Buchiger Rundumschlag II

Hallo ihr Lieben!

Zwei Monate sind seit meinem letzten Blogbeitrag vergangen. Für die lange Funkstille gibt es viele Gründe, vor allem privater Natur. Mittlerweile hat sich alles wieder ein wenig beruhigt, ich bin auch fast wieder in meinem Studentinnenleben angekommen.

Gelesen habe ich natürlich trotzdem und daher gibt es jetzt einen kurzen Überblick über alle neuen Bücher, die ich in den vergangen zwei Monaten verschlungen habe.

Draußen wartet die Liebe
Dieses Buch hat mir richtig gut gefallen! Voll britischem Humor, hab ich viel gelacht, am Ende auch geweint. Überhaupt war das Ende sehr gut: Überraschend, aber nicht vollkommen abwegig. Jenny ist eine sympathische junge Frau, die von ihrer Umwelt so lange in eine bestimmte Schublade gesteckt wird, bis sie auch selbst daran glaubt. Wie für sie die Ehe einen Weg in die Freiheit darstellt, war toll beschrieben. Daneben habe ich mich stark nach England versetzt gefühlt: es wird viel Tee getrunken und das Wetter macht soweiso was es will.
Draußen wartet die Liebe kann ich wirklich nur empfehlen!
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: Droemr Knaur

Der Horror der frühen Medizin
Lindsey Fitzharris, der Autorin des Buches, folge ich auf Twitter und so hatte ich immer wieder von diesem Buch gehört. Mir ist während des Lesens regelmäßig schlecht geworden, denn die beschriebenen Szenen sind oft sehr ekelerregend. Davon einmal abgesehen war es ein unglaublich interessantes Buch über, mal mehr, mal weniger hilfreiche Heilmethoden des 19. Jahrhunderts und den Siegeszug hygienischer Krankenhäuser. Spannend fand ich auch, wie viele der damals erfundenen Techniken noch heute, wenn auch eventuell abgewandelt, verwendet werden.
Bewertung: 5 goldene Sterne
Bildquelle: Suhrkamp

30 Tage und ein ganzes Leben
Nicht ganz begeistern konnte mich dieses Buch. Ich hatte etwas anderes erwartet, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Hier möchte ich auch nicht zu viel verraten, aber das Ende und das „nichts ist mehr so, wie es war“ haben mich enttäuscht. So interessant das Thema an sich ist, konnte mich auch der Schreibstil nicht wirklich in den Bann dieses Themas schlagen.
Bewertung: 2 Sterne
Bildquelle: Randomhouse

A Secret Garden
Umso besser hat mir A Secret Garden von Katie Fforde gefallen. Es ist ein schön geschriebenes, gemütliches Buch über wunderbare Gärten, gutes Essen, Freundschaft, Familie und Liebe – also ganz viele schöne Dinge des Lebens. Dennoch rutscht es nicht ins Kitschige ab und so hatte ich jede Menge Spaß mit diesem Buch.
Bewertung: 4 Sterne
Bildquelle: Penguin Books

A Country Escape
Die Freude an A Secret Garden hat dafür gesorgt, dass ich mir direkt noch dieses Buch von der Autorin aus der Bücherei ausgeliehen habe. Es hat mir sogar noch besser gefallen. Das fing beim Schreibstil an, aber besonders das Thema fand ich gut. Ich liebe Bücher, in denen Menschen sich ein Leben mithilfe der eigenen Ressourcen aufbauen und zum Beispiel, wie hier, versuchen, einen Bauernhof zu retten.
Eine riesige Leseempfehlung für dieses Buch voll britischem Feel-Good-Feeling.
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: Penguin Books

Die Gesichter der Toten
In eine andere Richtung geht dann dieses Buch. Das war auf eine ganz andere Art sehr spannend. Zwar geht es auch um Gesichtsrekonstruktion, vor allem beschreibt Constanze Niess einige interessante Fälle, an denen sie als Rechtsmedizinerin beteiligt war. Es sind auch einige Bilder beigefügt, bei denen ich vor allem spannend fand, wie ähnlich sich ihre Rekonstruktion und der letztendlich identifizierte Mensch sind.
Bewertung: 4 Sterne
Bildquelle: buecher.de

