London Legends – Zusammengefasst

London Legends von Kat Latham

#1: Knowing the Score (Caitlyn & Spencer)
#2: Playing It Close (Tess & Liam)
#3: Tempting the Player (Libby & Matt)
#3.5: Unwrapping Her Perfect Match (Gwen & John)
#4: Taming the Legend (Camila & Ash)

Ende letzten Jahres durfte ich den dritten Band der Reihe als Rezensionsexemplar auf deutsch lesen und war sehr begeistert! (Meine Rezension dazu könnt ihr HIER lesen.)
Vor kurzem hatte ich das Gefühl, dass ich dringend etwas neues, kurzweiliges aber dennoch gutes zu lesen brauche. Meine Wahl fiel ziemlich schnell auf ein weiteres Buch von Kat Latham aus der „London Legends“-Reihe. „London Legends – Zusammengefasst“ weiterlesen

Absturz in London

Absturz_in_LondonAbsturz in London | Emma Carr | AmazonCrossing | erschienen 2014
ISBN 978-1-477-82440-5 | 4.99€ (Kindle Edition)/9.99€ (Taschenbuch)
Leseprobe

Über Emma Carr:
Absturz in London ist Emma Carrs Debütroman, inspiriert von einer Reise mit ihrem Ehemann in eben jene Stadt. Die Ruleford-Trilogie ist mittlerweile abgeschlossen; im Oktober 2015 erschien ihr neuestes Buch, ebenfalls Auftakt einer Reihe, The CEO.
Sie lebt mit Ehemann, Sohn und Hund in Seattle.

Aimee Kennedy gewinnt eine Reise inklusive Hotelübernachtung nach London. Dumm nur, dass ihr Begleiter all ihre Sachen stiehlt – inklusive des Gutscheins für den Rückflugs nach Amerika und ihrem Geld. Notgedrungen bewirbt sie sich bei dem attraktiven Banker Simon Ruleford als Haushaltshilfe. Da sie jedoch Amerikanerin ohne Arbeitserlaubnis ist und er seine Geschäfte mit der Königsfamilie nicht gefährden darf, stellt er sie nicht ein. Durch einen Zufall wird Aimee in seinem Haus eingeschlossen, pflegt ihn, als er krank wird und so kommen sich die beiden näher. Aber Aimee muss unbedingt in die Staaten zurück um ihr Studium zu beenden – und Simon darf die Royals nicht verprellen.

Ich habe das Buch angefangen zu lesen – und gleich mal eine Nachtschicht eingelegt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
Ein bisschen erinnert es an eine Aschenputtel-Adaption, nur dass in diesem Fall das Aschenputtel nicht gerettet werden will (soll heißen: sich auf keinen Fall in den Prinz verlieben 🙂 ) Ein Prinz kommt im Übrigen doch vor; Prinz William (ja, DER Prinz William) wird nämlich spontan mit eingespannt – und ist hin und weg von Aimees Back- und Kochkünsten. Sehr sympathisch 😉
Besonders Aimee finde ich toll: immer eine schlagfertige Antwort und eine kleine Kämpferin.
Auch Simons Wandel vom Bürohengst, der mit seiner Arbeit verheiratet ist, zum verliebten Trottel ist glaubwürdig. Es geschieht nicht einfach von einem Tag auf den anderen, sondern entwickelt sich im Laufe der Story.
Alles ist glaubwürdig ge- und beschrieben, flüssig zu lesen und ohne grammatikalische Fehler. Und obwohl die Rulefords eine Bankerfamilie sind, wird das Thema Mathematik nicht zu sehr breitgetreten und man auch nicht mit Fachausdrücken erschlagen.

