Rezension – Das Weihnachtscafé in Manhattan

Das Candied Apple Café von Iona und ihren beiden Freundinnen erstrahlt in weihnachtlichem Glanz, als Iona den Geschäftsmann Mads Eriksson und dessen Tochter Sofia kennenlernt. Die beiden müssen das erste Weihnachtsfest ohne Gill, Mads Frau und Sofias Mutter verbringen, die im vorigen Jahr an Weihnachten verstarb. Doch vielleicht gelingt es Iona, ein bisschen Weihnachtszauber in das Leben der beiden zu bringen und Sofia auch den Glauben an Santa Claus zurückzugeben.

Vielen Dank an NetGalley.de und HarperCollins für dieses Rezensionsexemplar!

Das Weihnachtscafé in Manhattan ist eine unglaublich süße Liebesgeschichte, die wirklich perfekt in die Weihnachtszeit passt.

Dazu trägt insbesondere die kleine Sofia bei, denn sie ist der Inbegriff eines kleinen Wirbelsturms, der aber sehr am Tod ihrer Mutter Gill zu knabbern hat.
Durch Gills Tod kommt eine ernste Note in die Geschichte, denn die Frage, die Mads ständig beschäftigt und damit auch über der sich entwickelnden Beziehung zu Iona steht, ist: wie weitermachen nach Gills Tod und wie umgehen mit der Trauer?
Rein stilistisch trägt es zudem auch dazu bei, dass die Geschichte nicht ins Kitschige abrutscht, was bei Weihnachtsgeschichten ja gerne mal passiert. Aber durch dieses sehr ernste Thema, dass immer wieder behandelt wird, passiert dies eben nicht.

Dennoch gibt es auch sehr viel Weihnachtsstimmung mit festlich geschmückten Häusern und Geschäften sowie der Freude eben daran. Sehr gut passend dazu finde ich übrigens auch das Cover, denn das gefällt mir super und passt zu Geschichte: weihnachtlich, aber nicht kitschig.

Das Weihnachtscafé in Manhattan ist das richtige Buch für alle, die sich mit Tee auf die Couch kuscheln und eine schön weihnachtliche Geschichte genießen wollen, die nicht allzu anspruchsvoll ist.

Weitere Meinungen zum Buch:
Papier und Tintenwelten (4/5; „eine süße Geschichte mit sympathischen Charakteren, die mich trotz kleiner Schwächen, in vorweihnachtliche Stimmung versetzen konnte“)
Janetts Meinung (2/5 Sterne; „Die Weihnachtliche Stimmung kommt gut und überzeugend rüber, nur die Liebesgeschichte ist nicht das Gelbe vom Ei“)
Eli’s Bücherecke (4/5 Sterne; „sehr süßer Roman, voller Liebe, Freundschaft und das Wunder der Weihnachtszeit“)


Über Katherine Garbera:

Schon in ihrer Kindheit dachte sich Garbera gerne Geschichten aus. Autorin zu werden, zog sie allerdings erst in Betracht, als sie nach ihrer Elternzeit in einen ungeliebten Job zurückkehren sollte. 1993 begann sie, Manuskripte an Verlage zu senden, 1996 erschien ihr Debütroman The Bachelor Next Door. Mittlerweile hat sie über 100 Bücher veröffentlicht.
Mit ihrem zweiten Ehemann lebt sie in den Midlands, Großbritannien.
Quelle: Website der Autorin

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Originaltitel: Christmas At The Candied Apple Café | Übersetzerin: Corinna Wieja
Taschenbuch: ISBN 978-3-95649-8-381 | 9,99 €
E-Book: ISBN 978-3-95576-8-553 | 8,99 €
304 Seiten | erschienen 2018

Verlagswebseite zum Buch

Bildquellen
Autorin: Website der Autorin
Cover: HarperCollins

Mystery in White – #lesadvent

#lesadventHallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr hattet schöne und entspannte Weihnachten mit viel gutem Essen!
Ich melde mich wieder mit einem weiteren Beitrag zum Lesadvent von Reading Parrot. Dies soll mein zweites Los für Denn Liebe ist stärker als Hass von Shlomo Graber sein.

Mystery_in_WhiteMystery in White – A Christmas Crime Story | J. Jefferson Farjeon | The British Library | erschienen 1937 bei Wright & Brown
ISBN 978-0-7123-5770-8 | £8.99

Über J. Jefferson Farjeon:
Farjeon wurde 1883 in London geboren und veröffentlichte zahlreiche Geschichten, vornehmlich Krimis, bevor er 1955 starb. Am bekanntesten ist sein Stück Nummer 17, welches mehrmals verfilmt wurde, u.a. auch von Alfred Hitchcock. Obwohl sein Name heute nahezu unbekannt ist, war er während seiner Schaffenszeit hoch angesehen, beispielsweise auch von Dorothy L. Sayers.

