwm/mediaLib//54/media-54302/large.jpg This is photograph C 2249 from the collections of the Imperial War Museums.
Autorenbild: Goodreads

Cover und Informationen zum Buch

Rezension – Die Krebsmafia

Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache1. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Medikamenten dagegen. Durch einige gesetzliche Schlupflöcher machen skrupellose Händler, Apotheker und Ärzte damit Millionen – und spielen teilweise mit dem Leben ihrer Patienten.
Schröm und Schenck sind den Konstrukten, die solche Machenschaften ermöglichen, auf den Grund gegangen. Und zeigen Lösungsansätze auf, um sie in Zukunft zu verhindern. „Rezension – Die Krebsmafia“ weiterlesen

Rezension – Wir werden glücklich sein

Am 13. November 2015 nehmen drei Terroristen im Bataclan in Paris hunderte Konzertbesucher als Geiseln und töten insgesamt 90 von ihnen. Unter den Getöteten ist auch Matthieu, der Freund von Aurélie Silvestre. Sie ist gerade schwanger mit dem zweiten gemeinsamen Kind – und muss nun ein Leben ohne ihre große Liebe aufbauen. In Wir werden glücklich sein berichtet sie von dem Tag, der alles veränderte. Und von den Monaten, die darauf folgen, bis zur Geburt ihrer Tochter. „Rezension – Wir werden glücklich sein“ weiterlesen

Cover und Infos zum diesem Buch um Flavia de Luce

Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d

Als Flavia de Luce aus dem Mädcheninternat in Kanada nach Großbritannien zurückkehrt, liegt ihr Vater krank darnieder. Um sich von der angespannten Situation zuhause fernzuhalten, erklärt sie sich bereit, einen Brief an einen eigenbrötlerischen Holzschnitzer zu liefern. Diesen allerdings findet sie tot auf: an seinen Füßen aufgehängt baumelt er an seiner Schlafzimmertür. Für Flavia erweist sich das als Glücksfall: endlich kann sie wieder ermitteln! „Rezension – Thrice the Brinded Cat Hath Mew’d“ weiterlesen

Zusammengefasst – Willkommen in Sanctuary

Von der Reihe Willkommen in Sanctuary habe ich zwei Bücher gelesen – das hat mir aber schon gereicht! Insgesamt sind es fünf Bände, die sich dem Tal Sanctuary und seinen Bewohnern widmen.

Man könnte fast schon von einem altbekannten Thema reden, wenn man die jeweiligen Geschichten beschreiben will: Gestaltwandler finden ihre Gefährtin bzw. ihren Gefährten. Der Twist hier kommt mit der Tatsache, dass nicht ein Gestaltwandler eine Gefährtin findet, sondern ein Gestaltwandler-Zwillingspaar welches eine Gefährtin findet. „Zusammengefasst – Willkommen in Sanctuary“ weiterlesen

Titelbild mit Teetasse und einem Text: "Fantastic Blogposts and Where to Find Them"

Fantastic Blogposts – FBM 2017

Hello everybody!

Dies wird eine etwas andere Version meiner Beitrags-Empfehlungen: sie widmet sich der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.
Beide großen Buchmessen sind mir im Augenblick zu teuer, als dass ich sie besuchen würde. Bei der FBM 2017 kam hinzu, dass meine Eltern an dem Wochenende ihre Silberhochzeit feierten. Ein Besuch in Frankfurt stand damit außer Frage.

Unmittelbar an dem Wochenende habe ich, eben wegen besagter Silberhochzeit, wenig von der „Berichterstattung“ auf Twitter mitbekommen. Da ich mich auch vorher nicht wirklich mit ihr beschäftigt hatte, war ich Sonntagabend und Montag entsprechend erschüttert, über die Vorkommnisse rund um einige rechtsradikale Verlage zu lesen.

Anstoß für diesen Beitrag war letztendlich ein Bericht der Bücherkrähe zur FBM (den verlinke ich euch weiter unten), in dem sie am Schluss schreibt:

Ich fordere Blogger*innen auf einzusehen, dass die Literaturwelt politisch ist und auch die Buch/Literaturblogs davon auf lange Sicht nicht unangetastet bleiben. Es war seit Jahrzehnten nicht so wichtig wie jetzt, politisch zu sein und sich für eine demokratische, vor allem freie Gesellschaft einzusetzen.
– Bücherkrähe, Nazis auf der FBM, Blogger gegen Blogger und was wir tun sollten

Ich will mir nicht anmaßen, über die FBM zu berichten (schließlich war ich nicht da) oder darüber zu urteilen, wie andere Blogger, die da waren, berichte(te)n. Aber Bücherkrähes Worte haben mir deutlich gemacht, dass auch ich mich nicht raushalten kann.
Mein Problem ist, dass ich nicht so recht weiß, wie ich das in Worte fassen soll. Vielleicht fang ich dort an, wo Bücherkrähe aufhört: Nazis braucht keiner! Deren Gedankengut (das hört sich in diesem Zusammenhang einfach falsch an) und die Geschichts- und Faktenverdrehung von Seiten AfD, Pegida und (leider) vielen weiteren Gruppen machen mich regelmäßig grün im Gesicht.