Landliebe
Das Ende war mir zu kitschig, aber der Rest des Buches hat mir gut gefallen. Hier wird der Versuch unternommen, ein Weingut zu retten, wobei mir gut gefallen hat, wie dieser Versuch unternommen wird. Auch die Personen waren mir sympathisch, sodass ich wirklich mit ihnen mitgefiebert habe. Witzig war definitiv auch, wie mit dem Setting in einer Fernsehshow umgegangen wird und wie viel dieser vermeintlichen Reality Shows durchgeplant ist – dieser Faktor hätte mich vermutlich nicht so überraschen sollen.
Bewertung: 4 Sterne
Bildquelle: Randomhouse

Anatomie des Verbrechens
Die Krimis von Val McDermid habe ich nie gelesen, aber an diesem Buch von ihr konnte ich in der Stadtbibliothek nicht vorbeigehen. Val McDermid begleitet darin unterschiedliche Experten auf dem Weg von einem Leichenfund bis in den Gerichtssaal und nimmt dabei tatsächlich geschehene Kriminalfälle als Grundlage. So veranschaulicht sie, wie wichtig jeder einzelne dieser Experten auf dem Weg zur Verurteilung eines Täters ist. Besonders spannend fand ich auch die beschriebenen Kriminalgeschichten.
Bewertung: 5 goldene Sterne
Bildquelle: Randomhouse

The Librarian
Es ist schon länger her, dass ich eine so eindrückliche und leidenschaftliche Liebeserklärung an das Lesen und Bücher gelesen habe. Mir hat gut gefallen, dass es vor allem ein Plädoyer an das Lesen von Kinderbüchern ist, was Erwachsene viel zu selten tun. Es spielt in den 1950er-Jahren und gibt damit auch einen Einblick in das Großbritannien kurz nach dem Krieg. Für mich war vor allem spannend zu sehen, wie modern es damals in vielen Punkten schon zuging und wie konservativ die Gesellschaft (den)noch war.
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: Penguin

Insgesamt hatte ich also das große Glück, in den vergangenen Monaten viele gute Bücher zu lesen!

Habt ihr auch schon eines davon gelesen? Lasst mir doch einen Kommentar da.
Celina xxx

Rezension – Suddenly Forbidden

Als Daisy und Quinn Jugendliche waren, hatten sie sich geschworen, dass sie zusammen aufs College gehen und später heiraten würden. Doch dann zieht Daisys Familie um – und die Beziehung der beiden zerbricht. Zwei Jahre später

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Rezension – Aprikosenküsse

Hanna ist Foodjournalistin und ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann sorgt eine ihrer Restaurantkritiken bei einer alten Dame für einen Herzinfarkt. Und ausgerechnet deren Urne fällt Hanna in die Hände. Hanna, die sich schuldig fühlt, macht sie sich auf den Weg nach Italien, um die Urne zurückzugeben. Doch Giuseppa Camini, die Verstorbene, sorgt auch über den Tod hinaus für Aufregung: Ihr Testament zieht Hanna mitten hinein in eine italienische Familie mit zahlreichen Problemen – und stellt Hannas Gefühlswelt auf den Kopf.

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Rezension – Weil es Liebe ist

Seit Monaten schwärmt Holland Bakker für einen Gitarristen, der in der New Yorker U-Bahn spielt und macht extra einen Umweg auf ihrem Arbeitsweg, um ihn zu sehen. Das stellt für die T-Shirtverkäuferin, die mit ihrem Leben nicht so richtig zufrieden ist, den Höhepunkt ihres Tages dar. Doch dass die beiden, aus einem ganz und gar unromantischen Grund Mitbewohner werden könnten, kommt ihr nicht in den Sinn.