Wenn er die Zeit neben Aimee verbringen durfte, würde er sich auch eine sechsteilige Serie über die Geschichte des Hausstaubs anschauen.
– Simon Ruleford

5Sterne

Capital Crimes

Capital_CrimesCapital Crimes – London Mysteries | Martin Edwards (Hrsg.) | The British Library | erschienen 2015
ISBN 978-0-7123-5749-4 | £8.99

Über Martin Edwards:
Edwards wurde 1955 im britischen Knutsford geboren. Er studierte Jura und arbeitet heute noch als Berater einer Rechtsanwaltskanzlei. Seit 1988 ist er verheiratet und hat zwei Kinder.
1991 erschien sein erster Krimi All the Lonely People; über den Detektiv des Buchs, Harry Devlin, hat er noch sieben weitere Krimis geschrieben. Bekannt ist auch seine Lake District Mysteries-Reihe. Zudem hat er über 50 Kurzgeschichten geschrieben. Er ist Mitglied der Crime Writers‘ Association, Vorsitzender des Komitees, das eine der höchsten Auszeichnungen der englischen Kriminalliteratur verleiht, und Archivar der Association.

Capital Crimes ist eine Zusammenstellung von 17 Kurzgeschichten, die alle in London spielen. Das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit (und natürlich, dass es alles Kriminalgeschichten sind). In dem meisten Fällen handelt es sich um Mord, aber es gibt auch die ein oder andere, die eher in Richtung Kurzthriller neigt und auch andere Verbrechen werden abgedeckt. Veröffentlicht wurden sie erstmals zwischen 1893 und 1946, decken also mehr als ein halbes Jahrhundert der englischen Kriminal-Kurzgeschichten ab. Unter den Autoren befinden sich so berühmte Namen wie Arthur Conan Doyle oder Edgar Wallace, zum größten Teil handelte es sich aber um Autoren die ich nicht kannte.

Ich muss zugeben, dass manche der Geschichten recht schwer zu lesen waren. Gerade bei Doyle waren mir einige der Worte unbekannt. Zudem wurden in einigen Geschichten wohl Dialekte wiedergegeben, was mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat (als würde ein Ausländer ein auf schwäbisch geschriebenes Buch lesen 😀 ). Das hat sich aber in den späteren Kurzgeschichten gegeben, was ich vermutlich vor allem meinem exzessivem Agatha Christie-Lesen zu verdanken habe.

Davon einmal abgesehen aber ich auch einige neue Schätze entdeckt. Beispielsweise den blinden Amateur-Detektiv Max Carrados (erfunden von Ernest Bramah), oder die lippenlesende Judith Lee (von Richard Marsh).

Die kürzeste Geschichte geht über fünf Seiten, die längste über knapp 30. Allen gemeinsam ist, dass ihre Autoren es schaffen, auf sehr unterschiedliche Weise zu den unterschiedlichsten Verbrechen Spannung aufzubauen. Keine der Geschichten hat mich gelangweilt. Gefallen hat mir im übrigen auch, dass ein paar der Kurzgeschichten von Frauen stammen.

„I […] gravitated to London, that great cesspool into which all the loungers and idlers of the Empire are irresistibly drained.“
– Dr. John Watson

4Sterne

Hatchards

Guten Abend!

Der ein oder andere hat bestimmt schon mitbekommen, dass ich im Augenblick das Glück habe, in England leben zu dürfen (im Rahmen eines Au Pair-Jahres).
Diese Woche stand für mich ein ganz besonderer Besuch auf dem Plan, auf den ich mich schon seit einigen Monaten freue: ein Besuch bei Hatchards!

Nun kann man sich fragen: Was zur Hölle ist denn Hatchards?
Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Hatchards ist die älteste Buchhandlung Londons. Dort werden seit 1797 Bücher verkauft. Das sind ganz genau 200 Jahre mehr, als ich auf dieser Erde weile!

Die Buchhandlung liegt am Piccadilly Circus und obwohl der immer recht übervölkert ist, verirren sich nicht besonders viele in eine Buchhandlung. Dort war es also ruhig und nicht besonders voll.

Besonders gefallen hat mir im übrigen eine Wand voll mit Büchern von und über Sir Winston Churchill. Man mag mich einen Freak nennen, aber ich bewundere diesen Mann.
Natürlich hat Hatchards all die modernen Bücher, die man in anderen Buchhandlungen auch bekommt, aber daneben werden auch Second Hand-Bücher verkauft (zumindest sahen einige Bücher gebraucht aus), die nicht besonders modern sind.

Mittlerweile wurde ein zweiter Hatchards-Shop in St Pancras International eröffnet, ich bin aber fest entschlossen, nochmal den am Piccadilly Circus zu besuchen!

Liebe Grüße aus England,
Celina xx