Allerdings habe ich erst im Zuge des Buchblogs und vor allem im Zuge des Mitlesens auf Twitter wirklich angefangen, mich eingehend mit Nazismus, Rassismus, Homophobie, … heutzutage zu beschäftigen. Ich kann von Glück sprechen, dass ich bisher nicht von oben genannten „Meinungen“ (in Ermangelung eines besseren Wortes) betroffen war. Daher gab es für mich davor einfach keinen Grund, mich eingehender damit auseinanderzusetzen. Und dann kamen Erfahrungsberichte von Menschen, die nicht mein Glück hatten und haben.

Statt noch mehr meiner Ergüsse zu lesen, habe ich einige Beiträge zu Nazis auf der FBM zusammengestellt. Die Schreiberinnen und Schreiber können und konnten besser in Worte fassen, was ich auch denke. Ich würde euch empfehlen, nicht nur die äußerst interessanten Beiträge zu lesen, sondern auch einmal einen Blick in die Kommentare zu werfen. Dort könnt ihr auch sehen, warum wir uns klar gegen Nazis positionieren müssen.

Let’s get goin‘ then!

Fangen wir direkt mit Bücherkrähe an, auf die ich mich nun schon einige Male bezogen habe. Sie fand schon recht schnell deutliche Worte, die ich so gerne unterschreiben würde. Ich bewundere sie dafür. Denn abgesehen davon, dass ich immer nicht so recht weiß, wie ich meine Gedanken in Worte fassen soll, scheue ich manchmal auch davor, meine Meinung so deutlich kundzutun.

Weiter geht’s mit Anna von Ink of Books, die ebenfalls einen Beitrag zu den Nazis auf der Messe geschrieben hat. Sie konzentriert sich meines Erachtens ein bisschen stärker darauf, was auf und nach der Messe geschehen ist und welche Auswirkungen dies auf sie hatte.
Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Satz von ihr:

Sie sollen ruhig merken, dass die Gegenwind bekommen.
Anna

Der dritte Beitrag kommt von einer meiner liebsten Bloggerinnen, Kitsune. Sie hat bereits sonntags einen Bericht geschrieben, so wirkt dieser unmittelbar und hat mich sehr bewegt – man kann ihre Gefühle quasi herauslesen. Zwar spricht Kitsune auch noch andere Themen an, positioniert sich aber auch stark gegen Nazis.

Erschreckend an Kamamis Beitrag war für mich vor allem, dass sie die FBM nun nicht mehr als einen sicheren Ort für ihre Tochter ansieht. Ich habe keine Kinder und mir daher keinerlei Gedanken über genau diese Tatsache gemacht, muss ihr aber zustimmen. Hätte ich Kinder, dann wäre ich am Samstag nicht gerne mit ihnen auf der Messe gewesen. Zudem hat sie in ihrem Beitrag einige Stimmen zusammengetragen, die aufzeigen, was verschiedene Menschen auf Twitter zu den Vorgängen sagen.

Der Kaffeehaussitzer spricht ein Dilemma an, über das ich mir auch regelmäßig Gedanken mache. Einerseits bin ich der Meinung, dass man Nazis auf gar keinen Fall ein Forum und Aufmerksamkeit bieten sollte. Andererseits sollte niemals hingenommen werden, was für Müll diese von sich geben.

Dieser Beitrag ist nun doch recht lang geworden. Daher als Abschluss ein Zitat des Selfpublishers Benjamin Spang, das Anna von Ink of Books in ihrer Beitrag erwähnt. Es spricht mir aus der Seele:

„Jetzt kann man nirgendwo mehr seine Ruhe vor diesen Idioten haben.“
– Benjamin Spang nach Ink of Books, Nazis auf der FBM, das Paradoxon der Intoleranz und die Reaktionen darauf


Edit

Weiterhin veröffentlichenBlogger Beiträge zum Thema. Zudem stolpere ich immer wieder über Beiträge, die mir vormals nicht in die Timeline gespült wurden/aufgefallen sind.
Daher habe ich beschlossen diesen Beitrag kontinuierlich zu erweitern. Alle neu hinzukommenden Blogposts könnt ihr also hier unten finden.