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Rezension – Was du liebst, das halte fest

Als der Vater ihrer Tochter Mia sie sitzen lässt, braucht Laura dringend ein günstiges WG-Zimmer. Das kommt dem sympathischen Pianisten Anton gerade recht: er wurde von seiner Freundin verlassen und sucht nun Untermieter für das leer gewordene Zimmer in seiner Wohnung, daher nimmt er die beiden auf. Doch dann kommt es für Laura noch dicker: an ihrem Arbeitsplatz wird ein kompromittierendes Foto mit dem Fußball-Star Christian Bergmann geschossen, zudem runiniert sie das Hochzeitskleid ihrer Chefin und nun ist ihr Job in Gefahr. Kann Anton ihr noch einmal aus der Patsche helfen?

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Buchiger Rundumschlag I

Hallihallo ihr Lieben!

In den vergangenen zwei Monaten sind herzlich wenig Blogbeiträge hier erschienen. Das hatte ganz unterschiedliche Gründe, kann im Grunde aber auf drei Worte heruntergebrochen werden: Weihnachten, Krankheit, Klausuren. In der Zeit habe ich aber trotzdem Bücher gelesen und sogar einige neue Bücher. Hier, im ersten buchigen Rundumschlag, will ich euch kurz und knapp meine Meinung zu einigen dieser Bücher darstellen.

Leise rieselt das Glück
Wie man am Titel schon erkennen kann, handelt es sich bei diesem Buch von Debbie Macomber um einen Weihnachtsliebesroman.
Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Das größte Problem war für mich definitiv, dass Merry (seht ihr, was die Autorin hier gemacht hat?!) als eine Art Heilige dargestellt wird. In jedem Menschen sieht sie immer nur das Gute, sie opfert sich für ihre Familie auf. Selbst die Krankheiten von Mutter und Bruder scheinen nur dafür gemacht sein, Merry noch geplagter erscheinen zu lassen.
Hinzu kamen steife Dialoge und ein Protagonist der sich viel zu schnell wandelt.
Bewertung: 2 Sterne
Bildquelle: Randomhouse

Winterzauber in Nottinghill
Umso besser hat mir dieser Weihnachtsroman von Mandy Baggot gefallen. Das Buch hat in meinen Augen alles richtig gemacht. Trotz der potenziell sehr kitschigen Situation eines weihnachtlichen Londons ist das Buch nicht übermäßig kitschig, was mir gut gefällt. Es zeigt auch, dass Liebe nicht alles besser macht und Wunder oft selbstgemacht sind. Die Konflikte sind sehr lebensnah, oft Konflikte zwischen Verpflichtungen und Überzeugungen. Auch der Umgang mit behinderten Familienmitgliedern ist hier besser umgesetzt (zumindest aus meiner seeehr laienhaften Sicht bei diesem Thema).
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: Randomhouse

Leotas Garten
Fangen wir mit dem Positiven an: Francine Rivers Schreibstil ist toll. Ich habe gegen Ende geheult wie ein Schlosshund und auch ansonsten lies sich das Buch gut lesen.
Ich hatte das Buch aus der örtlichen Bücherei ausgeliehen, weil mich das Thema ansprach. Letztendlich wurde ich schwer enttäuscht. Denn dieses Buch ist sehr christlich – was mich zunächst nicht stören würde. Aber es ist christlich auf die eklig missionarische Art. Das Christentum ist natürlich die beste Religion und die Gesellschaft ist oft ganz furchtbar (A B T R E I B U N G E N!!!11! – nur als kleines Beispiel). Auch der tolle Schreibstil reißt da nicht mehr viel raus.
Bewertung: 2 Sterne
Bildquelle: Gerth Medien

Feminists Don’t Wear Pink And Other Lies
Die Essays in diesem Buch, herausgegeben von Scarlett Curtis, sind ganz perönliche Berichte über die Erfahrungen der Autorinnen mit Feminismus. Wie kamen sie zum Feminismus und warum brauchen wir auch heute Feminismus? Gibt es DEN Feminismus überhaupt? Beantwortet werden daneben noch viele andere Fragen, zudem bietet das Buch viele Denkanstöße. Daneben hat mir auch gut gefallen, dass die Beiträge von Frauen all around the globe kommen. Viele sind eher witzig geschrieben, einige mit sehr ernstem Hintergrund. Alles in allem ein toller Start ins Jahr 2019, zumindest in buchiger Hinsicht.
Bewertung: 5 goldene Sterne
deutscher Titel: The future is female! Was Frauen über Feminismus denken
Bildquelle: Penguin

