Rezension – Das Café der kleinen Wunder

Eigentlich würde Nelly niemals eine teure, rote Handtasche kaufen und Hals über Kopf Paris verlassen. Denn eigentlich liebt sie die Langsamkeit und eine solch überhastete Entscheidung entspricht nicht ihrem Wesen. Aber sie ist unglücklich verliebt und das ändert alles. Also macht sie sich kurzerhand auf den Weg nach Venedig – inklusive neuer roter Handtasche. Dort wandelt sie auf den Spuren ihrer Großmutter und findet ein Café, in dem Wunder möglich sind. „Rezension – Das Café der kleinen Wunder“ weiterlesen

Rezension – Paris ist immer eine gute Idee

Paris_ist_immer_eine_gute_Idee
Quelle: Piper

Paris ist immer eine gute Idee | Nicolas Barreau | Piper | erschienen 2015
aus dem Französischen: La Vie en Rosalie | Übersetzerin: Sophie Scherrer
Taschenbuch: ISBN 978-3-492-30247-0 | 9.99€
E-Book: ISBN 978-3-492-96537-8 | 9.99€
Leseprobe

Für Rosalie, die einen Postkartenladen in Paris betreibt, eröffnet sich die Chance ihres Lebens, als Max Marchais, ein berühmter Kinderbuchautor, sie bittet, sein neuestes Buch zu illustrieren. Doch kurz darauf betritt ein junger Amerikaner ihren Laden und beschuldigt sie des Plagiats. Zusammen mit ihm macht sich Rosalie auf die Suche nach der Wahrheit.

Nachdem ich bereits vor einigen Jahren Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau gelesen habe und begeistert davon war, konnte ich diesem Buch nicht widerstehen.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: das Buch ist berührend geschrieben und hat in mir Fernweh geweckt. Es stellt auf sehr schöne Weise das Leben in Paris dar, mit der Liebe der Pariser(innen) zu ihrem leckeren Essen und noch vielen anderen kleinen Details, welche die Stadt und die Protagonisten lebendig machen. Mir hat gut gefallen, dass Barreau in diesem Roman besonders zu Beginn viel mit den Klischees über Französinnen und Amerikaner spielt. So ergibt sich die ein oder andere witzige Szene, aber es zeigt sich auch, inwiefern diese der Wahrheit entsprechen oder eben nicht.
Auch wie sich Rosalie und Robert annähern, fand ich schön beschrieben. Man spürt, wie sich die Gefühle füreinander entwickeln. Die beiden stürzen sich nicht einfach kopfüber in die Beziehung, sondern lernen einander kennen. Diese Annäherung ist einfühlsam erzählt, sodass man sich richtig schön in die Protagonisten einfühlen und mit ihnen leiden, lieben und lachen kann.
Weniger gut hat mir gefallen, dass die ganz große Geschichte um das Kinderbuch in meinen Augen schon recht schnell vorhersehbar war. Lange vor der Auflösung konnte man sich schon denken, wie diese aussieht.
Davon einmal abgesehen ist es aber ein schönes Buch für ein paar entspannte Stunden.

„Erst wenn etwas unwiederbringlich verloren ist, erkennt man bisweilen, was es einem bedeutet hat.“
– Max Marchais (S. 305)

5Sterne

Über Nicolas Barreau:
Rosseau wurde 1980 in Paris geboren und studierte Romanistik und Geschichte an der Sorbonne. Er lebt als freier Autor in seiner Geburtsstadt. Sein erster internationaler Erfolg war Das Lächeln der Frauen, dem noch einige mehr folgten.
Quelle: Piper

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