25.10.2017: Heute hat Julia von Julia’s Wunderland ihren Rückblick auf die FBM 2017 gepostet. Dabei widmet sie sich ihren Erlebnissen auf der Messe, schreibt aber auch einen Teil über die Nazis. Dabei zeigt sich wieder einmal, dass man auf einer Messe von diesen Ausmaßen nicht alles mitbekommen kann. So hatte Julia gar nicht persönlich mitbekommen, was sich da abspielte – verurteilen tut sie es trotzdem.

28.10.2017: Von den Beiträgen, die ich bisher gelesen habe, ist der von Sven Hensel wohl die stärkste Anklage gegen die FBM. Das ist schon am Titel erkennbar: #FBM17 – Frankfurter braune Messe 2017. Er zeigt die Vielzahl von Punkten auf, in denen die FBM stärker hätte Position gegen Nazis beziehen können – und müssen!

31.10.2017: Marion von Schiefgelesen war wie ich nicht auf der FBM (wenn auch aus gänzlich unterschiedlichen Gründen). In ihrem Beitrag sag mal, fbm… nimmt sie dennoch deutlich Stellung und zeigt auf, warum die Buchmesse Verantwortung übernehmen muss – und die offizielle Stellungnahme enttäuschend ist.

PS: Bei Jasmin Zipperling gibt es eine Zusammenstellung zahlreicher Artikel zum Thema. Schaut dafür mal bei „Warum es keinen Die-FBM-war-so-mega-toll-Beitrag geben wird“ auf ihrem Blog vorbei.

Rezension – Geheime Tochter

Als Kavita in Indien eine Tochter bekommt, weiß sie, dass das Mädchen in ihrem Dorf nicht überleben wird. Sie trifft die schwere Entscheidung, die Kleine in einem Waisenhaus in Mumbai abzugeben.
Zeitgleich erfahren Somer und Kris, ein indisch-amerikanisches Ärztepaar aus den USA, dass sie keine Kinder bekommen können. Sie beschließen, ein Kind aus Kris‘ Heimat zu adoptieren – und verlieben sich auf den ersten Blick in die kleine Asha. „Rezension – Geheime Tochter“ weiterlesen

Rezension – Das Café der kleinen Wunder

Eigentlich würde Nelly niemals eine teure, rote Handtasche kaufen und Hals über Kopf Paris verlassen. Denn eigentlich liebt sie die Langsamkeit und eine solch überhastete Entscheidung entspricht nicht ihrem Wesen. Aber sie ist unglücklich verliebt und das ändert alles. Also macht sie sich kurzerhand auf den Weg nach Venedig – inklusive neuer roter Handtasche. Dort wandelt sie auf den Spuren ihrer Großmutter und findet ein Café, in dem Wunder möglich sind. „Rezension – Das Café der kleinen Wunder“ weiterlesen

Rezension – Ziemlich beste Mütter

Als Marie erfährt, dass der Vater ihres Sohnes Florian heiraten wird, beschließt sie, dass es Zeit für einen Tapetenwechsel wird. Daher zieht sie samt Kind und Kegel von Berlin nach München. Dort steht Florians Einschulung vor der Tür – und der erste Elternabend entwickelt sich zu einer Katastrophe. Überall um sie herum Super-Mütter, die sich jetzt schon Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder machen. Gut, dass sie da Olivia, Katrin und Alexa trifft: mit bissigem Humor und ganz viel Imperfektionismus stellen sich die vier den ehrgeizigen Helikoptermüttern gegenüber und schaffen es nebenbei noch, ihre Kinder trotz Zucker und Smartphone zu erziehen. Und vielleicht findet Marie in Berlin ja doch eine neue Liebe? „Rezension – Ziemlich beste Mütter“ weiterlesen

Rezension – Und jetzt auch noch Liebe

Als Emma schwanger wird, trifft sie eine ungewöhnliche Entscheidung: ihr langjähriger Freund, und Vater des Kindes, Ned ist nicht der Richtige, um eine Familie zu gründen, daher beendet sie die Beziehung. Kurz nachdem sie mit ihm Schluss gemacht hat, verliert sie auch noch ihren Job und muss sich auf ihre chaotische Familie verlassen. Und als sie doch den Einen findet, will dieser eine andere heiraten. Dabei hat sie gerade eigentlich überhaupt keinen Kopf, sich um die Liebe zu kümmern – insbesondere, da der Geburtstermin näher und näher rückt.

„Rezension – Und jetzt auch noch Liebe“ weiterlesen