Bats in the Belfry
Wieder ein Buch aus der Reihe British Library Crime Classics und wieder eines, das mir super gefallen hat. Die British Library legt in der Reihe Crime Classics Bücher aus dem goldenen Zeitalter des britischen Krimi (hauptsächlich aus den 20er- und 30er-Jahren) neu auf. Wie die anderen Bücher, die ich bereits gelesen habe, kommt auch dieses ganz ohne die blutigen Szenen aus, die man aus modernen Krimis oft kennt. Stattdessen auch hier wieder ein „Denker“-Krimi, mit Versteckspielen und einer überraschenden Lösung.
Bewertung: 5 Sterne
Bildquelle: British Library

Tod im Herbst
Dieses Buch hat meine Mama mir geschenkt. Ich hatte vorher weder von der Autorin noch von ihrem Ermittler, Wachtmeister Guarnaccia, gehört. Da ich aber Donna Leons Brunetti liebe und dieses Buch von der Art her ähnlich wirkte, freute ich mich auf die Lektüre. Ich fand es super zu lesen. Auch Guarnaccia, der zurückhaltende, schweigsame Ermittler, war mir sympathisch. Alles in allem also ein schönes Buch, wenn es für mich auch nicht ganz an Commissario Brunetti heranreicht.
Bewertung: 4 Sterne
Bildquelle: Diogenes

Rezension – Applepie Stories

Lola Applepie ist beschwipst und fühlt sich am Tiefpunkt ihres Lebens, als sie im Rezeptbuch ihrer Großmutter ein Rezept für Fairy Cupcakes findet. Diese erfüllen einem jeden Wunsch. Lola hat nur einen Wunsch: sie will endlich ihren Traumprinzen treffen! Doch die Magie der Cupcakes hat auch ihre Tücken und so trifft Lola plötzlich auf gleich zwei Traumprinzen. Welcher meint es wirklich ernst mit ihr?

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Rezension – Das Weihnachtscafé in Manhattan

Das Candied Apple Café von Iona und ihren beiden Freundinnen erstrahlt in weihnachtlichem Glanz, als Iona den Geschäftsmann Mads Eriksson und dessen Tochter Sofia kennenlernt. Die beiden müssen das erste Weihnachtsfest ohne Gill, Mads Frau und Sofias Mutter verbringen, die im vorigen Jahr an Weihnachten verstarb. Doch vielleicht gelingt es Iona, ein bisschen Weihnachtszauber in das Leben der beiden zu bringen und Sofia auch den Glauben an Santa Claus zurückzugeben.

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Rezension – Sieben Tage und ein Jahr

Lucie hat sich geschworen, nie wieder in ihr Heimatdorf Strande zurückzukehren. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen daran. Doch als ihre Mutter einen Unfall hat und ihr Bruder sie um Hilfe bittet, macht sie sich schweren Herzens wieder auf den Weg dorthin.
Doch als die Probleme des familieneigenen Campingplatzes offenbar werden, wird aus dem geplanten Kurztrip ein monatelanger Aufenthalt. Und so muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und dem Mann, der verantwortlich für ihren Schmerz ist. Unerwartete Hilfe erhält sie dabei vom Dorfarzt Sven, der sie auf vielen Ebenen heilt.

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Rezension – Ohne ein einziges Wort

Sarah ist Mitte Dreißig, steckt mitten in einer Scheidung – und lernt Eddie kennen. Bereits nach einer Woche zusammen ist beiden klar, dass die Sache zwischen ihnen etwas ganz Besonderes ist. Doch nachdem Eddie in einen lange geplanten Urlaub fährt, meldet er sich nicht mehr bei Sarah und reagiert weder auf ihre Anrufe noch Nachrichten. Verzweifelt sucht Sarah nach der Ursache dafür – und muss schließlich feststellen, dass sie daran nichts ändern kann. Denn der Grund ist sie selbst.

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