An Heiligabend wird in der Nähe des Örtchens Hemmersby ein Zug eingeschneit. Einige der Passagiere beschließen, den Zug zu verlassen und Weihnachten in Hemmersby zu verbringen. Vor dem Schneesturm flüchten sie sich in ein Haus und obwohl niemand da ist, ist der Tisch für den Nachmittagstee gedeckt und auch die Feuer brennen. Durch den Schneefall im Haus gefangen, versuchen die Gestrandeten dem Geheimnis des Hauses und seiner verschwundenen Bewohner auf die Spur zu kommen – und dann wird ein Toter entdeckt …

Der Buchhändler meines Vertrauens in England hat beim Bezahlen gemeint, dass das Bücher super wäre – und das ist es an und für sich auch. Wieder einmal habe ich mir ein Buch gegriffen, dass mit wenig Blutvergießen und Explosionen auskommt. Dafür werden wieder die „kleinen grauen Zellen“ angestrengt, obwohl der ein oder andere der Gesellschaft eher durch wenig Hirnschmalz auftrumpft. Genau darüber konnte man auch oft lachen.
Ehrlich gesagt habe ich nicht nur mit Spannung die Aufklärung des leeren Hauses erwartet, sondern in meinem Kopf auch Vermutungen angestellt, wer mit wem anbandelt.
Da es im Klappentext heißt: „[…] a murderer strikes in their midst“ hatte ich etwas mehr Spannung erwartet. Ich dachte, dass in der Gruppe der Passagiere ein Mörder umgeht. Dass stimmt in gewisser Form auch, wirkt sich aber doch ganz anders aus als gedacht. Das war für mich ein Stück weit eine Enttäuschung. Aufgrund meiner Vermutung hatte ich auch ein wenig mehr Spannung erwartet. An sich ist das Thema ja nicht unbekannt: eine Gruppe von Menschen steckt aus irgendeinem Grund zusammen fest – und dann geht ein Mörder in ihren Reihen um. Ich hatte also Thriller-Atmosphäre erwartet; natürlich nicht übermäßig, das Buch wurde schließlich 1937 veröffentlicht. Aber ich habe ehrlich nie um eine der Figuren gefürchtet. Die Spannung, wann wohl der angepriesene Mord geschehen wird, war fast größer, als die Spannung der Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Auflösung der fehlenden Hausbewohner super gefallen hat und mich reichlich entschädigt hat für die nicht ganz erfüllten Erwartungen.
Davon einmal abgesehen hat mir das Buch gut gefallen. Ich hatte auch keine Verständnis-Schwierigkeiten (Agatha Christie und Hercule Poirot sei gedankt!) und bin sehr gut vorangekommen.

Insgesamt würde ich auch dieses Buch nur Fans von Krimis à la Arthur Conan Doyle und Agatha Christie empfehlen. Und stellt wie gesagt keine allzu hohen Erwartungen an die Spannung.

„We’d been through hell and it was Christmas, so if one or two of us did get a bit funny, well, who could blame anybody?“
– Jessie

4Sterne

Das Christkind wohnt in Hütte 7 – #lesadvent

#lesadventIch wünsche euch allen einen schönen 1. Advent! Heute kommt auch schon mein erster Beitrag zum Lesadvent von Reading Parrot. Hiermit möchte ich auch gleich in den Lostopf für das Buch Denn Liebe ist stärker als Hass von Shlomo Graber hüpfen.

Das Christkind wohnt in Hütte 7 | Franziska Erhard | Selbstverlag | erschienen 2015
0.99€
Leseprobe

Über Franziska Erhard:
Erhard hat bisher drei Bücher veröffentlicht, alle 2015. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie alle auf Amazon sehr gute Rezensionen erhalten haben (ab 4.1 Sternen aufwärts).Das_Christkind_wohnt_in_Hütte_7

Nach der Scheidung von ihrem Mann nimmt die alleinerziehende Sophie notgedrungen einen Job als Christkind auf dem lokalen Weihnachtsmarkt an. Dort verkauft sie in der legendären Hütte 7, in der jedes Jahr ein kleines Weihnachtswunder geschieht, Weihnachtsgeschenke und -dekorationen. Dort trifft sie auch auf den Witwer Will und seinen kleinen Sohn. Nicht nur zwischen den beiden Kindern, sondern auch zwischen Sophie und Will entwickelt sich eine Freundschaft – oder gar mehr?

Was für Schätze sich doch manchmal abseits der großen Verlage (und Preise) finden lassen! Mit Das Christkind wohnt in Hütte 7 habe ich gleich einmal einen guten Einstand in meinen Lesadvent gehabt!
Obwohl das Buch mit 125 Seiten „nur“ ein Kurzroman ist, hat Erhard es geschafft, glaubwürdige und vielschichtige Charaktere zu schaffen und darzustellen. Sophie ist einem von Anfang an sympathisch und die beiden Kids sind unglaublich süß!
Wunderbar fand ich auch, dass ich immer wieder dachte: „Kindermund tut Wahrheit kund!“ Als würden die kleinen Personen vor mir stehen.
Gut gefällt mir auch, dass sich die Gefühle und Beziehung zwischen Sophie und Will auf diesen 125 wirklich entwickelt und man sie nicht plötzlich vorgesetzt bekommt.
Aus ihrer Vergangenheit haben beide ihre Päckchen zu tragen und das macht sie zu unperfekten, wunderbaren Charakteren.
Zu den tollen Figuren kommt ein flüssiger Schreibstil ohne Fehler, die beim Lesen irritieren. Zudem gibt es keine logischen Sprünge.

Das Christkind wohnt in Hütte 7 ist einfach ein wunderbarer Kurzroman für die Vorweihnachtszeit, der nur zu empfehlen ist!

Wie es schien war sie auf dem besten Weg, ihr Leben erneut in eine gefährliche Schieflage zu bringen.
– Sophie Engel

5Sterne